Lage im Nahen Osten live: +++ Trump droht Iran mit massivem Angriff auf Ölfeld +++ Dobrindt schließt deutsche Beteiligung am Iran-Krieg nicht aus +++
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RedaktionDie neuesten Entwicklungen im Iran-Krieg:
+++ Dobrindt über deutsche Beteiligung am Iran-Krieg +++
Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) äußerte sich am Mittwochabend bei Maischberger zu einem möglichen deutschen Einsatz im Iran-Krieg:
„Das ist nicht unser Krieg. Aber es sind Partner von uns, die in diesen Krieg involviert sind. Deutschland kann sich raushalten aus dieser Situation, aber auch der Bundeskanzler hat heute deutlich gemacht, dass es natürlich auch eine Entwicklung gibt, die uns fordern kann. Nach diesem Krieg kann es sein, dass wir aufgefordert werden, dass wir in der Straße von Hormus tätig sind, wenn es darum geht, dass wir Minen räumen. Ich glaube, das darf man nicht ausschließen.“

+++ Trump droht Iran mit massivem Angriff auf Ölfeld +++
Die Lage im Nahen Osten spitzt sich weiter zu. US-Präsident Donald Trump hat dem Iran mit einem groß angelegten Militärschlag gedroht, sollte Teheran seine Angriffe auf Energieanlagen in Katar fortsetzen. Zugleich versuchte er, die Situation zu beruhigen und eine weitere Ausweitung der Kämpfe zu verhindern.
Trump erklärte, ein Eingreifen des US-Militärs sei unausweichlich, falls der Iran erneut Katars Gasinfrastruktur ins Visier nehme. In diesem Fall drohe Teheran ein Angriff von bislang nicht gekannter Härte. Gleichzeitig stellte er klar, dass Israel vorerst keine weiteren Angriffe auf das strategisch bedeutende Gasfeld „South Pars“ plane – vorausgesetzt, der Iran greife keine Energieanlagen mehr an.
Auslöser der jüngsten Spannungen ist eine Reihe von Angriffen auf Energieeinrichtungen in der Golfregion. Nachdem Israel zuvor das Gasfeld „South Pars“ attackiert hatte, reagierte der Iran mit eigenen Militäraktionen. In Katar wurden mehrere Flüssiggasanlagen im Industriegebiet Ras Laffan getroffen. Laut Betreiber wurden zentrale Anlagen schwer beschädigt, Brände konnten jedoch unter Kontrolle gebracht werden. Verletzte gab es nach offiziellen Angaben nicht.
Bereits zuvor war das Gebiet Ziel iranischer Raketenangriffe gewesen. Katar zählt zu den wichtigsten Exporteuren von Flüssiggas weltweit – insbesondere die Anlagen in Ras Laffan sind für die globale Energieversorgung von zentraler Bedeutung.
Die Regierung in Doha reagierte scharf: Diplomatische Vertreter des Iran wurden ausgewiesen. Das Außenministerium sprach von einem Überschreiten „aller roten Linien“.
Auch in den Vereinigten Arabischen Emiraten kam es zu Zwischenfällen. Nach einem Raketenangriff wurde eine Öl- und Gasanlage in Abu Dhabi vorsorglich stillgelegt. Trümmerteile eines abgefangenen Geschosses hatten Schäden verursacht. Betroffen waren unter anderem die Anlagen Habschan und das Ölfeld Bab.
Parallel dazu wurden zwei Schiffe in der Region angegriffen – eines nahe Katar, ein weiteres im Golf von Oman. In einem Fall kam es zu einem Brand an Bord. Die Besatzungen blieben unverletzt. Die Angriffe verstärken die Unsicherheit rund um die wichtige Schifffahrtsroute durch die Straße von Hormus, über die ein erheblicher Teil des weltweiten Ölhandels läuft.
Die militärische Eskalation zeigt bereits wirtschaftliche Folgen. Der Ölpreis ist deutlich gestiegen: Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich zeitweise auf über 110 Dollar. Vor Beginn der Kampfhandlungen lag der Preis noch bei rund 70 Dollar. Auch die Gaspreise ziehen spürbar an.
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron forderte nach Gesprächen mit Trump und Katars Emir ein sofortiges Ende der Angriffe auf Energieinfrastruktur. Diese müsse ebenso geschützt werden wie die zivile Versorgung.
Auch Saudi-Arabien verurteilte die iranischen Angriffe und kündigte Konsequenzen an. Man werde alle politischen und wirtschaftlichen Mittel einsetzen, um weitere Attacken zu verhindern.
Der Iran selbst warnte vor einer weiteren Eskalation. Präsident Massud Peseschkian erklärte, die militärischen Aktionen würden die Lage nur verschärfen und könnten weltweit unkontrollierbare Folgen haben. Parlamentspräsident Mohammed Bagher Ghalibaf sprach von einer neuen Phase der Konfrontation und kündigte Vergeltung nach dem Prinzip „Auge um Auge“ an.
Die Gewalt beschränkt sich längst nicht mehr auf Energieanlagen. In Saudi-Arabien wurden bei einem Drohnenangriff mehrere Menschen verletzt. Auch Israel geriet erneut unter Beschuss: Raketen trafen Ziele im Zentrum des Landes, in Tel Aviv wurde ein Wohnhaus beschädigt. Ein Mensch kam ums Leben.
Im Westjordanland wurden bei einem weiteren Angriff drei Frauen getötet, mehrere weitere Personen verletzt.
+++ Hapag-Lloyd-Schiff von Projektilteilen getroffen: Feuer gelöscht +++
Das Schiff „Source Blessing“ der Reederei Hapag-Lloyd ist in der Nähe der Hormusstraße von Projektilteilen beschädigt worden. Das Schiff soll nicht direkt getroffen worden sein – es brach aber ein Feuer aus. Die Besatzung konnte ohne menschliche Schäden das Feuer löschen.
+++ Flammen-Inferno auf Öltanker vor Irak +++
Vor der irakischen Küste nahe der Stadt Basra sind zwei Öltanker in Flammen aufgegangen – offenbar nach einem Angriff durch das iranische Mullah-Regime. Nach Angaben der irakischen Regierung kam mindestens ein Mensch ums Leben, 38 ausländische Besatzungsmitglieder mussten evakuiert werden.
Betroffen sind der unter maltesischer Flagge fahrende Tanker „Zefyros“ sowie die unter der Flagge der Marshallinseln registrierte „Safesea Vishnu“. Berichten zufolge sollen kleine, mit Sprengstoff beladene Boote die Schiffe getroffen haben.
In sozialen Netzwerken verbreiten sich Bilder und Videos von den brennenden Tankern. Nach Schätzungen der Schiff-Tracking-Seite „Tankertrackers“ könnten die beiden Schiffe zusammen bis zu 400.000 Barrel Öl geladen gehabt haben.
Der Vorfall schürt neue Sorgen um die Sicherheit der wichtigen Energie-Route im Persischen Golf. Durch die Straße von Hormus laufen rund 20 Prozent des weltweiten Ölhandels. Angriffe in der Region könnten daher auch die Ölpreise weiter nach oben treiben.
US-Präsident Donald Trump erklärte bei einer Rallye am Mittwoch, Amerika habe den Konflikt bereits gewonnen. Zugleich versprach er, dass die Ölpreise bald wieder auf das Niveau vor Beginn der Kämpfe zurückfallen würden.
+++ Straße von Hormus: Frachtschiff in Flammen! +++
In der Straße von Hormus steht am Mittwochmorgen ein Frachtschiff in Flammen. Nach Angaben des britischen Militärs soll das Schiff zuvor von einem Projektil getroffen worden sein.
Bereits zuvor hatte das britische Operationszentrum für Seehandel (UKMTO) eine Warnmeldung veröffentlicht. Demnach meldete der Kapitän eines Containerschiffs einen Zwischenfall rund 25 Seemeilen nordwestlich von Ra’s al-Khaimah in den Vereinigten Arabischen Emiraten, berichtet Bild.

