Proteste im Iran: Zahl der Todesopfer steigt
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Im Iran haben sich am Sonntag die Proteste gegen das Mullah-Regime fortgesetzt. In der Hauptstadt Teheran blieb es in der Nacht weitestgehend ruhig. Unterdessen droht Iran mit Angriffen auf US-Militärstützpunkte, sollten die USA in die Proteste eingreifen.

Demonstranten am Freitagabend, Barrikaden brannten.
Laut der in den USA ansässigen Nachrichtenagentur Human Rights Activists News Agency (HRANA) sind in den letzten Tagen Menschen in mindestens 180 Städten im Iran auf die Straße gegangen, um gegen das derzeitige Regime des Landes zu protestieren. Dabei seien mindestens 78 Demonstranten und 38 Sicherheitskräfte getötet worden.
Laut HRANA wurden knapp 2.600 Personen festgenommen. Die Proteste begannen am 28. Dezember auf den Basaren von Teheran und hatten zunächst die grassierende Inflation im Fokus.

Demonstranten in Teheran
Iran droht den USA
Nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit Militärschlägen für den Fall, dass die iranischen Behörden Demonstranten töten, warnte Parlamentspräsident Mohammad Baqer Qalibaf am Sonntag im Parlament die USA vor einer „Fehleinschätzung“. „Lassen Sie uns klarstellen: Im Falle eines Angriffs auf den Iran werden die besetzten Gebiete [Israel] sowie alle US-Stützpunkte und -Schiffe unser legitimes Ziel sein“, sagte Qalibaf, ein ehemaliger Kommandeur der Islamischen Revolutionsgarde.
Eine US-Intervention im Iran wird immer wahrscheinlicher. So sollen US-Außenminister Marco Rubio und Israels Ministerpräsident Benjamin Netanyahu am Samstag über entsprechende Optionen der Vereinigten Staaten gesprochen haben, berichtete die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf einen Zeugen des Gesprächs. Nähere Details der Unterhaltung sind demnach jedoch unbekannt.
Musk stellt Starlink zur Verfügung
Der Iran hatte aufgrund der Proteste eine Internetsperre verhängt. Elon Musk stellte anschließend seinen Dienst Starlink zur Verfügung. Starlink liefert mobiles Breitband über ein Netzwerk von Satelliten in der Umlaufbahn.
In sozialen Netzwerken verbreiteten sich zuletzt dennoch mehrere Aufnahmen, die Proteste vor brennenden Moscheen und staatlichen Gebäuden zeigen sollen. Besonders stark geteilt wurde ein Video, das jubelnde Menschen vor der in Flammen stehenden Al-Rasool-Moschee in Teheran zeigen soll.
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