Nach Überfall auf Rentner: Spanier und Nordafrikaner liefern sich Straßenschlachten
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Nachdem zwei jugendliche Marokkaner einen alten Mann am Mittwochmorgen brutal zusammengeschlagen haben, kommt Torre-Pacheco im Südosten Spaniens nicht zur Ruhe.
Laut Medienberichten wurde der 68-jährige Domingo Tomás Martínez bei einem Morgenspaziergang von den Jugendlichen attackiert und zusammengeschlagen.
Im Interview mit dem Fernsehsender Cuatro erzählte Martínez von dem verstörenden Vorfall am Mittwochmorgen: „Ich bin wie jeden Morgen zu meinem Spaziergang aufgebrochen. Da sah ich einen Marokkaner mit einem Handy und einen anderen, der wild gestikulierte und laut rief. Ich habe überhaupt nicht verstanden, was er sagte. Dann bin ich acht bis zehn Meter weitergelaufen. Dann kam einer rennend, ich hatte keine gute Sicht. Er lief zu mir und schlug mich, ich fiel auf den Boden.“ Martínez fasst sich an die Stirn, dorthin, wo noch immer eine große Wunde klafft: „Ich kann mir nicht vorstellen, dass diese Wunde von einer Hand kam.“
Wie das Portal Visegrad24 berichtet, handelt es sich bei den beiden Marokkanern um illegale marokkanische Einwanderer im Alter von 21 und 22 Jahren.
„Koexistenz ja, Kriminalität nein“
Am Freitagnachmittag beteiligten sich infolge der Attacke etwa 2.000 Menschen an Demonstrationen gegen die spanische Asylpolitik, es kam zu Ausschreitungen: Zunächst verfolgten wütende Spanier die Nordafrikaner in den Straßen, während marokkanische Jugendgruppen ähnlich reagierten, was zu Straßenschlachten führte.
Fünf Menschen wurden verletzt, es gab eine Festnahme. Die Zeitung El Español berichtet, die Demonstranten hätten Transparente mit der Aufschrift „Koexistenz ja, Kriminalität nein“, „Marokkanisches Pacheco-Gefühl“, „Nein zu Gewalttaten“ gezeigt. Die Polizeipräsenz wurde daraufhin deutlich verstärkt, erklärte die Delegierte der spanischen Zentralregierung in der Region Murcia, Mariola Guevara, im staatlichen Fernsehen RTVE.

Beamte nehmen Randalierer fest.
In Torre-Pacheco stellen Migranten etwa 30 Prozent der Bevölkerung, wie die Zeitung El Mundo schreibt. Dies sei doppelt so hoch wie der Durchschnitt in Spanien. In der Nacht zum Sonntag taten sich in dem etwa 40.000 Einwohner zählenden Ort südöstlich von Murcia dann erneut Menschen zusammen, um gegen in der Stadt lebende Migranten vorzugehen. Polizeibeamte hätten eine direkte Konfrontation der beiden Gruppen verhindert, sagte Bürgermeister Pedro Ángel Roca.
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Auf Fernsehbildern waren unter anderem Flaschenwürfe in Richtung der Polizei sowie in Brand gesetzte Müllcontainer und Barrikaden zu sehen. Roca sagte, es gebe keine Zahlen, wie viele Menschen sich bisher beteiligt hätten. Die Mehrheit sei aber von außerhalb angereist.
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