Das Schiff sei durch ein „vermutlich unbekanntes Projektil“ beschädigt worden, teilte die Behörde mit. Das Ausmaß der Schäden werde derzeit untersucht. Die Besatzung sei nach ersten Angaben unverletzt.
Unklar ist bislang, ob es sich bei dem beschädigten Containerschiff um den Frachter handelt, der nun in der Straße von Hormus brennt.
+++ Iran meldet Raketenangriff auf US-Stützpunkt in Kuwait +++
Iranische Staatsmedien berichten von einem Angriff auf einen US-Armeestützpunkt in Kuwait. Demnach sollen die iranischen Revolutionsgarden den Stützpunkt Arifjan südlich der Hauptstadt Kuwait-Stadt mit zwei Raketen attackiert haben.
Die staatlichen Nachrichtenagenturen Fars und Mehr meldeten den Angriff unter Berufung auf iranische Militärangaben. Eine Bestätigung von US-Seite lag zunächst nicht vor.
+++ Minen in der Straße von Hormus? Trump reagiert! +++
Nach Berichten über in der Straße von Hormus vom Iran verlegte Minen hat US-Präsident Donald Trump Teheran mit Vergeltung gedroht. „Sollten aus irgendeinem Grund Minen ausgelegt worden sein und diese nicht unverzüglich entfernt werden, wird dies für den Iran militärische Konsequenzen in einem bisher nie dagewesenen Ausmaß haben“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.

Etwas später teilte das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) mit, US-Streitkräfte hätten mehrere iranische Marineschiffe, darunter 16 sogenannte Minenleger, in der Nähe der Straße von Hormus zerstört.
Laut CNN hatte der Iran in den vergangenen Tagen rund ein Dutzend Minen in der für die Schifffahrt wichtigen Meeresenge platziert. Der Sender stützt sich dabei auf Aussagen von ungenannten Quellen. Eine der Personen sagte demnach, der Iran verfüge noch immer über das Gros seiner kleinen Boote und Minenleger. Die Streitkräfte könnten demnach Hunderte Minen in der Wasserstraße verlegen. Der Sender CBS berichtete über entsprechende Pläne des Irans.
+++ Schweiz sieht Völkerrecht durch Iran-Krieg verletzt +++
Die Schweizer Regierung wertet den Krieg gegen den Iran als Bruch des Völkerrechts. Verteidigungsminister Martin Pfister sagte der Sonntagszeitung, der Bundesrat komme zu dem Schluss, dass der Angriff auf den Iran gegen das internationale Recht verstoße.
Zur Begründung verwies Pfister auf das Gewaltverbot. Aus Sicht der Schweizer Regierung sei dieses verletzt worden. Zugleich appellierte er an alle beteiligten Seiten, die Gewalt zu beenden und die Zivilbevölkerung zu verschonen. Damit bezog er die USA, Israel und den Iran ein, denen der Bundesrat gleichermaßen Verstöße gegen das Gewaltverbot vorwirft.
Mit Blick auf mögliche Folgen stellt sich für die Schweiz nun auch die Frage nach Rüstungsexporten. Das Neutralitätsprinzip des Landes sieht unter anderem vor, keine Kriegsgüter an Staaten zu liefern, die an bewaffneten Konflikten beteiligt sind. Bereits nach dem russischen Angriff auf die Ukraine hatte Bern Deutschland untersagt, in der Schweiz erworbene Panzermunition an Kiew weiterzugeben.
Ob nun auch Ausfuhren in die USA gestoppt werden könnten, ließ Pfister offen. Darüber müssten das Staatssekretariat für Wirtschaft und der Bundesrat entscheiden, sobald entsprechende Exportanträge vorlägen. Bislang sei ein solches Gesuch jedoch nicht eingereicht worden.
+++ Einsatz von Streubomben: Mehrere Verletzte nahe Tel Aviv +++
Wie die Times of Israel berichtet, beschießt der Iran Israel mit Streubomben. Ein Mann in seinen 40ern wurde in Tel Aviv schwer verletzt, in Petah Tikva sollen fünf weitere Menschen verletzt worden sein.
+++ Medienberichte: Khamenei-Nachfolger gewählt +++
Der iranische Expertenrat hat nach übereinstimmenden Berichten einen Nachfolger für den getöteten Ayatollah Chamenei bestimmt. Wer das Amt übernehmen soll, ist bislang jedoch nicht öffentlich gemacht worden. Zuerst berichtete die Bild.
Etwa eine Woche nach Chameneis Tod habe sich das Gremium nach Angaben mehrerer Mitglieder auf einen neuen Revolutionsführer verständigt. Die Nachrichtenagentur Isna berichtete unter Berufung auf ein Mitglied des Expertenrats, dass sich „eine Mehrheit“ auf den „am besten geeigneten Kandidaten“ geeinigt habe.
Die offizielle Bekanntgabe der Entscheidung soll nun dem Leiter des Sekretariats des Expertenrats, Hosseini Bushehri, obliegen. Das meldete die halbamtliche Nachrichtenagentur Mehr.
+++ Ölanlagen in Teheran brennen +++
Am Samstagabend wurde die iranische Hauptstadt Teheran von starken Detonationen erschüttert. Ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP beobachtete einen großen Feuerball sowie aufsteigenden Rauch über dem südlichen Teil der Stadt. Auch iranische Medien meldeten Explosionen, zudem soll die Luftabwehr aktiv gewesen sein. Berichten zufolge stehen Raffinerien und Anlagen zur Treibstofflagerung in Flammen.
Trump hatte zuvor am Samstagmorgen erklärt: „Der Iran wird heute sehr hart getroffen werden.“ Auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu ließ durchblicken, dass die Angriffe auf das Mullah-Regime weiter intensiviert werden könnten. Am Abend erklärte er, die israelischen Streitkräfte hätten für die nächste Phase des Krieges noch „zahlreiche weitere Überraschungen“ vorbereitet.
+++ Ein Toter in Dubai +++
Nach mutmaßlichen iranischen Angriffen ist in Dubai ein Mensch ums Leben gekommen. Die Behörden bestätigten den Todesfall am Samstagabend über die Plattform X. Demnach kam es während des Abfangens eines Flugobjekts zu einem Zwischenfall in der Gegend der Dubai Marina. Herabfallende Trümmerteile trafen ein Wohnhochhaus. Videos in sozialen Netzwerken zeigen Rauch, der aus einer der oberen Etagen des Gebäudes aufsteigt.
Kurz darauf erklärten die Behörden, dass ein weiteres Trümmerteil ein Auto getroffen habe. Dabei sei ein asiatischer Bewohner getötet worden. Zuvor hatten die Vereinigten Arabischen Emirate Alarm ausgelöst, nachdem Drohnen und Raketen im Anflug gemeldet worden waren.
Trump kündigt an: „Heute wird der Iran sehr hart getroffen!“
US-Präsident Donald Trump hat in einem Beitrag auf der Plattform Truth Social angekündigt, im Krieg gegen den Iran werde man weitere hochrangige Vertreter des iranischen Regimes ins Visier nehmen. „Heute wird der Iran sehr hart getroffen!“, schreibt er. „Wegen des schlechten Verhaltens des Iran werden derzeit Gebiete und Personengruppen, die bislang nicht als Ziele in Betracht gezogen wurden, ernsthaft auf eine vollständige Zerstörung und den sicheren Tod geprüft.“

