Corona-Untersuchungsausschuss im Sächsischen Landtag: Heute wird Epidemiologe Kekulé befragt
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Im Januar begann der Corona-Untersuchungsausschuss im Sächsischen Landtag seine Arbeit, Anfang März hielt man dann die erste Sitzung ab. Befragt wurden damals die Virologen Hendrik Streeck und Klaus Stöhr. Am Montag beantwortet nun der bekannte Epidemiologe Alexander Kekulé die Fragen der Abgeordneten.
Was hätte die Politik in der Corona-Zeit besser machen können und warum ordnete man leichtfertig Schulschließungen an? Warum wurden 2G-Regelungen verhängt, obwohl keine Daten existierten, die diese einschneidende Grundrechtseinschränkung gerechtfertigt hätten? Diesen und weiteren Fragen rund um die Pandemie-Zeit will der Sächsische Landtag über zwei Jahre hinweg auf den Grund gehen.
Am 7. März beantworteten die Virologen Hendrik Streeck und Klaus Stöhr bereits über mehrere Stunden hinweg die Fragen der Abgeordneten. Beide sagte aus, dass zu keinem Zeitpunkt belastbare Daten über die Wirkung von bevölkerungsübergreifenden Maßnahmen wie Lockdowns oder Schulschließungen vorlagen.

Hendrik Streeck (CDU), Virologe und Bundestagsabgeordneter, sitzt mit Beginn der Sitzung des Landtags-Untersuchungsausschusses zur Corona-Pandemie im Plenarsaal im Sächsischen Landtag.
Kekulé saß erst vor wenigen Tagen bei Lanz
Am Montag ist nun Alexander Kekulé an der Reihe. Der Epidemiologe und Mediziner saß erst vor wenigen Tagen in der Corona-Aufarbeitungs-Sendung bei Markus Lanz, diskutierte dort unter anderem mit Gesundheitsminister Lauterbach und Ethikrat-Chefin Alena Buyx über die Fehler, die die Deutsche Politik während der Pandemie beging.
Bei Lanz kritisierte Kekulé die umstrittenste Studie der Pandemiezeit: die von Christian Drosten zu Schulschließungen.
Bis 2027 wird es noch mindestens 30 weitere Sitzungen geben, erst dann werden Ergebnisse vorgelegt. Beantragt wurde der Ausschuss im Oktober 2024 von der Sächsischen AfD. Auch Teile des Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) stimmten zu. 18 Mitglieder besetzen den Ausschuss, mit 7 Abgeordneten stellt die CDU dabei die Mehrheit, gefolgt von der AfD mit 6 Mitgliedern und zwei BSW-Abgeordneten. Jeweils ein Abgeordneter im Ausschuss ist Mitglied von SPD, Grünen und Linken. Den Vorsitz hat der CDU-Politiker Andreas Nowak inne.
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Janina Lionello
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