Trump will „weit mehr“ als 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen
Ein Beitrag von
US-Präsident Donald Trump will die amerikanische Truppenpräsenz in Deutschland erheblich stärker verringern als bislang verkündet. Das Pentagon hatte am Freitag zunächst mitgeteilt, rund 5000 Soldaten abzuziehen. Trump erklärte am Samstag im Beisein von Reportern in Florida, die Reduzierung werde noch deutlich umfassender ausfallen: „Wir werden weit darüber hinausgehen.“
Eine Begründung lieferte er nicht. Der Abzug der 5.000 Soldaten soll nach Pentagon-Angaben binnen sechs bis zwölf Monaten erfolgen; das entspricht etwa einem Siebtel der derzeit 36.000 in Deutschland stationierten amerikanischen Streitkräfte.
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) reagierte zurückhaltend. Der Schritt sei erwartet worden, sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Zugleich mahnte er, die Europäer müssten mehr Verantwortung für ihre Sicherheit übernehmen. Die Präsenz amerikanischer Soldaten in Europa und besonders in Deutschland liege jedoch „in unserem Interesse und im Interesse der USA“.

Der Eingang zur Ramstein Air Base in Ramstein-Miesenbach.
Hauptquartier in Ramstein vom Abzug betroffen?
In Washington stieß die Entscheidung auf parteiübergreifenden Widerstand. Der Vorsitzende des Streitkräfteausschusses im Senat, Roger Wicker (Republikanische Partei, Mississippi), und sein Pendant im Repräsentantenhaus, Mike Rogers (Republikanische Partei, Alabama), zeigten sich „sehr besorgt“. Der Abzug riskiere, „die Abschreckung zu untergraben und das falsche Signal an Wladimir Putin zu senden“. Nach ihren Angaben hat das Pentagon zudem die geplante Verlegung des Long-Range-Fires-Bataillons der US-Armee gestrichen – ein Vorgang, den Pentagon-Sprecher Sean Parnell in seiner Stellungnahme nicht erwähnte.
Die Ankündigung fällt in eine Phase wachsender Spannungen zwischen Washington und Berlin. Trump hatte zuletzt Bundeskanzler Friedrich Merz scharf attackiert, nachdem dieser den amerikanischen Kriegskurs gegen Iran kritisiert und von einer „Demütigung“ Washingtons durch Teheran gesprochen hatte. Zugleich kündigte Trump an, die Zölle auf in der Europäischen Union gefertigte Personen- und Lastkraftwagen in der kommenden Woche auf 25 Prozent anzuheben – ein Schritt, der die deutsche Automobilindustrie besonders trifft.
In Deutschland befinden sich unter anderem das Hauptquartier des U.S. European Command, die Air Base Ramstein sowie amerikanische Atomwaffen.
Mehr NIUS:
Entgegen aller Klima-Horrorprognosen: Viel mehr Korallenriffe als bisher gedacht kommen mit höheren Temperaturen zurecht
Wut über Migrationspolitik: Belfast brodelt nach versuchter Hinrichtung
G7-Staaten kündigen neue Sanktionen gegen Russland an
Mit Nummer 47 und seinem Namen: Merz schenkt Trump Deutschland-Trikot
Acht Tote bei Absturz von B-52-Bomber in Kalifornien
Trump: „Der Iran gesteht zu, niemals Atombomben zu besitzen“
Großbritannien will Social Media für Jugendliche unter 16 verbieten
US-Regierung schaltet modernste KI für Ausländer ab
Mehr NIUS:
Mit Nummer 47 und seinem Namen: Merz schenkt Trump Deutschland-Trikot
Acht Tote bei Absturz von B-52-Bomber in Kalifornien
Trump: „Der Iran gesteht zu, niemals Atombomben zu besitzen“
Großbritannien will Social Media für Jugendliche unter 16 verbieten
US-Regierung schaltet modernste KI für Ausländer ab
Volksabstimmung: 54,8 Prozent der Schweizer lehnen Begrenzung der Migration ab
Polizei beschlagnahmt Mobiltelefone: Rechter britischer Aktivist Tommy Robinson am Flughafen Heathrow festgehalten
Autofahrer rast in Grundschulgruppe: Vier Tote (drei Kinder, ein Betreuer) – 19-Jähriger festgenommen!
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare