„Öffnet die Straße von Hormus“: US-Soldat aus Iran gerettet, Trump droht Teheran
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Im Krieg mit dem Iran haben sich die Ereignisse am Sonntag weiter zugespitzt. US-Spezialkräfte bargen ein nach dem Abschuss eines Kampfjets vermisstes Besatzungsmitglied in Iran. US-Präsident Donald Trump verschärfte unterdessen vor Ablauf seines Hormus-Ultimatums erneut den Ton gegenüber Teheran.
US-Spezialkräfte haben nach Angaben aus Washington ein vermisstes Besatzungsmitglied eines über dem Iran abgeschossenen Kampfjets geborgen. Donald Trump meldete die Rettung auf Truth Social mit den Worten: „Wir haben ihn“. Der Waffensystemoffizier habe mehr als 24 Stunden im Südwesten des Iran in felsigem Gelände ausgeharrt und sich dort vor iranischen Einheiten verborgen gehalten, berichten mehrere Medien übereinstimmend.
Trump sagte zum Zustand des Geborgenen: „Er erlitt Verletzungen, aber es wird ihm gut gehen“. Zugleich lobte er ihn als „mutigen Krieger“. Der Pilot der am Freitag abgeschossenen F-15E war nach seinen Angaben bereits zuvor in Sicherheit gebracht worden. Dazu schrieb der Präsident: „Wir werden niemals einen amerikanischen Soldaten zurücklassen“.

Dramatische Rettung unter Zeitdruck
US-Medien schildern die zweite Rettungsoperation als dramatischen Einsatz unter erheblichem Zeitdruck. Die New York Times zitierte US-Beamte mit der Formulierung eines „Wettlauf auf Leben und Tod“ zwischen amerikanischen und iranischen Kräften. Trump schrieb, der Soldat sei von „unseren Feinden gejagt worden“ und diese seien ihm stündlich nähergekommen. Zur Absicherung seien „Dutzende Flugzeuge, ausgestattet mit den tödlichsten Waffen der Welt“, in Marsch gesetzt worden. Auch der Auslandsgeheimdienst CIA soll an der Ortung des Offiziers maßgeblich beteiligt gewesen sein.
Nach Darstellung Trumps war der Mann während seiner Fluchtphase dennoch „nie wirklich allein“. Das US-Militär habe seinen Aufenthaltsort in den Bergen „rund um die Uhr“ überwacht. Der Präsident sprach von einer „der gewagtesten Such- und Rettungsaktionen des US-Militärs in der Geschichte der USA“.
Den Berichten zufolge legten die eingesetzten Spezialkräfte, darunter Fallschirmjäger, tief auf iranischem Gebiet eine improvisierte Landezone an, um an den Vermissten heranzukommen. Al Jazeera zitierte einen US-Beamten, wonach es während des Einsatzes zu einem „heftigen Feuergefecht“ gekommen sei.
Laut New York Times wurde der geborgene Offizier anschließend zur medizinischen Versorgung nach Kuwait ausgeflogen. Demnach kam es bei der Evakuierung noch zu Verzögerungen, weil zwei Transportmaschinen aus technischen Gründen im Iran festsaßen. Drei Ersatzflugzeuge seien daraufhin eingesetzt worden. Die zurückgelassenen Maschinen seien schließlich gesprengt worden, um sie nicht in iranische Hände fallen zu lassen.
Teheran spricht von gescheiterter US-Mission
Aus Teheran kam eine völlig andere Darstellung. Die iranische Nachrichtenagentur Tasnim meldete nach Bekanntwerden der Rettung, die Revolutionsgarden hätten am Morgen angeblich zwei Black-Hawk-Hubschrauber der USA, ein Transportflugzeug vom Typ C-130 und mehrere Drohnen getroffen und zerstört. Tasnim veröffentlichte dazu Aufnahmen von brennenden Trümmerteilen.
Der staatliche englischsprachige Sender PressTV sprach auf X von einer „sogenannte Rettungsaktion“ des US-Militärs auf einem verlassenen Flugplatz im Süden von Isfahan, die in einem „völligen Fehlschlag“ geendet sei, weil iranische Kräfte rechtzeitig eingetroffen seien.
Trump verschärft Drohungen wegen Hormus
Parallel dazu zog der US-Präsident den Ton gegenüber Teheran weiter an. Mit Blick auf das auslaufende Ultimatum zur Öffnung der Straße von Hormus schrieb Trump am Ostersonntag auf Truth Social: „Öffnet die verdammte Straße (von Hormus), ihr verrückten Mistkerle, oder ihr werdet in der Hölle landen“.

„Am Dienstag ist im Iran gleichzeitig Tag des Kraftwerks und Tag der Brücke. Das wird ein unvergessliches Erlebnis!“ Bereits am Samstag hatte er in ähnlicher Sache gedroht, damals jedoch deutlich weniger ausfällig formuliert. Schon zuvor hatte Trump angekündigt, Irans Kraftwerke angreifen zu lassen, sollte die für den globalen Öl- und Gashandel zentrale Meerenge nicht vollständig und „ohne Drohungen“ für die Schifffahrt geöffnet werden.
Trump hatte dem Iran bereits vergangene Woche ein Ultimatum gesetzt, dieses dann aber noch einmal verlängert. Bis zum 6. April nach US-Ortszeit, entsprechend 02.00 Uhr MESZ am 7. April, werde es keine Angriffe auf iranische Kraftwerke geben, sagte er damals unter Verweis auf „sehr gute“ Gespräche. Dennoch hielten die heftigen Angriffe beider Seiten in den vergangenen Tagen an. Der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus, eine der wichtigsten Routen für den globalen Öl- und Gashandel, liegt weiterhin weitgehend still.
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