Vor Olympia in Paris: Mehrere Gefährder bei Bewerbungen für Sicherheitspersonal identifiziert
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Sieht sich Frankreich bei der Suche nach Personal für die Olympischen Spiele mit einem Problem der inneren Sicherheit konfrontiert? Zumindest musste der französische Innenminister, Gérald Darmanin, bei einer Anhörung im Rechtsausschuss ein brisantes Detail zugeben: In sechs Fällen haben Sicherheitsbehörden beim Bewerbung- und Registrierungsprozess Gefährder von der sogenannten „fiché S“ identifiziert.
Bei „fiché S“ handelt es sich um die französische Gefährderkartei, die der französische Inlandsgeheimdienst anfertigt und die von Sicherheitsbehörden als Kriterium genutzt wird, um zu beurteilen, ob Personen die Sicherheit des Landes bedrohen. Das „S“ steht hierbei für „sûreté de l’État“, zu Deutsch also: „Staatssicherheit“. Die Kartei umfasst mehr als 30.000 Personen, von denen mehr als die Hälfte verschiedensten Islamismus-Strömungen zugeordnet werden.

Ist bei den Olympischen Spielen mit einer Terrorgefahr konfrontiert: Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin. Islamismus-Gefahr
Sechs Fälle solcher Gefährder sind Darmanin inzwischen bekannt, die sich versucht haben, an der Organisation der anstehenden Olympischen Spiele zu beteiligen. Einige davon als private Securitymitarbeiter, aber auch als Freiwillige im Organisationskomitee oder als Fackelträger. Frankreich suche dabei nach wie vor nach Personal, um einen reibungslosen und sicheren Ablauf zu garantieren, so Darmanin. 89.000 Personalunterlagen seien inzwischen geprüft worden. Zwar versicherte Darmanin, dass es bislang „keine eindeutige terroristische Bedrohung“ gebe, doch gleichzeitig sind die Sicherheitsvorkehrungen Frankreichs immens.
Für die Sommerspiele werden in Frankreich täglich rund 30.000 Polizisten und 17.000 private Sicherheitskräfte im Einsatz sein, weil man mögliche Terrorangriffe befürchtet. Zudem sollen 15.000 Soldaten zum Einsatz kommen. „Für uns beginnen die Olympischen Spiele am 8. Mai und enden Mitte September“, so der Innenminister.
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