Der US-Präsident schreibt außerdem: „Der Iran, der gerade heftig geschlagen wird, hat sich bei seinen Nachbarn im Nahen Osten entschuldigt und kapituliert und versprochen, nicht mehr auf sie zu schießen. Dieses Versprechen wurde nur wegen der unermüdlichen Angriffe der USA und Israels gemacht. Sie wollten den Nahen Osten übernehmen und beherrschen.“
Der Iran sei nicht länger der „Bulldozer des Nahen Ostens“, sondern stattdessen „der Verlierer des Nahen Ostens“, so der US-Präsident in Großbuchstaben. Er werde dies für viele Jahrzehnte bleiben, bis er kapituliere oder, wahrscheinlicher, vollständig zusammenbreche.
+++ Irans Präsident stellt Bedingungen für Ende von Angriffen +++
Irans Präsident Massud Peseschkian stellt Bedingungen für ein Ende von Luftangriffen auf Nachbarländer. In einer von der staatlichen Rundfunkagentur ausgestrahlten Videobotschaft sagte er, der Iran werde keine Raketen abfeuern und Nachbarländer angreifen, sofern von deren Territorium keine Attacken auf den Iran erfolgten. Er bezeichnete jede Form der Unterstützung für Israel und die USA als „ehrlos“.
Zugleich entschuldigte er sich für die Angriffe auf Nachbarländer. „Diese Vorfälle waren das Ergebnis der chaotischen Situation nach dem Tod mehrerer hochrangiger Kommandeure, als die Streitkräfte führungslos waren und eigenständig handeln mussten“, sagte er.

Irans Präsident Massud Peseschkian (Mitte)
+++ Flugverkehr in Dubai nach Drohnen-Explosion wiederaufgenommen +++
In Dubai wurde der Flugverkehr aus Sicherheitsgründen zwischenzeitlich eingestellt. Arabische Fernsehsender zeigten Bilder, wie eine Drohne an dem Flughafen einschlägt und es zur Explosion kommt. Bald darauf teilten der Flughafen und die Fluggesellschaft Emirates aber mit, der Betrieb laufe teils wieder. Dubais Medienbüro berichtete von einem „kleinen Vorfall“ durch herabfallende Trümmer, nannte dazu aber keinen Ort und keine Details.
+++ USA und Israel verstärken Angriffe auf Iran +++
Ungeachtet stark gestiegener Ölpreise intensivieren die USA und Israel ihre Angriffe auf den Iran. „Heute Nacht wird unser schwerstes Bombardement stattfinden“, sagte US-Finanzminister Scott Bessent dem Sender Fox Business mit Blick auf die Nacht zum Samstag. Auch Israels Luftwaffe flog Armeeangaben zufolge eine weitere „breite Welle“ von Angriffen in Teheran. Für Aufmerksamkeit sorgten zudem von der US-Regierung nicht bestrittene Berichte, wonach Russland dem Iran Informationen über amerikanische Truppen und mögliche Ziele im Nahen Osten liefert.
Irans staatliche Medien verbreiteten nach den jüngsten Angriffen Aufnahmen von enormen Bränden am Flughafen Mehrabad in der Hauptstadt. Im Gegenzug griff der Iran Israel erneut mit Raketen an. Diese wurden abgefangen. Zudem versuchte der Iran, mit Drohnen ein Ölfeld in Saudi-Arabien zu attackieren. Es seien sechs in Richtung des riesigen Ölfelds Schaiba gestartete Drohnen abgefangen und zerstört worden, teilte das Verteidigungsministerium in Riad mit.

Archivbild vom 1. März: Dieses vom US Central Command zur Verfügung gestellte Bild zeigt eine F/A-18E Super Hornet, die sich einem Flugzeugkatapult nähert, um an Bord der USS Gerald R. Ford (CVN 78) zur Unterstützung der Operation „Epic Fury“ zu starten.
+++ Israels Armee: Wieder Raketenangriff aus dem Iran +++
Israel ist nach Armeeangaben am frühen Morgen erneut mit Raketen aus dem Iran angegriffen worden. Wieder musste die Luftabwehr aktiviert werden, wie das Militär mitteilte. Kurz darauf gab es Entwarnung: Die Bevölkerung dürfe die Schutzräume wieder verlassen, hieß es.
In der Nacht hatte Israels Armee wiederholt Angriffe der Islamischen Republik gemeldet. Berichte über Verletzte gab es nicht. Israels Luftwaffe flog ihrerseits eine neue breite Welle an Angriffen auf Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran. Iranische Staatsmedien verbreiteten Aufnahmen von gewaltigen Bränden an Teherans internationalem Flughafen Mehrabad.
+++ Zypern würde „wenn es möglich wäre, (...) morgen“ Antrag auf NATO-Beitritt stellen +++
Der iranisch-protegierte Drohnenangriff auf einen britischen Militärstützpunkt auf Zypern hat auf der Insel eine neue Debatte über einen möglichen NATO-Beitritt entfacht. Präsident Nikos Christodoulidis sagte dem griechischen Sender Skai: „Wenn es möglich wäre, würden wir sogar morgen einen Antrag einreichen.“ Zugleich machte er deutlich, dass sein Land bereits Vorbereitungen für einen möglichen Beitritt trifft. Auf militärischer, operativer und administrativer Ebene werde daran gearbeitet, damit Zypern handeln könne, „sobald die politischen Bedingungen dies zuließen“.

Präsident Nikos Christodoulidis
+++ USA: Indien darf zeitlich begrenzt russisches Öl kaufen +++
Die USA erlauben es indischen Raffinerieunternehmen, für einen begrenzten Zeitraum russisches Öl zu kaufen. Sein Ministerium erteile dafür eine 30-tägige Ausnahmegenehmigung, um sicherzustellen, dass weiterhin Öl auf den Weltmarkt gelange, teilte US-Finanzminister Scott Bessent auf X mit.
+++ Israels Armee beginnt Angriff auf Hisbollah-Ziele in Beiruts Vororten +++
Nach einem Fluchtaufruf für einen Großteil der Vororte der libanesischen Hauptstadt Beirut hat Israels Militär am Abend dort Angriffe begonnen. Die Armee habe „Hisbollah-Infrastruktur“ ins Visier genommen, teilte das israelische Militär mit. Einwohner berichteten von lauten Explosionen und aufsteigendem schwarzem Rauch nach einem Angriff in dem Viertel Haret Hreik. Auch aus anderen Gegenden der Stadt gab es Berichte über zerborstene Fensterscheiben aufgrund der heftigen Explosionen.

Rauchwolke nach Angriff auf das als Hisbollah-Vorort bekannte Viertel Dahija in Beirut in der Nacht zu Freitag

Es gab zuvor einen Fluchtaufruf, die Menschen suchten Schutz in anderen Teilen der Stadt, übernachteten teilweise draußen.

