Die erste Wahlanalyse: Wer wählte Trump, wer entschied sich für Harris?
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Die ersten Exit Polls sind da: NBC News hat in Zusammenarbeit mit mehreren Umfrageinstituten in 10 wichtigen Bundesstaaten Wahltagsbefragungen durchgeführt. Dabei wurden Wähler in Arizona, Florida, Texas, Georgia, Michigan, Nevada, North Carolina, Ohio, Pennsylvania und Wisconsin befragt.
Männer entschieden sich demnach mehrheitlich für Donald Trump (54 Prozent zu 44 Prozent). Frauen hingegen sprachen sich für Kamala Harris als Präsidentin aus (54 Prozent zu 44 Prozent). Auch die Daten bei den unterschiedlichen Altersgruppen sprechen eine deutliche Sprache: Nur bei den 50- bis 64-Jährigen liegt Trump vorne. Alle anderen Altersgruppen votierten mehrheitlich für Harris.

Aufschlüsselung nach Alter: Harris-Wähler in Blau, Trump-Wähler in Rot.
Trumps Wähler kommen vor allem aus der Arbeiterschicht
Auch zwischen weißen, schwarzen, und Latino-Wählern gibt es deutliche Unterschiede. Unter weißen Wählern wurde Trump (55 Prozent zu 43 Prozent) präferiert, wobei weiße Männer sich deutlich häufiger für den neuen Präsidenten entschieden (59 Prozent zu 39 Prozent) als weiße Frauen (52 Prozent zu 47 Prozent). 2016 lag der „White Vote“ für Trump noch bei 57 Prozent, gegenüber 37 Prozent für Hillary Clinton.

Aufschlüsselung nach Bevölkerungsgruppen.
Bei schwarzen Wählern hingegen gab es eine deutliche Mehrheit für Harris (86 Prozent zu 12 Prozent). Im Jahr 2016 erhielt Trump nach den Exit Polls 8 Prozent der schwarzen Wählerstimmen und damit die höchste Unterstützung schwarzer Wähler für einen Republikaner seit George Bush im Jahr 2000. Bei den US-Präsidentschaftswahlen 2020 stieg die Unterstützung für Trump unter schwarzen Wählern sogar auf 12 Prozent. Sie ist also gleichgeblieben. Auch bei den Latinos gewann Harris (53 Prozent zu 45 Prozent) nun die meiste Unterstützung.
Die Daten machen ebenfalls deutlich: Die Wählerschaft von Trump rekrutiert sich vor allem aus der Arbeiterschaft. Während nur 41 Prozent der College-Absolventen sich für den neuen Präsidenten entschieden, votierten 54 Prozent aller Personen ohne einen College-Abschluss für ihn. Bei der Herausforderin Harris waren es 57 Prozent mit College-Abschluss und 44 Prozent ohne.
Zudem stammt der harte Kern der Wählerschicht von Donald Trump aus dem protestantisch-christlichen Milieu. Hier entschieden sich 62 Prozent der Wähler für den alten und neuen Präsidenten, aber nur 37 Prozent für die Herausforderin der Demokraten.

Aufschlüsselung der Wähler nach Religion.
Da es sich um Exit Polls aus lediglich 10 Bundesstaaten handelt, können sich die endgültigen Zahlen jedoch noch ändern.
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Björn Harms
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