Zwei Männer geköpft, Frau mit aufgeschlitzter Kehle: Serie schwerster Gewalt erschüttert Spanien
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Im Großraum Valencia in Spanien ist es innerhalb weniger Tage zu mehreren schweren Verbrechen gekommen. Dabei wurden zwei Männer enthauptet, ebenfalls wurde einer Frau die Kehle aufgeschlitzt. Über die Taten berichten Medien spanische Medien wie La Gaceta de la Iberosfera, Las Provincias oder Las Noticias de Cuenca.
Demnach wurde erst ein Mann am Dienstagabend auf der Moreras-Brücke in Valencia enthauptet. Gegen 20:30 Uhr sollen mehrere Zeugen den Notruf gewählt haben, als sie die Gewalttat beobachteten. Dabei sollen zwei Männer vom Tatort geflohen sein – und mehrere Beweisstücke auf der Brücke hinterlassen haben, darunter ein blutgetränktes T-Shirt. Augenzeugenberichten zufolge soll der „Kopf kaum noch am Hals befestigt“ gewesen sein, als die Leiche aufgefunden wurde. Beim Opfer handelt es sich um einen 40-jährigen Spanier.
Am Samstag hat die Polizei einen polizeibekannten 32-Jährigen festgenommen, gegen den wegen versuchten Mordes ermittelt wird. Die Nationalpolizei veröffentlichte dabei ein Video der Festnahme, das den mutmaßlichen Täter zeigt. Zuvor hatte Las Provincias unter Berufung auf Quellen der Nationalpolizei berichtet, dass es sich bei dem Tatverdächtigen um einen Algerier handele. Zudem wird nach einem weiteren schwarzen Mann gefahndet, der neben dem Angreifer gestanden haben soll und womöglich an der Tat beteiligt war. Das Motiv der Tat ist noch unklar, es könnte sich aber um ein Rachedelikt handeln, schreibt die Zeitung.

Die Stadt Valencia im Osten des Landes hat 900.000 Einwohner.
„Valencia total außer Kontrolle geraten“
Zwei Tage später, in der Nacht von Donnerstag auf Freitag, wurde ein weiterer Mann im Großraum Valencia schwer im Hals- und Kopfbereich verletzt – diesmal in Carcaixent, 40 Kilometer südlich der Stadt. Dabei sollen Rettungskräfte um kurz nach Mitternacht alarmiert worden sein, als ein Mann leblos auf der Straße vorgefunden wurde.
Nach jetzigem Erkenntnisstand taumelte der Mann nach dem Angriff zwischen 50 und 60 Meter nach vorne, bevor er in der Nähe einer Bar zusammenbrach, wo einige noch anwesende Kunden die Szene beobachteten und einer von ihnen den Notruf absetzte. Der Mann soll mehrere Schnittwunden am Hals aufgewiesen haben, die durch ein Messer zugefügt worden sein sollen, wie Gaceta.es berichtet – und verstarb noch an Ort und Stelle. Ein Verdächtiger konnte noch nicht festgenommen werden. Aktuell werten Ermittler Überwachungskameras aus.
Der ehemalige Chefinspektor der Polizei in Valencia, Ricardo Ferris, prangerte im Zusammenhang mit den Delikten eine grassierende Unsicherheit an. „Valencia ist total außer Kontrolle geraten.“ Er fügte hinzu: „Jeden Tag erhalte ich Zuschriften über Opfern von barbarischen Verbrechen.“

Der Telegramkanal des Polizisten Ricardo Ferris.
Ebenfalls schwere Gewalt in Cuenca
Ebenfalls am späten Abend des vergangenen Donnerstags wurde einer 57-jährigen Frau unweit von Valencia in Cuenca (150 Kilometer Luftlinie, Kastilien-La Mancha) die Kehle durchgeschnitten. Wie eine Nachbarin gegenüber Lokalmedien erklärte, habe sie gegen 23:30 Uhr nachts die Tochter der Verstorbenen mehrmals schreien hören. Die Frau, die die Leiche offenbar gefunden hat, soll auch gesagt haben: „Sie haben sie getötet“. Kurze Zeit später traf die Polizei ein.
Am Folgetag konnte die Nationalpolizei im Stadtteil San Antón in Cuenca einen Verdächtigen mit mehr als 40 Polizisten festnehmen. Über die Identität des Mannes machte die Polizei keine Angaben, teilte aber mit, dass es sich bei dem Tötungsdelikt nicht um geschlechtsspezifische Gewalt handelt und dass der Fall unter „strenger Geheimhaltung“ steht.
Polizei intensiviert Kampf gegen illegale Migration
In Spanien ist es in jüngerer Zeit immer wieder zu Straftaten gekommen, die eine Diskussion über einen Zusammenhang zwischen Kriminalität und Zuwanderung befeuert haben. Dabei hat das Land besonders mit Zuwanderung aus Maghreb-Staaten zu kämpfen. Bereits im Frühjahr kam es zu einem Fall sexuellen Missbrauchs eines 31-jährigen Marokkaners an einer 18-Jährigen in Estepona. In Palma erstach ein Algerier einen jungen Mann. In Valencia sind im Juni bei einer Messerstecherei zwischen Marokkanern zwei Personen schwer verletzt worden.
Auch deshalb intensivieren Strafverfolgungsbehörden den Kampf gegen illegale Migration. Am Wochenende hat die Nationalpolizei in Zusammenarbeit mit Europol eine Schleuserbande illegaler Einwanderer aus Syrien und Algerien gefasst. Sie brachten fast 1.000 Einwanderer auf Schnellbooten nach Spanien. Unter den eingeschleusten Migranten sollen auch Nordafrikaner gewesen sein.
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