Die betroffenen Viertel gelten als Hochburg der proiranischen Hisbollah-Miliz. Sie sind aber auch dicht besiedelte Wohngebiete. Tausende Menschen flüchteten, suchten Zuflucht in anderen Vierteln, Fotos zeigen Menschen, die im Freien übernachten.
+++ Erneut Bomben auf Terror-Ziele in Teheran +++
Israels Luftwaffe hat in der Nacht erneut Ziele in der iranischen Hauptstadt Teheran angegriffen. Man habe eine „großangelegte Angriffswelle gegen die Infrastruktur des iranischen Terrorregimes in Teheran gestartet“, gab die Armee bekannt. Nähere Details wurden zunächst nicht mitgeteilt.
Israels Generalstabschef Ejal Zamir hatte zuvor eine neue Phase der Angriffe angekündigt. „In dieser Phase werden wir das Regime und seine militärischen Kapazitäten weiter zerschlagen“, sagte Zamir laut Militärangaben. Er kündigte demnach nicht näher benannte „weitere Überraschungen“ an.
+++ Trump: „Auch Kuba wird fallen“ +++
In einem Interview mit Politico bekräftigt US-Präsident Donald Trump den US-Militäreinsatz in Nahost: „Wir beseitigen eine Bedrohung für die Vereinigten Staaten von Amerika, eine große Bedrohung. Und zwar auf eine Weise, wie es noch nie zuvor jemand gesehen hat.“ Trump beschreibt die US-Kampagne gegen den Iran als extrem kontrolliert, Berichte über schwindende Waffenvorräte seien falsch: „Wir verfügen über unbegrenzte Waffenvorräte, unbegrenzt.“
Im Gespräch mit Politico sagt der US-Präsident zudem voraus, dass die iranische Regierung nicht die letzte sein werde, die kapituliert: „Kuba wird auch fallen.“

US-Präsident Donald Trump am Donnerstag in Texas
Die Vereinigten Staaten, so Trump, stünden mit der kommunistischen Führung Kubas in Kontakt, da sich die Lage auf der Insel nach dem Sturz des verbündeten venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro instabil ist. „Sie brauchen Hilfe. Wir sprechen mit Kuba“, so Trump.
+++ Eurowings schickt eigenes Flugzeug zur Evakuierung nach Riad +++
Die Lufthansa-Tochter Eurowings schickt ein erstes eigenes Flugzeug ins Krisengebiet Naher Osten, um rund 150 Touristen nach Deutschland zurückzuholen. Geplant ist ein Sonderflug aus dem saudischen Riad nach Köln in der Nacht von Freitag auf Samstag, wie das Unternehmen mitteilt.
An Bord kommen Gäste des eigenen Reiseveranstalters Eurowings Holidays, die in Dubai und Umgebung vom US-israelischen Angriff auf den Iran überrascht worden waren. Sie sollen mit Bussen zum Flughafen Riad gebracht werden.
Die Landung des Airbus A320 mit der Flugnummer EW6131 wird in Köln für Samstag um 00.30 Uhr erwartet. Es handelt sich um den ersten eigenen Evakuierungsflug der Lufthansa Group nach Deutschland. Die Airline war bislang als Dienstleister der Bundesregierung tätig.
+++ NATO in erhöhter Alarmbereitschaft +++
Die NATO erhöht wegen des iranischen Raketenbeschusses auf die Türkei nach eigenen Angaben die Alarm- und Einsatzbereitschaft ihrer Abwehrsysteme. Der Iran hatte vor einigen Tagen bereits einen britischen Stützpunkt auf Zypern angegriffen.
+++ Trump will bei Irans neuer Führung mitreden – Chameneis Sohn „inakzeptabel“ +++
US-Präsident Donald Trump will Einfluss darauf nehmen, wer künftig an der Spitze des Irans steht. Das Portal „Axios“ zitierte Trump nach einem Telefonat mit den Worten, er müsse „in die Ernennung involviert sein“, ähnlich wie „bei Delcy (Rodriguez) in Venezuela“.
Zugleich machte Trump deutlich, wen er als Nachfolger des getöteten Ajatollahs Ali Chamenei ablehnt. „Chameneis Sohn ist für mich inakzeptabel. Wir wollen jemanden, der Harmonie und Frieden in den Iran bringt“, so Trump. Modschtaba Chamenei sei ein „Leichtgewicht“.
Damit steht Trumps Aussage im Kontrast zur bisherigen öffentlichen Linie der US-Regierung. Diese hatte einen Machtwechsel im Iran bestritten. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth erklärte stattdessen, Ziel sei die Zerstörung der iranischen Marine sowie des Raketenprogramms.

Für ihn ist Chameneis Sohn ein „Leichtgewicht“: US-Präsident Donald Trump.
+++ Iran beschießt Bahrain +++
Laut neuesten Berichten wird Bahrain mit iranischen Drohnen beschossen. Videos zeigen die Verwüstung
+++ Kanadischer Premierminister schließt Beteiligung am Iran-Krieg nicht aus +++
Kanadas Premierminister Mark Carney schließt eine militärische Beteiligung am Iran-Krieg nicht aus. Bei seinem Besuch in Canberra betonte er allerdings, das sei derzeit nur eine „hypothetische“ Frage.

Premierminister Mark Carney in Canberra
+++ Israel tötet Hamas-Führer im Libanon +++
Laut Medienberichten ist der hochrangige Hamas-Funktionär Wassim Atallah al Ali bei einem israelischen Drohnenangriff auf ein palästinensisches Flüchtlingslager nahe Tripoli im Norden des Libanon getötet worden. Er gilt als erster Hamas-Anführer, der seit Beginn des Iran-Krieges ums Leben kam.
+++ Rauch über iranischem Marine-Stützpunkt +++
Über dem iranischen Marine-Stützpunkt in Bandar Abbas ziehen dichte Rauchschwaden. Erst gestern wurde das iranische Kriegsschiff „Makran“ dort schwer beschädigt. Doch auch heute setzen israelische und US-Streitkräfte ihre Angriffe fort.
+++ Macron warnt Israel vor Bodenoffensive im Libanon +++
Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat Israels Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu vor einer Bodenoffensive im Libanon gewarnt. Nach Gesprächen mit Netanjahu und dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun betonte Macron, die territoriale Integrität des Libanon müsse gewahrt bleiben.
Zugleich forderte er die proiranische Hisbollah-Miliz auf, ihre Angriffe auf Israel einzustellen. Frankreich werde wegen der humanitären Lage im Südlibanon zudem Maßnahmen zur Unterstützung vertriebener Zivilisten ergreifen. Frankreich ist dem Libanon als frühere Mandatsmacht traditionell eng verbunden.

Bombeneinschlag in der Nacht zu Donnerstag in Beirut
+++ Iran bestreitet Raketenangriff auf Türkei +++
Der Iran weist Vorwürfe zurück, eine Rakete in Richtung Türkei abgefeuert zu haben. Nach Angaben der iranischen Armee sei kein Geschoss auf türkisches Gebiet oder in dessen Richtung gestartet worden.
Am Mittwoch hatten NATO-Einheiten eine Rakete abgefangen, die laut türkischen Angaben auf Kurs in Richtung Türkei gewesen sein soll. Ankara bestellte daraufhin den iranischen Botschafter ein. Die NATO verurteilte den Vorfall und erklärte, man stehe fest an der Seite der Türkei.
+++ Erster deutscher Evakuierungsflug aus Nahost in Frankfurt gelandet +++
Am Frankfurter Flughafen ist am Morgen der erste Evakuierungsflug der Bundesregierung aus der Krisenregion Naher Osten gelandet. Die Lufthansa-Maschine war in der Nacht in der omanischen Hauptstadt Maskat gestartet.
An Bord des Airbus A340 befanden sich Menschen, die wegen der Eskalation nach dem US-Angriff auf den Iran in der Golfregion festsaßen. Viele von ihnen mussten zuvor über den Landweg nach Maskat gebracht werden, weil der Flugverkehr in Teilen der Region stark eingeschränkt ist.
Nach Angaben von Bundesaußenminister Johann Wadephul wurden vor allem besonders schutzbedürftige Personen ausgewählt, darunter Schwangere, Kranke und Kinder. Die Maschine verfügt über 279 Passagiersitze.
Weitere Evakuierungsflüge der Bundesregierung sind geplant. Bereits seit Dienstag hatten zudem einzelne Fluggesellschaften aus den Vereinigten Arabischen Emiraten Flüge für gestrandete Reisende angeboten.

