Rafah-Offensive: Warum die Verhandlungen scheiterten und was danach passiert
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Die israelische Armee hat bei ihrem jüngsten Vorstoß im Osten von Rafah, einer Stadt im südlichen Gazastreifen, militärische Einrichtungen einschließlich Tunnel zerstört und mehrere Gegner getötet.
In einer Nachtaktion hat das israelische Militär, als Teil der Bodenoffensive ausgelöst durch den barbarischen Überfall der Hamas vom 7. Oktober, über 100 Ziele im Gazastreifen bombardiert. Israel intensiviert seine militärischen Operationen, insbesondere in Rafah, wo bis zu 1,5 Millionen Binnenflüchtlinge vermutet werden.
Die ganze Welt schaut auf Rafah: Die Stadt gilt als letzte Hochburg der Hamas – Israel vermutet dort die letzten Geiseln.
Eine Eroberung der Stadt scheint unumgänglich, da die Hamas sich auf keinen Geisel-Deal einließ. Israel richtete zuvor Flüchtlingslager ein und bat die Zivilisten die Stadt zu verlassen.
Diese Entwicklungen, einschließlich der Aufforderung an die Bewohner Rafahs, ihre Häuser zu verlassen, haben international Besorgnis ausgelöst, insbesondere in den USA, die daraufhin die Munitionslieferungen an Israel verzögerten. Der CIA-Direktor William Burns wird erwartet, um mit dem israelischen Premierminister über Geiselverhandlungen und eine mögliche Feuerpause zu sprechen.

Palästinenser verlassen Rafah
Der abgelehnte Waffenstillstand
Die US-Regierung hat Berichte zurückgewiesen, dass die Hamas kurz vor dem Einmarsch israelischer Truppen in Rafah einem Vorschlag für eine Waffenruhe zugestimmt hätte. „Die Hamas hat reagiert und in ihrer Antwort mehrere Gegenvorschläge gemacht“, erklärte Matthew Miller, Sprecher des US-Außenministeriums. Er präzisierte, dass es sich um ein Angebot handelte, das Ende April unterbreitet wurde. Die Hamas behauptete zwar öffentlich, dieses Angebot angenommen zu haben, jedoch bestätigte die US-Regierung, dass die Hamas-Führung stattdessen mit Änderungsvorschlägen geantwortet hat.

Israelische Merkava-Panzer
Was passiert nach der Invasion?
Israel, die USA und Ägypten haben sich darauf geeinigt, dass ein privates amerikanisches Sicherheitsunternehmen nach dem Ende des israelischen Militäreinsatzes die Verwaltung des Grenzübergangs in Rafah übernimmt. Dies berichtete die israelische Zeitung Haaretz. Die genaue Identität des Unternehmens wurde noch nicht bekannt gegeben. Der Kommunikationsdirektor des Nationalen Sicherheitsrats in den USA, John Kirby, hat erklärt, keine Kenntnis von diesem Plan zu haben.
Israel hatte während eines nächtlichen Vorstoßes in Rafah die Kontrolle über den palästinensischen Grenzübergang übernommen und sich verpflichtet, die Einrichtungen unbeschädigt zu lassen, um den laufenden Betrieb zu gewährleisten. Ziel dieser Maßnahme ist es, der Hamas die Kontrolle über den Grenzübergang zu entziehen, was ihnen auch die Möglichkeit nimmt, Steuern auf importierte Waren zu erheben. Das wird als erheblicher Rückschlag für die Organisation betrachtet.
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