USA attackieren 80 Ziele im Iran
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In der Nacht haben die USA nach Angaben ihres Militärs umfangreiche Luftangriffe auf Ziele im Iran geflogen. Kurz darauf meldete Kuwait Raketen- und Drohnenbeschuss – nach Einschätzung der dortigen Behörden eine Reaktion Teherans auf die US-Angriffe. Nach Angaben des US-Militärs richteten sich die Schläge gegen militärische Einrichtungen und Hafenanlagen und dauerten mehrere Stunden. Washington bezeichnete den Einsatz als Vergeltung für iranische Angriffe auf drei Handelsschiffe in der Straße von Hormus.
Nach den erneuten Angriffen des US-Militärs auf Ziele im Süden des Irans ist der Golfstaat Kuwait laut kuwaitischen Armeeangaben unter Beschuss geraten. Die Luftabwehr wehre feindliche Raketen- und Drohnenangriffe ab, teilte die Armee des mit Washington verbündeten Landes am frühen Morgen auf X mit. Genauere Angaben gab es zunächst nicht. Auch in Bahrain heulten die Sirenen. Die Bevölkerung solle sich in Sicherheit bringen und ruhig verhalten, teilte das Innenministerium des Inselstaats im Persischen Golf mit.

Nato-Generalsekretär Mark Rutte und US-Präsident Donald Trump am Dienstag beim Nato-Gipfel in Ankara
Nato-Generalsekretär Rutte: „Absolut notwendig“
Nato-Generalsekretär Mark Rutte verteidigt die neuen US-Angriffe auf den Iran nach Attacken gegen Tanker in der Straße von Hormus. Die US-Reaktion sei „absolut notwendig“ gewesen, sagte Rutte beim Nato-Gipfel in der türkischen Hauptstadt Ankara. Wenn Iran gegen den Waffenstillstand verstoße, wie man dies mit Angriffen auf Schiffe gesehen habe, „ist eine entschiedene Reaktion der USA unerlässlich“, ergänzte der Nato-Chef.
Irans Militär hatte Medienberichten zufolge eine Reaktion auf die US-Angriffe angekündigt. Es werde eine „entschiedene Antwort auf die Aggression und den Terrorakt der USA geben“, zitierten die staatliche Nachrichtenagentur Irna und der regierungstreue Sender Press TV das iranische Hauptquartier Khatam al-Anbiya. Das US-Militär hatte nach eigenen Angaben in Reaktion auf den jüngsten Beschuss von Tankern in der Straße von Hormus mehr als 80 Ziele attackiert. Die Angriffe erfolgten trotz der geltenden Waffenruhe im Iran-Krieg.

Schiffe in der Straße von Hormus vor Bandar Abbas im Süden Irans.
Bahrain und Kuwait waren wie auch andere Golfstaaten schon mehrfach unter iranischen Beschuss geraten. Sie alle beherbergen US-Militärstützpunkte, die sich nur wenige Hundert Kilometer vom Iran entfernt befinden.
Iran pocht auf Kontrolle in der Straße von Hormus
Das iranische Militär werde „unter keinen Umständen eine Einmischung“ in die Angelegenheiten bezüglich der für den globalen Handel mit Öl, Gas und Dünger wichtigen Meerenge oder deren Verwaltung zulassen, zitierten die iranischen Medien das Hauptquartier weiter. Es wies erneut darauf hin, dass die einzige sichere Route für die Durchfahrt von Handelsschiffen und Öltankern in der Straße von Hormus die von der Islamischen Republik festgelegte Route sei.
Zuvor waren erneut mehrere Tanker in der Meerenge unter Beschuss geraten. Die USA machten dafür Teheran verantwortlich. Für die Angriffe auf Handelsschiffe müsse der Iran einen hohen Preis zahlen, erklärte das US-Militär. Das Vorgehen des Irans sei ein Verstoß gegen die Waffenruhe gewesen.
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