Am Donnerstagmorgen landete die erste Evakuierungsmaschine aus Nahost in Frankfurt.
+++ Nachbarschaft der US-Botschaft in Katar evakuiert +++
Die Umgebung der US-Botschaft in Katar wurde evakuiert. Die Bewohner der umliegenden Gebäude seien vorübergehend und vorsorglich in Sicherheit gebracht worden, teilte das Innenministerium des Golfstaats mit. Ihnen seien anderweitige Unterkünfte gestellt worden.
Seit Beginn des Iran-Kriegs am Samstag feuern die iranischen Streitkräfte immer wieder Raketen und Drohnen auf Katar ab.
+++ Berichte: Kurdische Gruppen sollen im Westen Irans vorrücken +++
Im Westen des Iran sollen kurdische Gruppen eine Bodenoperation begonnen haben. Das berichten der US-Sender Fox News und das Portal Axios unter Berufung auf einen nicht namentlich genannten US-Offiziellen.
Demnach sollen tausende Kämpfer beteiligt sein, die nach US-Initiative gegen das iranische Regime vorgehen. Auch die Jerusalem Post berichtet unter Berufung auf Regierungsvertreter aus Israel und den USA über entsprechende Hinweise.
Die Regierung der autonomen Kurdenregion im Irak dementierte eine solche Operation.

+++ Iran will kurdische Gruppen im Irak angegriffen haben +++
Die iranischen Streitkräfte griffen nach eigenen Angaben erneut kurdische Gruppen im benachbarten Irak an. Es seien drei Raketen auf das Hauptquartier oppositioneller Verbände abgefeuert worden, meldeten die staatlichen Medien unter Berufung auf die Militärführung in Teheran.
Der regierungstreue Sender Press TV veröffentlichte Videos, auf denen Einschläge in den Stellungen „anti-iranischer Separatisten“ zu sehen sein sollen.
+++ Ölpreise steigen wegen Hormus-Sorge weiter +++
Die Ölpreise ziehen angesichts des Krieges im Nahen Osten weiter an. Es wächst die Sorge vor einer längeren Blockade der strategisch wichtigen Straße von Hormus.
Ein Barrel der Nordseesorte Brent verteuerte sich am Donnerstag um gut zwei Prozent auf 83,07 Dollar. US-Leichtöl der Sorte WTI stieg um 2,6 Prozent auf 76,60 Dollar.
Die Meerenge am Persischen Golf zählt zu den wichtigsten Routen für den weltweiten Energietransport und ist seit mehreren Tagen blockiert.

Ein Schifftracker zeigt, wie sich aktuell Tankschiffe in der Straße von Hormus stauen.
+++ Iran feuert mehrere Raketen auf Israel ab +++
Der Iran hat in den frühen Morgenstunden mehrere Raketen in Richtung Israel abgefeuert. Das teilte das israelische Militär mit. Innerhalb von zwei Stunden wurden drei separate Raketenwarnungen ausgelöst.
In Jerusalem waren nach Berichten Explosionen zu hören. Informationen zu Toten oder Verletzten gibt es bislang nicht.
+++ Explosion an Tanker vor Kuwait +++
Vor der Küste Kuwaits ist es im Persischen Golf zu einer Explosion an einem Tanker gekommen. Der Kapitän meldete eine Detonation an der Backbordseite, kurz bevor ein kleines Boot vom Ort des Geschehens wegfuhr, teilte die britische Schifffahrtsbehörde UKMTO mit.
Aus einem beschädigten Tank tritt Öl ins Meer aus. Der Besatzung geht es nach ersten Angaben gut.
+++ Israel meldet Angriff auf Militärkomplex der Revolutionsgarden in Ost-Teheran +++
Die israelischen Streitkräfte (IDF) melden einen Angriff auf eine größere militärische Anlage des iranischen Regimes im Osten Teherans. Nach Angaben der IDF wurden dort mehrere Führungsstellen getroffen, darunter die Zentrale der Revolutionsgarden, die Zentrale eines Nachrichtendienstes, die Zentrale der Basij-Miliz, die Zentrale der Al-Quds-Einheit, die Zentrale der inneren Sicherheitskräfte, eine Zentrale für Cyberkriegführung sowie die Zentrale einer Einheit der inneren Sicherheitskräfte, die für die Niederschlagung von Protesten zuständig sein soll.
+++ USA versenken iranisches Kriegsschiff +++
Das US-Militär hat nach Darstellung von Verteidigungsminister Pete Hegseth ein iranisches Kriegsschiff im Indischen Ozean versenkt. Bei einer Pressekonferenz sagte Hegseth, ein amerikanisches U-Boot habe in internationalen Gewässern einen Torpedo auf das Schiff abgefeuert. Er sprach vom ersten Angriff dieser Art seit dem Zweiten Weltkrieg. Welches iranische Schiff genau getroffen wurde, blieb zunächst offen.
Zuvor war über eine Explosion an Bord der Fregatte „IRIS Dena“ berichtet worden. Zu den Ursachen machten die sri lankischen Behörden zunächst keine Angaben, wie die Zeitung „Daily Mirror“ unter Berufung auf das Verteidigungsministerium schrieb. Medienberichten zufolge werden vor der Küste Sri Lankas im Indischen Ozean mindestens 101 Besatzungsmitglieder des gesunkenen Schiffs vermisst. Außerdem sollen 78 Menschen verletzt worden sein.
Verletzte Besatzungsmitglieder seien inzwischen von der sri-lankischen Marine und Luftwaffe aus dem Wasser gerettet worden. Nach den Berichten setzte das iranische Marineschiff vor dem Untergang Seenotsignale ab. Das Geschehen habe sich in internationalen Gewässern abgespielt.
+++ Hegseth: „Amerika gewinnt – entscheidend, verheerend und ohne Gnade“ +++
US-Kriegsminister Pete Hegseth erklärte bei einer Pressekonferenz am Mittwoch, die Vereinigten Staaten würden gegen den Iran „entscheidend“ gewinnen und hätten in den kommenden Tagen „vollständige Kontrolle“ über den Luftraum des Landes.
„Ich stehe heute vor Ihnen mit einer unmissverständlichen Botschaft zu Operation Epic Fury: Amerika gewinnt – entscheidend, verheerend und ohne Gnade.“
„Die beiden mächtigsten Luftstreitkräfte der Welt werden vollständige Kontrolle über den iranischen Himmel haben. Unangefochtener Luftraum“, sagte er bezugnehmend auf die Zusammenarbeit der US-Airforce und der israelischen Luftwaffe.
+++ NATO fängt iranische Rakete vor türkischem Luftraum ab +++
Die NATO hat nach Angaben der Türkei eine vom Iran abgefeuerte ballistische Rakete abgefangen. Das Geschoss sei im östlichen Mittelmeer durch dort stationierte NATO-Luft- und Raketenabwehreinheiten zerstört worden, bevor es den türkischen Luftraum erreichen konnte, teilte das türkische Verteidigungsministerium mit.
Demnach war die Rakete aus dem Iran gestartet und über den irakischen sowie syrischen Luftraum in Richtung Türkei geflogen. NATO-Systeme hätten die Bedrohung rechtzeitig erfasst, bekämpft und unschädlich gemacht.
Trümmerteile gingen nach türkischen Angaben im Bezirk Dörtyol in der Provinz Hatay nieder. Dabei habe es sich um Fragmente der eingesetzten Abwehrmunition gehandelt, die nach der Zerstörung der Rakete zur Sicherung abgefeuert worden sei. Tote oder Verletzte habe es nicht gegeben.
Die türkische Regierung erklärte, man werde die Sicherheit des eigenen Staatsgebiets „mit höchster Entschlossenheit“ verteidigen. Zugleich warnte Ankara alle Konfliktparteien davor, Schritte zu unternehmen, die den Krieg in der Region weiter ausweiten könnten. Die Abstimmung mit der NATO und anderen Verbündeten solle fortgesetzt werden.
Die NATO geht davon aus, dass der Iran absichtlich das Bündnismitglied Türkei beschoss. „Wir verurteilen, dass der Iran die Türkei ins Visier nimmt“, so NATO-Sprecherin Allison Hart.

