Straßen überflutet: New York City versinkt im Regen
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Außergewöhnlich starker Regen hat die amerikanische Ostküstenmetropole New York teilweise lahmgelegt. Autobahnen und Straßen verwandelten sich in seenartige Landschaften, auch ein Flughafenterminal wurde überflutet und gesperrt. Die Stadtverwaltung rief die Menschen am Freitag auf, wenn möglich, zu Hause zu bleiben – viele U-Bahnen fuhren nicht mehr oder hatten große Verspätungen. Gouverneurin Kathy Hochul rief den Notstand aus.
JUST IN: New York City is experiencing massive flooding causing the water to leak into the subway.
— Collin Rugg (@CollinRugg) September 29, 2023
NYC is quickly becoming a 3rd world country.
I guess when you become a sanctuary city and have to set aside 12 billion dollars to provide housing and support to hundreds of… pic.twitter.com/xWz745GojG
Auf vielen Straßen und Bürgersteigen zwischen den Häuserschluchten Manhattans sowie in Brooklyn und Queens bildeten sich tiefe Pfützen, Wassermassen schwappten darüber. Videos zeigten außerdem Busse, die beim Fahren vollliefen, auch Unterführungen von Brücken wie im Central Park waren unpassierbar. Laut Vorhersage sollte der Regen noch mindestens bis in die Nacht zum Samstag andauern.

In einigen Stadtteilen ging es nur noch mit Paddel und Boot voran.
Hochul nannte das Extremwetter ein „lebensgefährliches Ereignis“, Bürgermeister Eric Adams warnte, dass die Gefahr noch nicht vorbei sei. Die Handys von New Yorkern vibrierten am Freitag mehrere Male wegen automatischer Notfallmeldungen der Nationalen Wetterbehörde. Die dicke Wolkendecke ließ es auch mitten am Tag düster auf den Straßen erscheinen. Das Wetter stammt von einem beständigen Tiefdruckgebiet, das aus dem Tropensturm Ophelia entstand.
„Das Angebot in unserem Netz ist stark gestört aufgrund des extremen Regens“, hieß es von den öffentlichen Verkehrsbetrieben MTA. „Bitte bleiben Sie zu Hause, wenn Sie nicht reisen müssen.“

Vom Flughafen LaGuardia, an dem hauptsächlich Inlandsflüge abgehen und ankommen, hieß es, das Terminal A sei „bis auf Weiteres“ gesperrt. Auch der Flughafen John F. Kennedy teilte mit, der Regen sorge für Störungen im Betrieb.
Am Morgen und Vormittag hatte es in einigen Teilen New Yorks innerhalb weniger Stunden so viel geregnet wie sonst in einem Monat.

Rettungskräfte suchen per Boot nach eingeschlossenen Personen.
Nach Informationen der New York Times ist der September in der 8-Millionen-Metropole der nasseste seit über 140 Jahren – seit Beginn der Aufzeichnungen sei nur 1882 mehr Niederschlag gefallen. Viele New Yorker fühlten sich an den Starkregen erinnert, der vor zwei Jahren durch Hurrikan Ida die Stadt unter Wasser setzte. Damals starben mindestens elf Menschen, weil ihre Kellerwohnungen vollliefen.

Der Stadtteil Brooklyn wurde besonders schwer von den Regenfällen getroffen.
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Philippe Fischer
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