Nordic Response 2024: NATO-Manöver in Skandinavien beginnt am Montag
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Die NATO startet am Montag ein Probe-Manöver, bei dem mehr als 20.000 Soldaten aus 13 Nationen fast zwei Wochen lang in den nördlichen Regionen Finnlands, Norwegens und Schwedens an Übungen teilnehmen werden.
Über 4.000 finnische Soldaten nehmen an der von Norwegen geleiteten Übung „Nordic Response 2024“ teil. Laut dem finnischen Militär handelt es sich dabei um die größte Beteiligung Finnlands an einer ausländischen Übung. Finnland, das sich eine 1.340 Kilometer lange Grenze mit Russland teilt, trat im April 2023 der NATO bei und vollzog damit nach Jahrzehnten militärischer Neutralität einen historischen Schritt. Schweden steht kurz davor, als 32. Mitglied in das Militärbündnis NATO einzutreten. Die Ratifizierung durch alle NATO-Mitglieder wird voraussichtlich im März erfolgen.
Ein Werbevideo der norwegischen Streitkräfte zum „Nordic Response Manöver“:
Nach dem Ende des Kalten Krieges knüpften beide Länder enge Verbindungen zur NATO. Allerdings war die öffentliche Meinung aufgrund der Befürchtung, Spannungen mit Russland zu provozieren, skeptisch gegenüber einer Vollmitgliedschaft. Die Invasion Russlands in die Ukraine führte zu einem dramatischen Umschwung in der öffentlichen Meinung beider Länder. Im Mai 2022 beantragten sie gemeinsam die NATO-Mitgliedschaft.
An der Übung, die bis zum 15. März dauert und an der neben Finnland und Schweden auch Belgien, Großbritannien, Kanada, Dänemark, Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Norwegen, Spanien und die Vereinigten Staaten teilnehmen, sind Land-, See- und Luftkomponenten beteiligt. Etwa die Hälfte der Truppen wird Landübungen durchführen, während die andere Hälfte auf See trainiert. Dabei kommen über 50 U-Boote, Fregatten, Korvetten, Flugzeugträger und verschiedene amphibische Fahrzeuge sowie mehr als 100 Kampfjets, Transportflugzeuge, Seeaufklärungsflugzeuge und Hubschrauber zum Einsatz.
Finnlands neuer Präsident Alexander Stubb wird die Übung zusammen mit dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Støre am 7. März in Nordnorwegen inspizieren. Es ist Stubbs erste Auslandsreise, seit er am 1. März als neuer finnischer Staatschef und oberster Militärbefehlshaber vereidigt wurde.
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