„Potenzial einer stabilen Energieversorgung für künftige Generationen“: Estland stimmt für den Atomeinstieg
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Das estnische Parlament hat sich für den Ausbau der Atomenergie ausgesprochen. Mit 41 zu 25 Stimmen (bei 2 Enthaltungen) stimmte der baltische Staat gestern für den Bau neuer Kernkraftwerke.
„Stabile Energieversorgung für künftige Generationen“
Der Abstimmung vorausgegangen war eine Arbeitsgruppe des estnischen Umweltministeriums. Diese verfasste einen Bericht über die Atomkraftnutzung, aus dem hervorgeht, dass der Bau eines kleinen modularen Reaktors möglich ist, um Estlands Ziel, die Dekarbonisierung des Stromsektors bis 2030, zu erreichen. Der stellvertretende Staatssekretär im Klimaministerium und Leiter der Arbeitsgruppe, Antti Tooming, erklärte dabei im Dezember, dass „die Atomkraft das Potenzial hat, eine stabile Energieversorgung in Estland für künftige Generationen zu gewährleisten.“
Tooming zufolge hilft der Einstieg in die Kernkraft zudem, die Stromversorgungssicherheit im nördlichsten der baltischen Staaten langfristig zu halten, „sodass wir unseren eigenen Strombedarf mit in Estland produziertem Strom decken können.“
Der Ausbau der Kernkraft soll dabei, wie das Portal Euractiv berichtet, helfen, bis 2030 zu 100 Prozent emissionsfreien Strom zu erzeugen und zudem aus der Energiegewinnung durch Schieferöl auszusteigen. Bislang wurde die Energieunabhängigkeit des Landes durch gefördertes Schieferöl sichergestellt, das 2021 noch 57 Prozent des Energiebedarfs gedeckt hat. Dieses gilt jedoch als einer der umweltschädlichsten fossilen Brennstoffe. Laut Statistiken der Europäischen Union machte die Förderung von Schieferöl noch 2019 56 Prozent der Treibhausgase Estlands aus.
Der erste Prototyp eines Miniatur-Kernkraftwerks könnte in Kanada gebaut werden. Auch der PKN Orlen-Konzern aus Polen hat sich für dieses Modell für einen Teil seiner geplanten Flotte von 74 modularen Reaktoren entschieden. Geklärt werden muss, wo der Reaktor gebaut werden soll. Für insgesamt 15 Regionen in Estland wurden Folgenabschätzungen kalkuliert. Eine endgültige Standortauswahl wurde noch nicht getroffen.
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