Zu gefährlich fürs Land! Pakistan schiebt mehr als 100.000 Afghanen ab – warum können wir das nicht auch?!
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Pakistans Behörden haben begonnen, Hunderttausende afghanische Flüchtlinge aufgrund von Sicherheitsbedenken abzuschieben. Diese Entscheidung stößt auf heftige Kritik von UN-Organisationen, Menschenrechtsgruppen und dem afghanischen Taliban-Regime.
Pakistan hat am 3. Oktober ein Ultimatum verkündet, das Flüchtlinge ohne gültige Papiere dazu auffordert, das Land zu verlassen. Laut den Behörden leben etwa 4,4 Millionen Afghanen in Pakistan, von denen 1,7 Millionen als illegal gelten. Schon im Oktober sind 200.000 von ihnen ausgereist, hauptsächlich aus Angst vor einer Festnahme und der Schikane durch pakistanische Beamte.
Angespannte Lage an der afghanischen Grenze
Die Situation an den Grenzübergängen ist angespannt. Die afghanischen Grenzbeamten berichten von einer „Notfallsituation“, da Tausende von Rückkehrern ankommen. Die afghanische Regierung hat die Einrichtung von zwei temporären Lagern in der Nähe des Torkham-Grenzübergangs angekündigt und wohlhabende Afghanen aufgefordert, bei der Unterstützung der Rückkehrer zu helfen.

Afghanische Flüchtlinge machen sich in Konvois auf den Weg in die Heimat.
Pakistan macht keine Ausnahmen
Die Abschiebungen erfolgen in mehreren Phasen und über neu eingerichtete Haftzentren. Pakistans Interims-Innenminister Sarfaraz Bugti hat zwar eine humane Behandlung der Flüchtlinge zugesichert, aber klargestellt, dass es keine Ausnahmen geben wird. Er drohte sogar, Arbeitgeber und Vermieter von illegalen Afghanen zu bestrafen und forderte diese gleichzeitig dazu auf, illegal im Land befindliche Flüchtlinge zu melden.

Arbeitgeber und Vermieter von illegalen Afghanen wurden aufgefordert, diese zu melden.
Sicherheitsbedenken wegen erhöhter Attentat-Gefahr
Die pakistanische Regierung rechtfertigt die Abschiebungen mit Sicherheitsbedenken und weist darauf hin, dass von 24 Selbstmordattentaten in diesem Jahr allein 14 von Afghanen verübt wurden.
Die Maßnahmen erhöhen den Druck auf das Taliban-Regime in Kabul, das bereits Schwierigkeiten hat, seine eigene Bevölkerung zu versorgen. Die Rückkehr von Hunderttausenden wird die humanitäre Krise in Afghanistan weiter verschärfen. Die Taliban-Regierung bat Pakistan um mehr Zeit, um sich auf die Massen von abgeschobenen Personen vorbereiten zu können.
Und Deutschland?
Während die pakistanische Regierung hart gegen ausreisepflichtige Afghanen durchgreift, befinden sich derzeit etwa 24.000 ausreisepflichtige Afghanen in Deutschland. Der Kanzler hat „Abschieben im großen Stil“ angekündigt. Dass wir in Deutschland Bilder wie in Pakistan sehen werden, wo man es mit dem Abschieden ernst meint, scheint unwahrscheinlich. Dem Reden müsste Handeln folgen.
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