Operationen im Nordatlantik und der Karibik: USA entern russischen Öltanker
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Das US-Militär hat erneut einen sanktionierten Öltanker unter ihre Kontrolle gebracht. Die US-Küstenwache habe das offiziell staatenlose Frachtschiff „Sophia“ „zur endgültigen Klärung des Falls“ in die USA eskortiert, teilte das für die Region zuständige Südkommando des US-Militärs (Southcom) mit. Dem Schiff werden „illegale Aktivitäten“ in der Karibik vorgeworfen. Der Einsatz sei in den frühen Morgenstunden des Mittwochs erfolgt, hieß es weiter.
Kurz zuvor hatte das US-Militär einen unter russischer Flagge fahrenden Öltanker im Nordatlantik beschlagnahmt. Der Schlag sei wegen „Verstößen gegen US-Sanktionen“ auf Anordnung eines Bundesgerichts erfolgt, teilte das Europa-Kommando der US-Streitkräfte (Eucom) mit. Es handelt sich demnach um den Frachter „Bella-1“.

Das Öltankerschiff Marinera, früher bekannt als Bella-1, wird am 7. Januar 2026 vor der Küste von Island von US-Kräften geentert. Nach Angaben amerikanischer Quellen handelt es sich um ein russisches Tankerschiff.
Bei beiden Einsätzen berief sich das US-Militär auf den Schutz der westlichen Hemisphäre. Mit der westlichen Hemisphäre ist meist der Doppelkontinent Amerika samt umliegender Inseln gemeint.
Rubio: Blockade ist „enormer Hebel“
Die USA brachten in den vergangenen Wochen bereits mehrere Tanker in der Karibik auf. Zuvor hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, eine „vollständige und komplette Blockade aller sanktionierter Öltanker auf dem Weg von und nach Venezuela“ zu verhängen.

Das US-Südkommando (SOUTHCOM) hat Aufnahmen der heutigen Abfangaktion, des Enterns und der Beschlagnahme der M/T Sophia veröffentlicht. Quelle: OSINTdefender/X
Er begründete dies damit, das südamerikanische Land habe Öl, Land und andere Vermögenswerte von den USA gestohlen – diese müssten zurückgegeben werden.
Auch nach der Festnahme von Diktator Nicolás Maduro durch US-Elitesoldaten soll die Blockade vorerst beibehalten werden. Sie sei ein „enormer Hebel“, um politische Veränderungen in Venezuela herbeizuführen, sagte US-Außenminister Marco Rubio.
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