Proteste auf Grönland und in Dänemark: Diese steuerfinanzierten NGOs demonstrieren gegen Trump
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Tausende Menschen sind am vergangenen Wochenende in Dänemark und Grönland auf die Straßen gegangen, um gegen die Annexionspläne von US-Präsident Donald Trump zu demonstrieren. Unter den Organisatoren sind auch NGOs, die staatliche Gelder aus Dänemark erhalten.
In der grönländischen Hauptstadt Nuuk schwenkten Demonstranten am Wochenende Flaggen mit Anti-USA-Sprüchen und sangen Lieder der einheimischen Inuit. Dass viele Grönländer den aktuellen Status ihres Landes als autonomes Gebiet innerhalb des Königreichs Dänemark bevorzugen, zeigt das ziemlich eindeutige Ergebnis einer repräsentativen Umfrage, die die grönländische Tageszeitung Sermitsiaq und die dänische Zeitung Berlingske gemeinsam in Auftrag gegeben haben. Im Zeitraum vom 22. bis zum 26. Januar 2025 befragte man 497 repräsentativ ausgewählte Grönländer. 85 Prozent lehnen ab, dass Grönland ein Teil der USA wird, 6 Prozent befürworten das, 9 Prozent sind unentschieden.

An der Organisation der Demonstrationen in Kopenhagen beteiligten sich mehrere NGOs.
Mit hohen staatlichen Summen subventionierte Akteure mischten mit
Auch wenn das Ergebnis darauf schließen lässt, dass die Grönländer eigeninitiativ gegen die Pläne des US-Präsidenten demonstrierten, befanden sich unter den Initiatoren der Proteste – allen voran der Aktionen in Dänemark – einige mit hohen staatlichen Summen subventionierte Akteure. In Dänemark gingen unter anderem in Kopenhagen, Aarhus, Aalborg und Odense Menschen auf die Straße.

Der Demo-Aufruf von ActionAid
Wichtiger Organisator war hier beispielsweise die international agierende NGO ActionAid, die laut eigenen Angaben Teams oder aktive Programme in etwa 75 Ländern weltweit hat (Stand 2024) und sich auf internationale Entwicklungs- und Demokratieprojekte fokussiert. Die dänische Gruppe von ActionAid heißt in der Landessprache Mellemfolkeligt Samvirke und unterstützte und koordinierte grönländische Gruppen bei ihren Protesten. Ein großer Teil des Budgets von Mellemfolkeligt Samvirke stammt aus öffentlichen, projektgebundenen Förderungen, beispielsweise für Entwicklungszusammenarbeit, Bildungs- und Demokratieprojekte.

Anti-Trump-Demo in der grönländischen Hauptstadt Nuuk am 17. Januar
Für das Jahr 2023 nennt die Organisation im Jahresbericht etwa 162 Millionen Dänische Kronen (etwa 21 Millionen Euro), die man aus dem Programm Danida, der „Danish International Development Agency“, die vom dänischen Außenministerium verwaltet wird und auch Fördermittel aus der EU erhält. Die Summe macht etwa 58 Prozent des Gesamtbudgets der Organisation aus. Weitere Einnahmequellen stammen aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen, selbst erwirtschafteten Einnahmen und anderen institutionellen Förderungen. Insgesamt ergibt das 279 Millionen Dänische Kronen (entspricht 37 bis 38 Millionen Euro) Jahresbudget im Jahr 2023.
Organisationen erhalten öffentliche Fördergelder
Auch „Uagut – Landsorganisationen for Grønlændere i Danmark“, der Verband grönländischer Gemeinschaften in Dänemark, rief zu Protesten auf. Er wurde erst 2025 gegründet und erhält ebenfalls staatliche Förderung für verschiedene Projekte. Die dänische staatliche Behörde SIRI (Styrelsen for International Rekruttering og Integration) hat der Organisation Zuschüsse für konkrete Aktivitäten gewährt, beispielsweise einen Projektzuschuss aus einem Fonds zur Bekämpfung von Rassismus und Diskriminierung gegenüber Grönländern in Dänemark.
„Fællesforeningen Inuit“, eine Dachorganisation für grönländische Vereine in Dänemark, war ebenfalls organisatorisch an den Protesten in Dänemark beteiligt. Die NGO erhält öffentliche Fördergelder, und zwar hauptsächlich aus grönländischen staatlichen Töpfen, nicht direkt aus dänischen Steuergeldern. Auch vom WWF erhält die Organisation Fördergelder.

In Nuuk demonstrierten am 17. Januar 2026 tausende Menschen gegen die territorialen Ambitionen von Donald Trump. Auf der Kundgebung sprach Jens-Frederik Nielsen, Ministerpräsident von Grönland.
In Grönland gingen Menschen am Samstag ebenfalls auf die Straße. In der Hauptstadt Nuuk waren Organisatoren der Proteste beispielsweise „Hands Off Kalaallit Nunaat“, an der viele lokale Bürger und Einzelpersonen beteiligt waren. Auch die politische Führung, also der Ministerpräsident von Grönland, unterstützte den Protest öffentlich. In Nuuk war nach Medienberichten auch der grönländische Premierminister Jens-Frederik Nielsen präsent, was abermals verdeutlicht, wie breit die Proteste unterstützt wurden.
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