Akademische Modetipps: Kopftuch-Werbung an deutscher Universität!
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Vom 4. bis zum 6. September fand an der Georg-August-Universität in Göttingen die fünfte ICONIC-Konferenz statt, organisiert von indonesischen Studenten in Deutschland. Offiziell diente die Veranstaltung dazu, „als Brücke zwischen Indonesien und Deutschland zu dienen“ und „strategisches Networking“ zu fördern. Obwohl sich die Konferenz um Umweltthemen und eine „kohlenstoffarme Entwicklung“ handeln sollte, stieß vor allem eines ins Auge: Werbung für islamische Kopftücher.
„Reduktion von Emissionen“, „Finanzierung der kohlenstoffarmen Entwicklung in Indonesien“ oder „Dekarbonisierung der Industrie- und Verkehrssektoren“. All dies und noch viel mehr waren wichtige Themen bei der fünften ICONIC (International Conference of Integrated Intellectual Community) Konferenz an der Georg-August-Universität in Göttingen, die von der Vereinigung indonesischer Studenten namens „PPI Jerman“ abgehalten wurde. Trotz des Auftritts von hochrangigen indonesischen Wissenschaftlern und noblen Themen, die sich vor allem um den Schutz der Umwelt in Indonesien drehten, überschattete vor allem ein Thema die Veranstaltung: der Islam.

Kein Wegweiser zur Moschee, sondern zur ICONIC-Konferenz: Mit Moschee-Plakaten machten indonesische Studenten an der Georg-August-Universität auf die Umweltkonferenz aufmerksam.
So wurden immer wieder islamische Symboliken, wie beispielsweise eine Moschee genutzt, um die Veranstaltung der Vereinigung indonesischer Studenten im Zentralen Hörsaalgebäude der deutschen Universität zu bewerben. Inwiefern der Islam für eine Umweltkonferenz relevant ist, ist dabei unklar. Fakt ist aber: 87 Prozent der Bevölkerung in Indonesien sind Muslime. Andere Religionen sind in der Minderheit, so beispielsweise Katholiken mit etwa drei Prozent. Wegen seiner Fläche wird Indonesien oft als „größtes muslimisches Land der Erde“ bezeichnet.
Auch wenn der Islam in Indonesien lange als gemäßigt galt, haben laut der Tagesschau in den vergangenen Jahren „konservative und radikal-islamische Stimmen an Einfluss gewonnen“, diese würden junge Mädchen und Frauen zunehmend unter Druck setzen, den Hijab, also das islamische Kopftuch zu tragen.

Diese Plakate hingen während der Konferenz für „kohlenstoffarme Entwicklung“ im zentralen Hörsaalgebäude der staatlichen Georg-August-Universität.
Kopftuchwerbung an deutscher Universität
Eben jener gesellschaftliche und politische Zwang, das Kopftuch zu tragen, zeigte sich auch bei der sogenannten ICONIC-Konferenz für „kohlenstoffarme Entwicklung“ an der Universität Göttingen. Neben der auffälligen Verschleierung von fast allen Teilnehmerinnen der Konferenz wurde auch mit Werbung auf das vermeintliche Modeaccessoire aufmerksam gemacht. Die Werbung stammt von der in Indonesien anerkannten Kopftuchmarke „Elita“, die schon junge Mädchen dazu anwirbt, das muslimische Glaubensbekenntnis um den Kopf zu tragen.

Bei der Marke „Elita“ werden auch blutjunge Mädchen dazu angehalten, das Glaubensbeknntnis zu tragen.
So finden sich auf der Instagramseite der Marke immer wieder Videos, in denen schon die jüngsten dazu angehalten werden, ein Kopftuch zu tragen. Neben Erklärvideos zum richtigen Tragen des islamischen Kopftuchs finden sich auch immer wieder Beiträge, in denen das „Hijab“ als perfektes Modeaccessoire für den Besuch der Universität angepriesen wird. Beispielsweise in diesem Instagram-Beitrag, in dem ein „Outfit-Check“ in der Universität gezeigt wird. Obwohl die Durchschnittstemperatur in der indonesischen Hauptstadt Jakarta 30,2 °C beträgt, ist die gezeigte Frau verschleiert und trägt lange Anziehsachen.
Auch in Deutschland machte sich die Marke die Universität als Werbeort für islamische Verschleierung zu Nutze: nicht nur durch gezielte Werbung, sondern auch durch den Verkauf von Kopftüchern mitten in der staatlich subventionierten Universität.

Kopftuchverkauf an der staatlich subventionierten Georg-August-Universität.
Kopftuch als „Vorbote der Islamisierung“
Im Koran selbst gibt es kein explizites Gebot zum Tragen des Kopftuchs, viel eher entstammt das Ritual des Kopftuchtragens einer politischen, nicht-westlichen Auslegung des Islams, nach der Frauen ihre Reize vor Männern verstecken müssten. Besonders bedenklich ist diese Auslegung, wenn schon junge Mädchen dazu angehalten werden, ihre „Reize“ zu verstecken.
Auch der ägyptische Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad sieht das Stück Stoff mit gesellschaftlicher Sprengkraft als kritisch an: Laut ihm sei das Kopftuch kein Zeichen von Integration und Freiheit, sondern der Abgrenzung, wie er gegenüber PZ-News berichtet. Für Abdel-Samad ist das Kopftuch für Muslime „wichtiger als die deutschen Werte“ und ein „Vorbote für die Islamisierung der Gesellschaft“.

Anfang des Jahres beteten über achtzig Muslime in der öffentlichen Universität zu „Allahu Akbar“ Rufen.
Die Eroberung des öffentlichen Raums durch den Islam
Die Georg-August-Universität in Göttingen ist eine staatliche Universität ohne religiöse Mission. Trotzdem wird die Universität immer wieder durch islamische Gruppierungen vereinnahmt, zuletzt durch ein islamisches Gruppengebet mitten in der staatlich subventionierten Lehranstalt. Während sich der Präsident der Universität, Metin Tolan, der einen türkischen Migrationshintergrund hat, bis jetzt nicht zu den Entwicklungen islamischer Gruppierungen an der niedersächsischen Hochschule geäußert hat, sprechen immer mehr Experten von einer Eroberung des öffentlichen Raums durch den Islam. So auch die Professorin für Ethnologie und Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums „Globaler Islam“ Susanne Schröter. Auch sie kommentiert den Zustand an Universitäten kritisch:
„Im öffentlichen Raum, vor allem in Schulen und mittlerweile auch an Universitäten, mehren sich mittlerweile Vorfälle, die selbst diejenigen ratlos machen, die Multikulturalität und Vielfalt bislang begrüßt und gefördert haben. Dabei geht es um den Missbrauch von Gebetsräumen, um Respektlosigkeit gegenüber Frauen, religiöses Mobbing und zahlreiche Versuche, islamische Normen durchzusetzen.“
Lesen Sie auch: Nach Männern und Frauen getrennt: Islamisches Gruppengebet in der Uni Göttingen
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Monika Weber
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