Putins Blutspur: Am 1. Tag der Münchner Sicherheitskonferenz stirbt Erzfeind Nawalny in Haft …
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Am ersten Tag der Münchner Sicherheitskonferenz sorgt der Tod des russischen Oppositionsführers Alexei Nawalny für Schlagzeilen. Der Kreml-Kritiker soll nach einem Schwächeanfall in Haft verstorben sein.
Nach dem Gift-Anschlag 2020 auf Nawalny liegt die Vermutung nahe, dass Nawalny keines natürlichen Todes dahinschied. Putin ist bekannt dafür, seine Gegner töten zu lassen. Während die westliche Welt versucht, durch Kooperationen Einheit zu kommunizieren, demonstriert der Autokrat Putin seine Entschlossenheit, gegen jeden Feind konsequent vorzugehen.
NIUS zeigt eine Liste der Putin-Gegner, die in den vergangenen Jahren aus dem Weg geräumt oder kalt gestellt wurden:
- Pavel Antov: Der russische Tycoon fiel im Dezember 2022 aus einem Hotelfenster in Rayagada, Indien. Er hatte Putins Krieg gegen die Ukraine auf WhatsApp kritisiert.
- Ravil Maganov: Der Chef der weißrussischen Ölfirma Lukoil war offen kritisch gegenüber Russlands Invasion der Ukraine. Er starb, nachdem er aus dem Fenster eines Moskauer Krankenhauses gefallen war.
- Dan Rapoport: Der Geschäftsmann verurteilte den Russland-Ukraine-Krieg mehrmals öffentlich in den sozialen Medien. Er wurde tot vor einem Apartmentgebäude in Washington, D.C., gefunden.
Nun trifft es Alexei Nawalny
Der prominente russische Oppositionsführer und Anti-Korruptions-Aktivist, hat in der Vergangenheit wiederholt gegen Putin und seine Regierung protestiert. Im August 2020 wurde Navalny während eines Fluges von Sibirien nach Moskau plötzlich krank und fiel ins Koma. Spätere Untersuchungen in mehreren europäischen Laboren bestätigten, dass er mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet wurde, einer Substanz, die in der Vergangenheit mit russischen Geheimdiensten in Verbindung gebracht wurde. Nawalny überlebte den Anschlag und beschuldigte Putin direkt, hinter dem Mordversuch zu stehen. Nach seiner Rückkehr nach Russland im Januar 2021 wurde er sofort festgenommen und später zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt. Am Freitag machte die Meldung die Runde, dass Nawalny nach einem Schwächeanfall in einer Strafkolonie verstorben sei. Das teilten russische Behörden und die staatliche Nachrichtenagentur mit. Das oppositionelle Medium Meduza berichtete ebenfalls.

Alexei Nawalny kurz nach seiner ersten Verurteilung zu 30 Jahren Haft.
Weitere mysteriöse Todesfälle
- Sergei Skripal und Yulia Skripal: Der ehemalige russische Doppelagent Sergei Skripal und seine Tochter Yulia wurden 2018 in Salisbury, England, mit dem Nervengift Nowitschok vergiftet. Beide überlebten den Anschlag. Die britische Regierung beschuldigte Russland, hinter dem Anschlag zu stehen, was zu internationalen Sanktionen und diplomatischen Ausweisungen führte.
- Mikhail Lesin: Der russische Presseminister wurde im November 2015 in einem Hotelzimmer in Washington DC tot aufgefunden. Er hatte den englischsprachigen Fernsehsender Russia Today (RT) gegründet.
- Boris Nemtsov: Ein ehemaliger stellvertretender Ministerpräsident Russlands unter Boris Jelzin, der später zu einem großen Kritiker Putins wurde. Er wurde 2015 in der Nähe des Kremls erschossen.
- Boris Berezovsky: Ein russischer Oligarch, der nach einem Zerwürfnis mit Putin nach Großbritannien floh. Er wurde 2013 in seinem Haus in Berkshire tot aufgefunden.

Boris Berezovsky in London
- Natalia Estemirova: Eine Journalistin, die Menschenrechtsverletzungen des russischen Staates in Tschetschenien aufdeckte. Sie wurde 2009 entführt und später mit Schusswunden am Kopf in einem Wald gefunden.
- Jewgeni Prigoschin: Jewgeni Prigoschin: Der Söldner-Führer starb bei einem Flugzeugabsturz (10 Passagiere) im russischen Luftraum. Es wird vermutet, dass eine Luftabwehrrakete das Flugzeug erfasste. Prigoschin hatte zwei Monaten zuvor mit seiner Privatarmee Wagner gegen die russische Führung gemeutert, wobei die Hintergründe dieser Ereignisse bis heute unklar sind. Präsident Wladimir Putin nannte ihn einen Verräter. Die Meuterei endete damit, dass Prigoschin und Tausende seiner Bewaffneten nach Belarus gehen konnten.

Jewgeni Prigoshin
- Stanislav Markelov und Anastasia Baburova: Markelov, ein Menschenrechtsanwalt, wurde 2009 von einem maskierten Schützen in der Nähe des Kremls erschossen. Baburova, eine Journalistin, die mit ihm unterwegs war, wurde ebenfalls erschossen.
- Alexander Litwinenko: Ein ehemaliger KGB-Agent, der 2006 starb, nachdem er in einem Londoner Hotel eine mit tödlichem Polonium-210 versetzte Tasse Tee getrunken hatte.
- Anna Politkovskaya: Eine russische Journalistin, die Putin kritisierte. Sie wurde 2006 von Auftragsmördern ermordet.
- Wiktor Juschtschenko: Im Jahr 2004, während des ukrainischen Präsidentschaftswahlkampfs, wurde der pro-westliche Kandidat Viktor Yushchenko mit Dioxin vergiftet, was zu einer schweren Krankheit und dauerhaften Narben in seinem Gesicht führte. Obwohl der genaue Täter nie identifiziert wurde, glauben viele, dass pro-russische Kräfte hinter dem Anschlag steckten.
- Paul Klebnikov: Der Chefredakteur der russischen Ausgabe von Forbes wurde 2004 in einem „Drive-by-Shooting“ ermordet
- Sergei Yushenkov: Ein russischer Politiker, der versuchte zu beweisen, dass der russische Staat hinter der Bombardierung eines Apartmentblocks steckte. Er wurde 2003 ermordet.
Diese Fälle sind nur einige Beispiele für die vielen mutmaßlichen Anschläge und Mordversuche, die mit dem russischen Staat in Verbindung gebracht werden. Es ist wichtig zu betonen, dass in vielen dieser Fälle direkte Beweise fehlen und die russische Regierung jegliche Beteiligung bestreitet.
Mehr NIUS: Putin-Gegner Nawalny im russischen Gefängnis gestorben!
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