Rekordmenge: Amazon zieht 15 Millionen Fälschungen aus dem Verkehr
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Amazon hat im vergangenen Jahr einen neuen Höchststand bei der Bekämpfung von Produktfälschungen erreicht: Mehr als 15 Millionen gefälschte Artikel wurden aus dem Verkehr gezogen – mehr als doppelt so viele wie noch 2023. Diese Zahlen stammen aus dem aktuellen Bericht des Unternehmens zur Produktsicherheit.
Verantwortlich für den drastischen Anstieg sei laut Kebharu Smith, Leiter von Amazons Anti-Fälschungs-Abteilung, vor allem die verbesserte Überwachung in Logistikzentren sowie koordinierte Maßnahmen in Produktionsländern. Dort gelinge es immer häufiger, Fälschungsnetzwerke bereits an der Quelle zu stören.
Ein Großteil der betrügerischen Angebote werde mittlerweile automatisch erkannt: Laut Amazon werden 99 Prozent aller verdächtigen Listings gestoppt, noch bevor eine Marke eingreifen muss. Im Vergleich zu 2020 ist die Zahl solcher präventiven Maßnahmen um 250 Prozent gestiegen. Parallel dazu sank die Anzahl von Hinweisen durch Markeninhaber um rund ein Drittel.

Für gewöhnlich sieht man Fälschungen eher auf dem türkischen Basar.
Zunehmend setzt der Online-Gigant auf Künstliche Intelligenz, um den Fälschern einen Schritt voraus zu sein. Milliarden von Datenpunkten – etwa IP-Adressen, Suchbegriffe oder Veränderungen an Produkttexten – werden täglich analysiert, um verdächtige Muster zu erkennen.
Die Methoden der Fälscher selbst sind dabei zunehmend raffiniert. In einigen Fällen werden Plagiate und ihre gefälschten Markenkennzeichen getrennt verschickt, um Kontrollen zu umgehen. Ein Beispiel: Autoteile, die aus China in die USA geschmuggelt und in neun verschiedenen LKW-Ladungen in New Jersey sichergestellt wurden.
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