Nach Verstoß gegen Waffenruhe: Netanjahu befiehlt neue Angriffe auf Hisbollah
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Die Waffenruhe zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz wurde gerade erst verlängert. Doch an die Vereinbarung wird sich kaum gehalten. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat seine Streitkräfte angewiesen, „Hisbollah-Ziele im Libanon mit Gewalt anzugreifen“, teilt sein Büro in einer kurzen Erklärung mit.
Im Libanon hat es trotz Waffenruhe libanesischen Angaben zufolge wieder einen tödlichen israelischen Angriff gegeben. Vier Menschen seien in einem Ort nahe der Grenze zu Israel getötet worden, teilte das libanesische Gesundheitsministerium mit. Laut Israels Armee handelte es sich dabei um Mitglieder der vom Iran unterstützten Hisbollah-Miliz.
Hisbollah feuert Geschosse aus dem Libanon auf Israel
Israel steht nach eigenen Angaben mehrmals täglich unter Raketen- und Drohnenbeschuss – trotz Waffenruhe. Ein Geschoss wurde den Angaben zufolge abgefangen, ein weiteres stürzte auf offenem Gebiet ab. In mehreren Orten in Nordisrael gab es Raketenalarm. Deshalb ist nun die Luftwaffe wieder im Einsatz und hat heute unter anderem bewaffnete Hisbollah-Kämpfer im Südlibanon getötet.
Die kürzlich verlängerte Feuerpause zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz bleibt brüchig. Beide Seiten werfen sich Verstöße gegen das Abkommen vor. Immer wieder gibt es gewaltsame Zwischenfälle und Angriffe. Israelische Soldaten sind weiterhin im Südlibanon stationiert. Die israelische Armee darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen, soll aber „offensive“ Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen.
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