Polizei beschlagnahmt Mobiltelefone: Rechter britischer Aktivist Tommy Robinson am Flughafen Heathrow festgehalten
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Der rechte britische Aktivist Tommy Robinson ist am Samstag am Londoner Flughafen Heathrow von der Polizei festgehalten worden. Nach Medienberichten erfolgte die Maßnahme auf Grundlage des britischen Counter-Terrorism and Border Security Act von 2019.
Robinson, der mit bürgerlichem Namen Stephen Yaxley-Lennon heißt, gab an, fast drei Stunden lang befragt worden zu sein. Zudem seien sein iPhone und ein weiteres Mobiltelefon beschlagnahmt worden. Nach britischem Recht können Sicherheitsbehörden an Grenzübergängen Personen anhalten, befragen und durchsuchen, wenn der Verdacht besteht, dass sie mit feindseligen oder sicherheitsrelevanten Aktivitäten in Verbindung stehen.
Robinson erklärte in sozialen Medien, die Maßnahme richte sich gegen seine journalistische Arbeit und seine politischen Aktivitäten. Seine Unterstützer kritisierten das Vorgehen als Eingriff in die Meinungs- und Pressefreiheit.
Auf X schrieb er: „ICH BIN WIEDER EIN TERRORIST. Ich wurde heute am Flughafen Heathrow für den Großteil von 3 Stunden festgehalten. Ich wurde unter Abschnitt 3 des Counter-Terrorism and Border Security Act 2019 festgehalten. Mein Telefon wurde von der Polizei beschlagnahmt. Also los geht’s wieder, sieht so aus, als gäb’s mehr Anwaltskosten und Gerichtsgebühren, verdammt noch mal!!! Absolute verdammte Wahnsinnigkeit. Bitte helft, meinen Verteidigungsfonds hier zu starten.“
Here is the paperwork advising me about my detention under the Counter-Terrorism and Border Security Act 2019 and what it is they are targeting me for.
— Tommy Robinson 🇬🇧 (@TRobinsonNewEra) June 13, 2026
Another post coming for the next two pictures of paperwork. https://t.co/pIr7BvOiUf pic.twitter.com/wQBEYA9TLQ

Robinson nahm nach dem Tod von Henry Nowak an Protesten teil
Der 43-Jährige steht seit Jahren im Mittelpunkt politischer Kontroversen in Großbritannien. Zuletzt hatte er im Zusammenhang mit Protesten nach dem Tod des 18-jährigen Henry Nowak in Polizeigewahrsam erneut große Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken erlangt. Dabei veröffentlichte Robinson Informationen zu geplanten Demonstrationen in Großbritannien und Nordirland.
Bereits im Jahr 2024 war Robinson im Zusammenhang mit einer Grenzkontrolle am Eurotunnel angehalten worden. Ein Gericht stellte später fest, dass nicht zweifelsfrei geklärt werden könne, ob die damalige Kontrolle rechtmäßig erfolgt war.
Robinson wird auch vorgeworfen, Aufnahmen des Vorfalls verbreitet zu haben, bei dem ein Mann, der mutmaßlich ein sudanesischer Asylbewerber war, mit einem Messer auf einem anderen Mann kniete, den er am Boden festhielt. Der Vorfall ereignete sich am Montag in Belfast und wird als mutmaßlicher versuchter Mord untersucht.
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