Nicki Minaj dankt Donald Trump in UN-Rede: „In Nigeria werden Christen verfolgt, aus ihren Häusern vertrieben und getötet“
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Nicki Minaj sorgt mit einem Auftritt bei den Vereinten Nationen für weltweites Aufsehen: Die „Queen of Rap“ unterstützt den US-Präsidenten Donald Trump und hält im New Yorker UN-Hauptquartier eine Rede, in der sie auf die Christenverfolgung in Nigeria aufmerksam macht.
Nicki Minaj stellt sich ganz auf die Seite der MAGA-Bewegung. In ihrer 5-Minuten-Rede am Dienstag im Hauptquartier der UN in New York sagte die einflussreiche Musikerin: „In Nigeria werden Christen verfolgt, aus ihren Häusern vertrieben und getötet. Kirchen wurden verbrannt, Familien auseinandergerissen und ganze Gemeinschaften leben ständig in Angst, einfach nur wegen ihrer Art zu beten“. Der Anlass: Die anhaltenden islamistischen Angriffe gegen Christen in Nigeria. Eingeladen wurde die Rapperin von der Trump-Administration.
„Heute wird der Glaube an viel zu vielen Orten angegriffen“
Die Rede der weltbekannten Rapperin beinhaltet eine glühende Verteidigung der Glaubensfreiheit: „Religionsfreiheit bedeutet, dass wir alle unseren Glauben verkünden können, unabhängig davon, wer wir sind, wo wir leben und was wir glauben. Aber heute wird der Glaube an viel zu vielen Orten angegriffen“, sagt die Trump-Unterstützerin. Ihrer Fan-Gemeinde, den sogenannten „Barbz“, richtet sie aus: Es ginge darum, „im Angesicht der Ungerechtigkeit“ aufzustehen.

Die Rapperin Nicki Minaj
Minaj dankt Donald Trump
In ihrer Rede erwähnt Minaj auch den US-Präsidenten: „Ich möchte Präsident Trump danken, dass er dieses Thema priorisiert hat und für seine Führung auf der globalen Bühne, indem er dringend Maßnahmen fordert, um Christen in Nigeria zu verteidigen, Extremismus zu bekämpfen und Gewalt gegen diejenigen zu stoppen, die einfach ihr natürliches Recht auf Religions- oder Glaubensfreiheit ausüben wollen.“
Eingeladen wurde Minaj von einem Berater des US-Präsidenten. Der Auslöser: Auf X dankte Minaj Anfang November dem US-Präsidenten, dass er die Vertreibung und Massaker an der christlichen Bevölkerung durch Boko Haram oder die islamistischen Fulani-Milizen in einigen Regionen des westafrikanischen Landes anprangerte. „Gott segne jeden verfolgten Christen. Lasst uns daran denken, für sie zu beten“, schrieb die Barbie-Rapperin in ihrem Post.

Der X-Post von Nicki Minaj: „Gott segne jeden verfolgten Christen.“ Und: „Danke an den Präsidenten und sein Team, dass Sie das ernst nehmen.“
Vergangene Woche bestätigte der US-Botschafter bei den Vereinten Nationen, Michael Waltz, die Einladung und bezeichnete Minaj als „nicht nur die größte weibliche Künstlerin, sondern auch als eine prinzipientreue Person, die sich weigert, im Angesicht von Ungerechtigkeit zu schweigen“.

Der X-Post von US-Botschafter Mike Waltz
Minaj macht in ihrer UN-Rede auch auf die weltweite Christenverfolgung aufmerksam: „Leider ist dieses Problem nicht nur ein wachsendes Problem in Nigeria, sondern auch in vielen anderen Ländern weltweit.“
Damit hat die Rapperin recht: Christen sind die am häufigsten verfolgte Religionsgemeinschaft weltweit. Das Hilfswerk „Open Doors“ spricht von 380 Millionen Betroffenen.
Nigerianischer Bischof macht Westen auf verfolgte Christen aufmerksam
Um auf die leidenden Christen aufmerksam zu machen, wurde am Mittwoch ein Zeichen gesetzt: Am „Red Wednesday“ wurden hunderte Kirchen, Klöster und öffentliche Denkmäler rot beleuchtet. In Deutschland und Österreich allein beteiligen sich rund 500 Pfarreien und Organisationen.

Zum „Red Wednesday“ wurde Bischof Wilfred Chikpa Anagbe eingeladen. Er spricht von einem „Dschihad gegen Christen“.
Aus diesem Anlass hat die Berliner St. Clemens-Pfarrgemeinde den nigerianischen Bischof Wilfred Chikpa Anagbe eingeladen.
Anagbe spricht oft vor westlichen Organisationen, um über die Lage der Christen in seiner Heimat aufzuklären. Er sprach etwa vor dem EU-Parlament oder einem Ausschuss des US-Kongresses über einen „Dschihad gegen Christen“ in Nigeria. Seine Botschaft: Die Konflikte in Nigeria haben sehr wohl mit Religion zu tun – und nicht lediglich ethnische oder territoriale Gründe.
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Emanuela Sutter
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