Vorwurf „Amtsmissbrauch“: Andrew im Epstein-Skandal wieder frei!
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Die britische Polizei hat den Ex-Prinzen Andrew am Donnerstagmorgen festgenommen. Jetzt ist er wieder frei, berichtet die Dailymail.
Andrew steht im Verdacht, umfangreiche Kontakte zu Jeffrey Epstein gehabt zu haben – die Vorwürfe reichen von Amtsmissbrauch hin zu Verbrechen gegen die sexuelle Selbstbestimmung.

Andrew beim Verlassen der Polizeistation Aylsham in Norfolk
In einem Polizeistatement heißt es: „Im Rahmen der Ermittlungen haben wir heute (19.2.) einen Mann in seinen Sechzigern aus Norfolk wegen des Verdachts auf Amtsmissbrauch (misconduct in public office) festgenommen und führen Durchsuchungen an Adressen in Berkshire und Norfolk durch.“ Andrew befand sich etwa den halben Tag in Polizeigewahrsam.

Bilder der Festnahme

Aufnahmen aus den jüngst veröffentlichten Akten zu Jeffrey Epstein: Andrew Mountbatten-Windsor auf allen Vieren über einer nicht identifizierten Frau.

Das neue Haus des ehemaligen Herzogs in Norfolk – es befindet sich kurz vor der Fertigstellung.
Im Gespräch mit BBC-Breakfast sagte der britische Premierminister Keir Starmer zu den jüngsten Entwicklungen: „Ob es Andrew ist oder jemand anderes: Jeder, der relevante Informationen hat, sollte sich bei der jeweils zuständigen Stelle melden. In diesem konkreten Fall sprechen wir über Epstein, aber es gibt viele andere Fälle.” Starmer weiter: „Jeder, der Informationen hat, die irgendeinen Aspekt von Gewalt gegen Frauen und Mädchen betreffen, hat meiner Ansicht nach die Pflicht, sich zu melden, wer auch immer er ist.” Er fügte hinzu „Eines der Grundprinzipien unseres Systems ist, dass alle vor dem Gesetz gleich sind und niemand über dem Gesetz steht. Und es ist wirklich wichtig, dass das ausnahmslos für alle gilt.”
Mehr lesen: Bizarre Aufnahmen in neuen Epstein-Akten zeigen Ex-Prinz Andrew auf allen Vieren

Über Jahrzehnte enge Bande: Andrew Mountbatten-Windsor (Ex-Prinz Andrew), Jeffrey Epstein und Ghislaine Maxwell in der Nähe von Balmoral in Schottland.

Ein Schild am Eingang zur Wood Farm auf dem Sandringham Estate in Norfolk, wo Andrew Mountbatten-Windsor vorübergehend wohnt.
Der stellvertretende Polizeichef Oliver Wright sagte am Donnerstag: „Nach einer gründlichen Prüfung haben wir nun eine Untersuchung zu diesem Vorwurf des Amtsmissbrauchs eingeleitet. Es ist wichtig, dass wir die Integrität und Objektivität unserer Ermittlungen wahren, während wir gemeinsam mit unseren Partnern diesen mutmaßlichen Straftatbestand untersuchen. Wir sind uns des großen öffentlichen Interesses an diesem Fall bewusst und werden zu gegebener Zeit über den aktuellen Stand informieren.“
Um 8 Uhr fuhren die Beamten vor
Am Donnerstagmorgen gegen 8 Uhr waren nach Angaben britischer Medien mehrere zivile Polizeifahrzeuge auf das Anwesen von König Charles in Norfolk gefahren. Wie die Daily Mail berichtet, nahmen die Beamten dort Prinz Andrew fest, der erst seit kurzer Zeit auf der Wood Farm lebt. Die BBC zufolge soll die Festnahme es den Ermittlern ermöglichen, Unterlagen zu sichern und sowohl das Anwesen in Norfolk als auch Andrews frühere Residenz in Berkshire zu durchsuchen.
Berichten zufolge kann Andrew bis zu 96 Stunden in Polizeigewahrsam bleiben oder vorzeitig gegen Auflagen freikommen. Die BBC wertet das Vorgehen als Hinweis darauf, „wie ernst die Polizei die Vorwürfe nimmt“.

Prinz Andrew (links) neben Virginia Giuffre (Mitte, damals 17) – die Jahre später schwere Vorwürfe gegen ihn erhob. Rechts daneben steht Ghislaine Maxwell. Virginia Giuffre verübte im April 2025 Suizid.
Auslöser der Maßnahmen sind neue Veröffentlichungen aus den sogenannten Epstein-Akten. Insider sprechen von einem möglichen Wendepunkt. Den Dokumenten zufolge besteht der Verdacht, dass Andrew während seiner Zeit als britischer Handelsbeauftragter zwischen 2001 und 2011 nicht ausschließlich im Interesse Großbritanniens gehandelt haben könnte. Konkret steht im Raum, dass er auf Auslandsreisen vom US-Financier Jeffrey Epstein beeinflusst worden sein soll.
Gab Andrew Regierungsinformationen weiter?
Demnach soll Epstein offizielle Kontakte Andrews zu ausländischen Entscheidungsträgern für eigene Zwecke genutzt haben. Zudem wird Andrew vorgeworfen, vertrauliche Regierungsinformationen weitergegeben zu haben, darunter sensible Angaben zu Banken. Wie die „Mail on Sunday“ berichtet, könnte Andrew im Zusammenhang mit der staatlichen Rettung der Royal Bank of Scotland interne Informationen an Epstein weitergeleitet haben. Die RBS war in der Finanzkrise 2008 mit 45 Milliarden Pfund Steuergeld gestützt worden und wurde teilweise verstaatlicht.
Während dieser Zeit war Andrew offiziell im Auftrag der britischen Regierung unterwegs, um Wirtschaftsbeziehungen zu stärken und internationale Handelskontakte auszubauen.
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