+++ IAEA meldet Schäden nahe Atomanlage in Isfahan +++
Nahe dem iranischen Atomzentrum in Isfahan sind zwei Gebäude beschädigt worden. Das teilte die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) mit. Gebäude mit nuklearem Material seien jedoch nicht betroffen, ein Strahlungsrisiko bestehe derzeit nicht.
IAEA-Chef Rafael Grossi rief die Kriegsparteien erneut zur Zurückhaltung auf, um einen Atomunfall zu verhindern. Bereits zuvor hatte die Behörde Schäden an Gebäuden der Urananreicherungsanlage in Natans bestätigt.

Blick auf die iranische Stadt Paveh nach weiteren schweren US- und israelischen Angriffen auf Ziele im Iran.
+++ Libanesische Armee nimmt Hisbollah-Mitglieder fest +++
Im Libanon ist die Armee erstmals gegen Mitglieder der Hisbollah vorgegangen. Nach Angaben aus Justizkreisen wurden am Dienstag 13 mutmaßliche Angehörige der schiitischen Miliz festgenommen. Soldaten stoppten ihr Fahrzeug an einem neu eingerichteten Kontrollpunkt auf der Route vom Süden des Landes in Richtung Hauptstadt Beirut. Im Auto sollen sich Waffen befunden haben.
Die libanesische Regierung hatte am Montag militärische Aktivitäten der vom Iran unterstützten Hisbollah offiziell für illegal erklärt.
Damit ändert sich der Status der Gruppe grundlegend: Aus einer lange geduldeten „Widerstandsbewegung“ wird eine verbotene Organisation. Der Schritt gilt zugleich als Zeichen neuen Selbstbewusstseins des libanesischen Staates, der erstmals offen gegen die mächtige Miliz vorgeht.
Aus Armeekreisen hieß es, weitere Festnahmen an Kontrollpunkten seien geplant. Die Armee kontrolliert derzeit verstärkt Fahrzeuge, die aus dem Süden des Landes nach Beirut fahren.

Beirut nach einem US-Angriff am Dienstag
+++ Evakuierungsflug aus Nahost landet Donnerstag in Frankfurt +++
Ein Evakuierungsflug der Lufthansa mit besonders schutzbedürftigen Menschen aus dem Nahen Osten soll am Donnerstagmorgen in Frankfurt landen. Der Flug erfolgt im Auftrag der Bundesregierung, die Maschine ist vollständig besetzt. Weitere Flüge sind geplant.
+++ Straße von Hormus soll durch USA gesichert werden +++
US-Präsident Donald Trump kündigte an, den Schiffsverkehr in der strategisch wichtigen Straße von Hormus militärisch zu sichern. „Falls erforderlich, wird die US-Marine so bald wie möglich damit beginnen, Tanker durch die Straße von Hormus zu eskortieren“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Zerstörtes Hotel nahe Beirut
+++ 2000 Ziele im Iran angegriffen +++
In den vier Tagen seit Beginn des Iran-Kriegs haben die US-Streitkräfte nach eigenen Angaben fast 2.000 Ziele in der Islamischen Republik angegriffen. Innerhalb von weniger als 100 Stunden seien auch 17 iranische Kriegsschiffe zerstört worden, sagte der Chef des US-Regionalkommandos für den Nahen Osten (Centcom), Admiral Brad Cooper, in einem auf der Plattform X veröffentlichten Video. Unter den angegriffenen Zielen sei auch das einsatzfähigste iranische U-Boot gewesen. Es gehe darum, die gesamte iranische Marine-Flotte zu versenken, bekräftigte er.
+++ Rückhol-Aktionen laufen +++
Israel bereitet die Rückholung eigener Staatsbürger vor. Passagiere sollen über internationale Drehkreuze wie Athen, New York und Paris ausgeflogen und anschließend nach Israel gebracht werden.
Deutschland startet ebenfalls eine Rückholaktion. Nach Angaben der Bundesregierung soll ein erster Flug nach Maskat im Oman gehen. Vorrang haben Kinder, Kranke und Schwangere. Großbritannien hat ebenfalls mit Evakuierungen begonnen und bringt Staatsbürger aus dem Oman in Sicherheit.
+++ Zehntausende Reisende sitzen fest +++
Der Luftverkehr in der Golfregion ist inzwischen nahezu vollständig eingestellt. Zehntausende Reisende sitzen fest, während Charterflüge nach Berichten bis zu 200.000 Euro kosten.
+++ Börse reagiert +++
Auch an den Finanzmärkten zeigen sich die Auswirkungen des Konflikts. In Südkorea und Japan gaben die wichtigsten Börsenindizes deutlich nach. In Seoul kam es zeitweise sogar zu einer Handelsunterbrechung.
+++ Israel bombardiert Versammlung, bei der Khameneis Nachfolger bestimmt werden sollte +++
Nach Angaben von Times of Israel bombardierte die israelische Luftwaffe das Treffen, bei dem der Nachfolger von Khamenei bestimmt werden sollte.
Die dafür zuständige Versammlung umfasst insgesamt 88 Mitglieder. Wie viele dieser Mitglieder während des Angriffs tatsächlich vor Ort waren, lässt sich derzeit nicht klären.
+++ Frankreich und Griechenland helfen Zypern bei Luftabwehr +++
Nach dem jüngsten Drohnenangriff auf den britischen Stützpunkt Akrotiri bauen EU-Staaten ihre militärische Präsenz auf Zypern aus. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KYPE berichtet, will Frankreich auf Bitte der Republik Zypern Luftabwehr- und Anti-Drohnen-Systeme sowie eine Fregatte in den östlichen Mittelmeerraum entsenden.
Zyperns Präsident Nikos Christodoulidis habe zudem Bundeskanzler Friedrich Merz telefonisch über die aktuellen Entwicklungen unterrichtet, meldete KYPE weiter.
Bereits am Montag brachte Griechenland vier F-16-Kampfflugzeuge auf die Insel. Außerdem sind zwei griechische Fregatten auf dem Weg in das Seegebiet um Zypern, um die maritime Sicherheit und die Luftverteidigung der Inselrepublik zu stärken. Britischen Medien zufolge erwägt auch das Vereinigte Königreich, ein Kriegsschiff zu entsenden, das zur Flugabwehr Zyperns beitragen könnte.
In der Nacht zum Montag war der britische Stützpunkt Akrotiri nahe der Hafenstadt Limassol mit einer Drohne angegriffen worden. Später seien nach Angaben der Regierung zwei weitere Drohnen abgefangen worden. Die Drohne, die in der Nähe des Stützpunkts bei Limassol niederging, sei vom Typ „Shahed“ gewesen, teilte Präsident Christodoulidis mit. Diese Drohnen werden vor allem im Iran produziert. Zyprische Medien berichteten unter Berufung auf Sicherheitskreise, die Drohnen könnten aus dem Libanon gestartet worden sein.
+++ Israel bombardiert Ziele in Teheran und im Libanon +++
Nach Angaben der israelischen Streitkräfte hat eine umfangreiche Angriffswelle in Irans Hauptstadt Teheran begonnen. Die Luftschläge richteten sich demnach gegen Infrastruktur der iranischen Führung, teilte das Militär mit. Bewohner berichteten von schweren Explosionen in der Stadt. Konkrete Einzelheiten lagen zunächst nicht vor.
Parallel dazu intensiviert Israel das Vorgehen gegen die Terrormiliz Hisbollah im Libanon. Auch Bodentruppen sollen hierbei im Süden des Landes zum Einsatz kommen.
+++ Erstes Flugzeug aus Dubai in Frankfurt gelandet +++
Ein erstes Flugzeug der emiratischen Airline Emirates aus Dubai ist nach den zahlreichen Flugausfällen wegen des Iran-Krieges in Frankfurt am Main gelandet. Der Linienflug landete um kurz nach 13.30 Uhr, wie ein dpa-Fotograf beobachtete. Auch auf einer Anzeigetafel im Ankunftsbereich des Flughafens wurde die Landung angezeigt. Die Airline äußerte sich zunächst nicht dazu, wie viele Passagiere an Bord waren.

