Schüsse auf Schul-Campus in Örebro: 11 Tote und viele Verletzte nach Amoklauf in Schweden
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In der schwedischen Stadt Örebro ereignete sich an einer Bildungseinrichtung eine Schießerei. Am Tag danach wird das Ausmaß der Katastrophe bekannt: 11 Menschen starben, zahlreiche verletzt. Örebro liegt rund 200 Kilometer westlich von Stockholm.
Einer der Toten ist der Täter, bestätigt der Polizeichef von Örebro, Roberto Eid Forest. Nach ersten Erkenntnissen habe er keine Verbindungen zu kriminellen Banden, auch ein Terrormotiv vermutet die Polizei nicht.
Der Vorfall ereignete sich gegen 12:30 Uhr auf dem Risbergska-Campus, auf dem sowohl Schulen für Kinder als auch Bildungseinrichtungen für Erwachsene untergebracht sind. Die Polizei ermittelt derzeit wegen versuchten Mordes und Brandstiftung.

Die Spurensicherung betritt die Schule.
Handyaufnahmen und Videos auf sozialen Medien zeigen den Beginn der Schüsse, wobei zahlreiche Schüsse zu hören sind. Weitere Berichte schildern, wie schwer bewaffnete Einsatzkräfte verschiedene Klassenräume durchsuchten. Die Polizei bestätigte, dass es zu einem Schusswechsel kam, bei dem jedoch keine Beamten verletzt wurden. In einer Pressekonferenz teilte die Behörde mit, dass es sich um einen männlichen Täter im Alter von 35 Jahren handle, ohne weitere Details zu nennen.
Zum Einsatzort rückten zahlreiche Polizeiwagen aus. Auch ein Rettungshubschrauber kam zum Campus, nachdem zusätzliche Blutkonserven angefordert. Das örtliche Krankenhaus bereitete sich auf die Aufnahme weiterer Patienten vor.
Ministerpräsident Kristersson spricht von „Terror“
Justizminister Gunnar Strömmer äußerte sich besorgt über die Vorfälle: „Die Berichte über die Gewalt in Örebro sind äußerst besorgniserregend. Die Polizei ist vor Ort, und der Einsatz läuft auf Hochtouren. Die Regierung steht in engem Kontakt mit den Behörden und verfolgt die Entwicklungen genau“, sagte er der Nachrichtenagentur TT.

Der schwedische Ministerpräsident Ulf Kristersson
Ministerpräsident Ulf Kristersson sprach in einer ersten Stellungnahme von einem traurigen Tag für das Land: „Dies ist ein sehr schmerzlicher Tag für ganz Schweden. Meine Gedanken sind auch bei all jenen, deren normaler Schulalltag durch Terror ersetzt wurde. In einem Klassenzimmer eingesperrt zu sein und sich Sorgen um das eigene Leben zu machen, ist ein Albtraum, den niemand erleben sollte.“
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