„Queers for Palestine“ wären tot in Gaza
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Es sind groteske Bilder.
Zwei queere Aktivisten tanzen auf der Straße einer italienischen Stadt zum Lied „Zombie“. Eine der Aktivisten hält ein Pali-Tuch in den Händen, der andere ist in eine Palästina-Flagge gehüllt und trägt lediglich eine Netzstrumpfhose darunter. Er reißt sich die Flagge vom Leib, fällt auf seinen Absatzschuhen beinahe nach hinten.
UN dokumentierte Folter von Homosexuellen in Gaza
Ihr Anliegen: Die Freiheit Palästinas. Was die beiden queeren Aktivisten – ebenso wie die jubelnde Menschenmenge um sie herum – nicht zu wissen scheinen, ist, dass Schwule, Lesben und „Queers“ im Gazastreifen strenger Verfolgung, Ächtung und Folter ausgesetzt sind. So dokumentiert es der UN-Human Rights Council-Bericht aus dem Jahr 2021.

Ein Ausschnitt aus dem UN-Human Rights Council-Bericht.
Darin schildert ein schwuler Palästinenser, der nun im türkischen Exil lebt: „Sie verhafteten mich, hängten mich an die Decke, verprügelten mich und verhörten mich fünf Tage lang.“ Es finden sich 15 weitere Zeugenaussagen, in denen von Folter der Hamas und der Palästinensischen Autonomiebehörde berichtet wird.
Im Jahr 2022 verstörte die Nachricht der Köpfung des schwulen Palästinensers Ahmad Hacham Hamdi Abu Marakhia. Der 25-jährige wurde aufgrund seiner Sexualität verfolgt und hatte Asyl in Israel beantragt, plante sogar nach Kanada zu fliehen. Doch bevor es dazu kommen konnte, wurde Marakhia ins Westjordanland, das ebenfalls zu einem großen Teil von der Palästinensischen Autonomiebehörde kontrolliert wird, entführt. Videos in den sozialen Netzwerken zeigten seinen leblosen Körper neben dem abgetrennten Kopf liegend.

Der 25-jährige Ahmad Hacham Hamdi Abu Marakhia wollte ein neues Leben in Kanada beginnen.
Israel ist das einzige sichere Land der Region für queere Menschen
Umso absurder sind die weltweiten Solidaritätsbekundungen queerer Menschen mit Palästina.
Denn Fakt ist, dass die meisten Schwulen oder Lesben aus dem Gazastreifen und dem Westjordanland nach Israel fliehen, dem einzigen freien und demokratischen Land der Region, in dem Menschen sicher sein können, nicht aufgrund ihrer Sexualität gefoltert oder hingerichtet zu werden.
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