„Posterboys aus Haut und Knochen“: Hamas hungerte israelische Geiseln gezielt aus, um Propagandabilder zu erzeugen
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Die israelischen Geiseln Guy Gilboa Dalal und Evyatar David sind im Zuge des Hamas-Massakers vom 7. Oktober 2023 aus Israel entführt und monatelang im Gazastreifen festgehalten worden. Nun kommen erschütternde Details über ihre Haftbedingungen ans Licht: Nach Angaben von Guys Bruder Gal Dalal wurden beide gezielt ausgehungert – mit dem erklärten Ziel, sie als abschreckende Propagandasymbole zu präsentieren. Zuerst berichtete der Blogger Hen Mazzig über den Fall.
„Jedes Mal, wenn er etwas erzählt, merken wir, dass es noch schlimmer war, als wir dachten“, sagte Gal Dalal im Gespräch mit dem israelischen Nachrichtenportal Ynet. Über dreieinhalb Monate seien die beiden Männer von der Hamas systematisch ausgehungert worden. „Die Terroristen sagten ihnen ausdrücklich, das Ziel sei, sie zu ‚Posterboys aus Haut und Knochen‘ zu machen.“ Damit würden sie zu Symbolfiguren der Schwäche und des Elends stilisiert, um propagandistische Bilder der Geiselhaft zu schaffen.

Islamistische Propaganda, um „Symbole der Schwäche“ zu schaffen: Die Hamas ließ Evyatar David in ausgehungertem Zustand sein eigenes Grab schaufeln.
Erst nachdem ein Video der Hamas veröffentlicht worden war, in dem die ausgemergelten Geiseln zu sehen waren, und daraufhin weltweit Empörung ausbrach, sollen die Entführer begonnen haben, ihnen wieder mehr zu essen zu geben.
Das Hamas-Propaganda-Video mit Guy Gilboa Dalal:
„Er hat furchtbare Dinge beschrieben – unvorstellbares Leiden“
Die Haftbedingungen beschreibt Gal als unmenschlich: Guy sei in einem winzigen Raum festgehalten worden, in dem er sich kaum habe bewegen können. „Es fällt ihm schwer, sich zu bewegen. Seine Muskeln und Knochen schmerzen Tag und Nacht. Auch wenn er steht und lächelt – er leidet sehr.“
Die psychischen Folgen der Gefangenschaft seien enorm. „Manchmal will Guy reden und verstehen, was passiert ist. Wenn er fragt, erzählt er uns ein bisschen – aber er ist noch nicht bereit, die ganze Geschichte zu teilen. Es fällt ihm sehr schwer, und wir drängen ihn nicht.“
„Er hat furchtbare Dinge beschrieben – unvorstellbares Leiden. Was diese jungen Männer durchgemacht haben, ist jenseits aller Worte. Ich bin ehrfürchtig vor der Stärke, die sie gezeigt haben, um zu überleben“, sagte Gal.

Wiedervereint: Guy und sein Bruder Gal.
Trotz der Erleichterung über die Rückkehr seines Bruders sei klar, dass der Schmerz und die körperlichen wie seelischen Verletzungen bleiben werden: „Über die Freude hinaus beginnen wir zu verstehen, dass der Weg zur Genesung sehr lang sein wird.“
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