Ein Airbus A-380 von Emirates landet nach seinem Flug aus Dubai auf dem Flughafen.
+++ Benzin-Preis knackt 2-Euro-Marke +++
Die Kraftstoffpreise haben einen neuen Höchststand erreicht: An ersten Zapfsäulen kostet ein Liter Super E5 inzwischen mindestens zwei Euro. Auch Preisvergleichsportale melden bundesweit Werte auf diesem Niveau – teils sogar darüber.
CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann sprach bei Welt TV mit Blick auf die stark ansteigenden Öl- und Gaspreise von einer „besorgniserregenden“ Entwicklung. Sollte der Ölpreis im Sommer auf 100 Dollar steigen, könne sich die Inflation deutlich beschleunigen. In der Folge müsste die Europäische Zentralbank die Zinsen weiter anheben, was die Wirtschaft zusätzlich belasten würde. „Das ist eine sehr, sehr brenzlige Situation“, sagte Linnemann. Man könne nur hoffen, dass der Krieg nicht lange dauere.
+++ Sonderflug aus Nahost in München erwartet +++
Eine Sondermaschine der Fluggesellschaft Emirates aus Dubai soll heute Abend am Münchner Flughafen ankommen. Der Flug „EK 8051“ soll gegen 19.30 Uhr in München landen, wie ein Flughafensprecher auf Anfrage mitteilte. An Bord sind nach Angaben eines Sprechers des Reisekonzerns Tui voraussichtlich rund 200 Tui-Gäste. Unter anderem rund 5.000 Gäste des Reiseveranstalters, die auf zwei Kreuzfahrtschiffen unterwegs waren, sitzen derzeit in der Golfregion fest. Geplant sei, die Urlauber mit Partner-Airlines wie Emirates, Qatar Airways und Etihad nach Deutschland zurückzubringen, hatte Vorstandschef Sebastian Ebel im Programm von n-tv gesagt. Zudem stünden eigene Flugzeuge von Tui Fly „standby“ bereit, sobald es eine Erlaubnis gebe, dorthin zu fliegen und Kunden möglichst zügig abzuholen.
Tui verfüge über rund 120 Flugzeuge, die aber keine Verkehrsrechte für die Region hätten, ergänzte der Tui-Sprecher. Derzeit liefen Gespräche mit der Bundesregierung unter Beteiligung auch anderer Airlines und Reiseveranstalter, wie zusätzliche Kapazitäten bereitgestellt werden könnten, um Deutsche zurückzuholen.
+++ Israel: Wichtiger Übergang nach Gaza wieder für Hilfslieferungen offen +++
Israel hat einen wichtigen Grenzübergang in den Gazastreifen nach einer Sperrung wegen der gemeinsam mit den USA ausgeführten Angriffe auf den Iran wieder für die Einfuhr von Hilfsgütern geöffnet. Israel hatte am Samstag über die Schließung der Übergänge informiert und dies mit Blick auf den Krieg mit dem Iran als „notwendige Sicherheitsmaßnahme“ bezeichnet. Laut einem Sprecher der Armee handelte es sich um eine vorübergehende Maßnahme in den ersten Kriegstagen, da zunächst nicht klar gewesen sei, ob und wie die mit dem Iran verbündeten Terrororganisationen im Gazastreifen in den Krieg eingreifen würden.
+++ Abgefangene Drohne löst Brand an Öl-Anlage in den Emiraten aus +++
Im Emirat Fujairah in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist am Morgen des 3. März im Fujairah Petroleum Industrial Estate (FOZ) ein Feuer ausgebrochen. Auslöser waren nach Angaben der Behörden herabfallende Trümmerteile, nachdem die Luftabwehr eine Drohne abgefangen hatte. Verletzte wurden nicht gemeldet.
Das Medienbüro der Regierung von Fujairah teilte auf der Plattform „X“ mit, die zuständigen Stellen hätten umgehend auf den Brand reagiert. Das Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden; der reguläre Betrieb in dem betroffenen Gebiet habe anschließend wieder aufgenommen werden können.

Rauchschwaden über Fujairah
+++ IRGC-General kündigt Öl-Embargo an +++
IRGC-General Sardar Dschabbari erklärte via Telegram, dass man „jedes Schiff“ bei der Durchquerung der Straße von Hormus „verbrennen“ werde. Er droht auch mit einem Ölembargo: Man werde Ölpipelines angreifen und nicht erlauben, dass „auch nur ein Tropfen Öl die Region verlässt“.
+++ Teheran droht Europa +++
+++ Witkoff: Iraner prahlten mit genug Uran für elf Atomsprengköpfe +++
US-Sondergesandter Steve Witkoff erhebt schwere Vorwürfe gegen Teheran: In den gescheiterten Atomgesprächen hätten iranische Vertreter damit geprahlt, über genügend hochangereichertes Uran für elf Atomsprengköpfe zu verfügen. Konkret sollen zwei Unterhändler erklärt haben, man kontrolliere 460 Kilogramm Uran mit einem Anreicherungsgrad von 60 Prozent, sagte Witkoff dem US-Sender Fox News.
Dieses Material hätte nach seiner Darstellung innerhalb von sieben bis zehn Tagen auf waffenfähiges Niveau weiter angereichert werden können. Ein amerikanischer Vorschlag, die Urananreicherung für zehn Jahre auszusetzen, sei von Iran zurückgewiesen worden, so Witkoff.
+++ Militärische Infrastruktur im Iran zerstört +++
Die US-Streitkräfte haben bei anhaltenden Angriffen im Iran eigenen Angaben nach weitere militärische Infrastruktur ins Visier genommen. Zerstört worden seien Kommando- und Kontrollzentren der iranischen Revolutionsgarden, iranische Luftabwehrkapazitäten, Raketen- und Drohnenabschussbasen sowie Militärflugplätze, wie das für die Region zuständige US-Kommando im Nahen Osten (Centcom) auf X mitteilte. „Wir werden weiterhin entschlossen gegen unmittelbare Bedrohungen durch das iranische Regime vorgehen“, hieß es.
+++ Merz trifft Trump: Besuch im Zeichen des Iran-Kriegs +++
Drei Tage nach dem Angriff der USA und Israels auf den Iran ist Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) in Washington eingetroffen, um sich mit US-Präsident Donald Trump im Weißen Haus zu treffen. Ein Thema wird dabei ganz klar im Mittelpunkt stehen: Die Angriffe der USA und Israels auf den Iran, die sich inzwischen zu einem Krieg ausgeweitet haben, der einen großen Teil der Nahost-Region erfasst hat. Es ist der zweite Besuch des Kanzlers im Weißen Haus seit seinem Amtsantritt vor zehn Monaten. Der Erste verlief ausgesprochen harmonisch, dieses Mal dürfte es schwieriger werden.

