Situation an Südgrenze der USA außer Kontrolle: Allein in diesem Jahr kamen über 2,4 Millionen Migranten
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Nicht nur in Deutschland, auch in den USA eskaliert derzeit die Situation an den Grenzen. Bis August überquerten über 2,4 Millionen Migranten die südliche Grenze zu Mexiko. Costa Rica ruft den Ausnahmezustand aus. Die Biden-Regierung schaut hilflos zu.
Ein neuer Ansturm von Migranten an der Grenze zwischen den USA und Mexiko setzt die Regierung von US-Präsident Joe Biden unter immensen Druck. Allein in diesem Jahr sind laut Fox News über 2,4 Millionen Migranten über Mexiko ins Land gekommen. Die letzte offizielle Zahl der Grenzbehörden stammt vom 22. September. Bis zu diesem Stichtag hätten 2.388.350 Personen die Grenze überquert. Seitdem sei die Zahl weiter gestiegen. Im August gelangten über 230.000 illegale Einwanderer in den Süden der USA.

Migranten warten an der Grenze zum Bundesstaat Kalifornien
Damit haben die USA die Rekordzahl aus dem vergangenen Jahr bereits Ende September eingeholt. Im gesamten Jahr 2022 überquerten 2,37 Millionen Migranten die südliche Grenze. Seit Joe Biden im Amt ist sollen über 7,6 Millionen illegale Einwanderer ihren Weg in die USA gefunden haben.
Mehrere republikanische Abgeordnete kritisierten die Tatenlosigkeit von Joe Biden: „Die Grenzpolitik von Präsident Biden und den Demokraten ist durch nichts mehr zu rechtfertigen“, meinte der texanische Senator Ted Cruz. „Sie weigern sich, überhaupt an die Südgrenze zu gehen, um die Verwüstung zu sehen. Wo ist Joe Biden? Wo ist Kamela Harris?“
Der Sprecher des republikanisch geführten Abgeordnetenhauses, Kevin McCarthy, droht die weitere Finanzierung für die Ukraine zu blockieren, sollte die Grenzproblematik nicht gelöst werden. Das Abgeordnetenhaus ist derzeit auf dem besten Weg, am Sonntag einen Government Shutdown (Regierungsstillstand) im Kongress zu provozieren. Die Regierung ist dann mangels Budgets in großen Teilen stillgelegt.

Migranten kampieren an der Grenze zu Kalifornien
Hunderttausende Migranten drängen derzeit aus Südamerika in die USA. Das Land Costa Rica will per Dekret den Ausnahmezustand ausrufen. Präsident Rodrigo Chaves Robles möchte damit finanzielle Mittel freigeben, um Migranten schneller in den Norden zu bringen.
Die nicht abreißende, hohe Anzahl von illegalen Einwanderern stellt mittlerweile auch zahlreiche amerikanische Großstädte vor schier unlösbare Probleme. Im August zeigte sich sogar der New Yorker Bürgermeister alarmiert: „Die Migrantenkrise hat New York zerstört. Es wird nicht mehr besser werden – von nun an geht’s bergab“, erklärte Eric Adams (Demokraten).
Parallel dazu nimmt derzeit die Beliebtheit von Joe Biden weiter ab. Knapp 41 Prozent der Amerikaner sind laut Umfragen mit der Arbeit von Joe Biden zufrieden, rund 54 Prozent lehnen sie ab. Die Missbilligung steigt seit Monaten an, wenngleich sie im Sommer 2022 allerdings auch schon einmal bei 58 Prozent lag.
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Björn Harms
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