US-Präsident Donald Trump und Bundeskanzler Friedrich Merz beim Friedensgipfel am 13. Oktober 2025 in Sharm El-Sheikh, Ägypten.
+++ Israels Armee greift erneut im Libanon an +++
Die israelische Armee greift in der Nacht erneut im Libanon an. Ziel seien Kommandozentralen und Waffenlager der mit dem Iran verbündeten Hisbollah-Miliz in der Hauptstadt Beirut, wie die Armee mitteilte. Als Reaktion auf die Tötung des obersten Führers des Irans, Ajatollah Ali Chamenei, hatte die Hisbollah in der vorherigen Nacht mehrere Raketen auf Israel abgefeuert. Das israelische Militär greift seitdem Ziele im Libanon an, unter anderem in den als Dahija bekannten Vororten von Beirut.

Libanon, Beirut: Rauch steigt aus einem zerstörten Gebäude auf, das bei einem israelischen Luftangriff getroffen wurde.

Libanon, Beirut: Rauch steigt auf von israelischen Luftangriffen in Dahieh, einem südlichen Vorort von Beirut.
+++ US-Botschaft in Riad angegriffen +++
Die US-Botschaft in der saudi-arabischen Hauptstadt Riad ist nach vorläufigen saudischen Angaben von zwei Drohnen angegriffen worden. Es sei ein «begrenztes Feuer» ausgebrochen, aber nur geringer Sachschaden entstanden, teilte ein Sprecher des saudi-arabischen Verteidigungsministeriums auf der Plattform X mit. Die US-Botschaft empfahl ihren Landsleuten in dem Königreich, sich sofort in Sicherheit zu bringen und die Botschaft bis auf weiteres zu meiden, da es zu einem Angriff auf die Einrichtung gekommen sei.
+++ Trump will Nuklear-Kapazitäten gänzlich zerstören +++
US-Präsident Donald Trump hat am Montag im East Room des Weißen Hauses eine feierliche Verleihung der „Medal of Honor“ genutzt, um den laufenden Militärschlag gegen den Iran zu verteidigen. Während er drei Soldaten ehrte – den Vietnam-Veteranen Terry P. Richardson sowie posthum den Zweiter-Weltkrieg-Helden Master Sgt. Roderick W. Edmonds und den 2013 in Afghanistan gefallenen Staff Sgt. Michael Ollis –, ging er ausführlich auf den Nahost-Konflikt und die Angriffe auf den Iran ein. Im Zentrum seiner Ansprache stand die Rechtfertigung der amerikanischen Luftschläge. Die USA hätten iranische Anlagen „mit großer Wucht zerstört“, sagte Trump. Dennoch habe das Regime versucht, an anderer Stelle weiterzumachen. Dann folgte der zentrale Vorwurf: „Sie haben unsere Warnungen ignoriert und sich geweigert, ihr Streben nach Atomwaffen zu beenden.“
Ein atomar bewaffneter Iran mit Langstreckenraketen wäre nach Trumps Worten eine „gewaltige Bedrohung für Amerika“. Den Atomdeal der Obama-Regierung nannte er erneut ein „schreckliches, gefährliches Dokument“. Hätte er nicht eingegriffen, „hätten sie vor drei Jahren Atomwaffen gehabt. Aber ich werde das nicht zulassen.“

Kein Hauch von Langeweile: US-Präsident Donald Trump am Montag im Weißen Haus
Klar definierte der Präsident seine drei Ziele: „Wir zerstören Irans nukleare Fähigkeiten“, ebenso das Programm für ballistische Raketen und verhindern, dass „der weltweit größte Sponsor des Terrorismus“ jemals wieder an eine Bombe komme. Sein Versprechen klang absolut: „Sie werden niemals eine Atomwaffe haben.“
Trump zeigte sich siegessicher. Die USA verfügten über „das stärkste und mächtigste Militär der Welt“ und lägen bereits „vor den eigenen Zeitprognosen“. Auf mögliche Kritik an der Dauer des Einsatzes reagierte er gelassen: „Es geht nicht um Umfragen.“ Entscheidend sei allein, dass der Iran keine Atomwaffen erhalte.
Zugleich wies er Spekulationen zurück, er könnte das Engagement schnell leid werden. „Manche sagen, ich werde in einer Woche genug davon haben“, zitierte er Kritiker, doch bei ihm würde keine Langeweile aufkommen. Und weiter: „Wenn es mich langweilen würde, wäre ich jetzt nicht hier.“ Der Präsident hatte zuvor angedeutet, die Operation könne vier bis fünf Wochen dauern, betonte aber, er sei bereit, sie nötigenfalls deutlich länger fortzusetzen.
+++ Israel meldet: Mehr als 600 Ziele im Iran attackiert +++
Seit Beginn der Angriffe gegen den Iran am Samstag hat die israelische Luftwaffe nach Militärangaben mehr als 600 Ziele attackiert. Ein Sprecher des Militärs teilte mit, darunter seien mehr als 20 Ziele im Umfeld iranischer Militärführer gewesen. Außerdem habe Israel nach eigenen Angaben mehr als 150 Abschussvorrichtungen beziehungsweise Einrichtungen für Boden-Boden-Raketen sowie über 200 Systeme der iranischen Luftverteidigung getroffen.
Auch im Libanon flog Israels Luftwaffe demnach weitere Einsätze. Nach Angaben des Militärsprechers wurden dort bislang mehr als 30 Stellungen der Hisbollah angegriffen. Die proiranische Miliz habe zuvor mehrere Raketen in Richtung Israel abgefeuert.
Aus dem Iran seien zudem zahlreiche Raketen und Drohnen in Richtung Israel gestartet worden. Gleichzeitig wurden laut den Angaben auch US-Ziele in den Golfstaaten angegriffen. Israel mobilisierte nach eigenen Angaben inzwischen mehr als 110.000 Reservisten, um sich auf mögliche Kämpfe an mehreren Fronten vorzubereiten.
+++ Hegseth: „Dies ist kein sogenannter Regimewechselkrieg“ +++
US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hat betont, dass der laufende Militäreinsatz gegen den Iran aus Sicht der US-Regierung nicht auf einen Machtwechsel in Teheran zielt. Bei einer Pressekonferenz sagte er: „Dies ist kein sogenannter ‚Regimewechselkrieg‘, aber das Regime hat sich tatsächlich geändert, und die Welt ist dadurch besser dran.“ Zugleich wies Hegseth die Verantwortung für den Konflikt von den USA zurück: Die USA hätten nicht den Krieg begonnen – „aber unter Präsident (Donald) Trump beenden wir ihn“.
Hegseth nutzte den Militäreinsatz außerdem für eine Abrechnung mit früheren Partnern der Vereinigten Staaten. Mit Blick auf Israel erklärte er: „Fähige Partner, wie wir von Anfang an gesagt haben, fähige Partner sind gute Partner.“ Gleichzeitig kritisierte er „traditionelle Verbündete“, die sich empört zeigten und „beim Einsatz von Gewalt nur zögern und zaudern“. Konkrete Staaten nannte er nicht.
Hegseth ergänzte: „Amerika, unabhängig davon, was sogenannte internationale Institutionen sagen, entfesselt die tödlichste und präziseste Luftangriffskampagne der Geschichte. (...) Keine dummen Einsatzregeln, kein Nation-Building-Quatsch, kein Demokratieaufbauprojekt, keine politisch korrekten Kriege. (...) Wir kämpfen, um zu gewinnen, und wir verschwenden weder Zeit noch Leben.“
„Wir werden das zu America-First-Bedingungen beenden, die Präsident Trump nach eigenem Ermessen festlegt“, fügte Hegseth hinzu.

US-Kriegsminister Pete Hegseth
Mehr NIUS: Wie die USA und Israel mit gezielten militärischen Schlägen vorgegangen sind
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