Antisemit der Woche: UN-Generalsekretär António Guterres übt sich in Täter-Opfer-Umkehr und beschuldigt Israel sexueller Gewalt
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In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unser Preisträger António Guterres.
Mit António Guterres, portugiesischem Premierminister von 1995 bis 2002 und seit 2017 Generalsekretär der Vereinten Nationen, haben die Israelis schon einige Erfahrungen gemacht. Keine schönen: Insbesondere seit dem 7. Oktober und dem durch den Überfall islamistischer Terroristen auf den jüdischen Staat ausgelösten Gaza-Krieg lässt der heute 77-Jährige kein gutes Haar an ihnen.
Tiefpunkt war bis eben, dass Jerusalem Guterres im Oktober 2024 zur „persona non grata“, also zur unerwünschten Person, erklärte. Guterres hatte nach der Raketen-Attacke des iranischen Mullah-Regimes auf Israel mitgeteilt, dass er „die Ausweitung des Nahostkonflikts mit einer Eskalation nach der anderen“ verurteile, den Iran und Israel jedoch nicht beim Namen genannt. Das war der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte, nachdem der Portugiese schon den Terror des 7. Oktober relativiert hatte, wie wir noch sehen werden.
„Schande über dich, Guterres!“
Jetzt darf Guterres nicht nur nicht mehr nach Israel einreisen (was er bei seiner Antipathie gegen das Land ohnehin kaum beabsichtigen dürfte): Das israelische Außenministerium hat mitgeteilt, jegliche Zusammenarbeit mit Guterres und seinem Büro einzustellen. Israels UN-Botschafter Danny Danon schrieb auf X, man werde den Kontakt zum Büro des Generalsekretärs bis zum Ende seiner Amtszeit im Dezember abbrechen: „Wir haben genug von diesem Generalsekretär.“
Grund für die Entscheidung ist „die schändliche und absurde Entscheidung der UN, israelische Einrichtungen in den Anhang des CRSV-Berichts aufzunehmen“, der sexualisierte Gewalt in Konflikten zu dokumentieren vorgibt. Sexuelle Übergriffe unterstellt der Bericht den israelischen Streitkräften (IDF), der Polizei und dem israelischen Gefängnisdienst, und nennt ausdrücklich die Yamam-Einheit, die Keter-Einheit des Gefängnisdienstes sowie die Force 100.
Dabei stützt sich der Bericht nicht auf harte Beweise, sondern auf Behauptungen palästinensischer Häftlinge, da es bisher keine unabhängige Untersuchung der Vorwürfe gab. Israels Botschafter in Berlin zeigte sich empört über Guterres: „Schande über dich, Guterres. Palästinensische Terroristen haben live gestreamt, wie sie Juden ermordeten, vergewaltigten und entführten. Die Beweise waren überall. Und dennoch fand deine UN Raum für Zweifel, Zögern und ‚Kontext‘. Aber wenn es darum geht, Israel zu beschuldigen, ist die UN die Erste, die blood libels [etwa: Ritualmordlegenden] verbreitet.“

António Guterres täuscht Neutralität vor, agiert aber israelfeindlich.
Massaker mit „Kontext“
Danny Danon bezeichnet diese Entscheidung als „moralische Schande“ und wirft der UNO vor, Israel auf dieselbe Stufe wie Hamas, ISIS und die schlimmsten Terrororganisationen zu stellen. Das ist das Problem: Der vorgeblich neutrale UN-Generalsekretär fällt insbesondere bei seinen Statements zum Nahostkonflikt immer wieder damit auf, dass er Terror relativiert und in einen „Kontext“ gestellt sehen will.
So hatte Guterres behauptet, die Massaker vom 7. Oktober seien „nicht in einem Vakuum“ passiert, schließlich sei „das palästinensische Volk 56 Jahren erdrückender Besatzung unterworfen“ – was nicht stimmt, denn Guterres klammert den Oslo-Prozess und die palästinensische Autonomie ebenso aus wie die Tatsache, dass Israel den kompletten Gazastreifen im Jahr 2005 räumte. Die Äußerungen des portugiesischen Sozialisten zielten also klar darauf ab, dass es Gründe oder Erklärungen für die Verbrechen der Hamas gab, Guterres machte die Opfer damit zu Tätern.
Israels Militäreinsätze im Libanon kann Guterres verurteilen, ohne den vorausgegangenen Raketenbeschuss der Hisbollah-Miliz zu erwähnen. So wie er auch zum Beschuss Israels durch die Huthi-Miliz im Jemen schwieg und in der darauf erfolgten israelischen Reaktion hingegen eine gefährliche „Eskalation“ feststellte. Und ausgerechnet kurz nach dem Massaker an mindestens 30.000 iranischen Regimegegnern gratulierte António Guterres der Islamischen Republik zum Jahrestag ihrer Revolution von 1979, wünschte dem verbrecherischen Mullah-Regime also gewissermaßen „Happy Birthday“!

Altes Muster: Guterres verurteilt Israel, ohne die Angriffe der Hisbollah zu erwähnen.
Trauer um einen UNRWA-Mitarbeiter und Hamas-Terroristen
Über die israelfeindliche Haltung der Vereinten Nationen muss man nicht mehr viel sagen. Es reicht, die Äußerungen von Francesca Albanese, der Sonderberichterstatterin für die „besetzten Gebiete Palästinas“, zu vernehmen und den „Menschenrechtsrat“ zu beobachten, der bei jeder seiner Sitzungen Israel als Tagesordnungspunkt hat und das Land am laufenden Band einseitig verurteilt.
Besonders bezeichnend ist, dass die UNRWA, das UN-Flüchtlingshilfswerk nur für die Palästinenser, erwiesenermaßen von der Hamas unterwandert ist. Einigen UNRWA-Mitarbeitern wurden terroristische Akte nachgewiesen. Guterres tat die Vorwürfe als Einzelfälle ab und lobte die Organisation als Ganze als unentbehrlichen Akteur in Nahost. Er betrauerte auch den Tod des UNRWA-Angestellten Mohammad Abu Itiwi, der nebenbei Kommandeur der Hamas-Nukhba-Einheit und einer der Hauptverantwortlichen für das Massaker und die Entführungen am 7. Oktober im Schutzraum nahe Kibbuz Re'im (Nova-Festival) war.
Die nachgewiesenen Fälle (die Gesamtzahl dürfte ein deutliches Mehrfaches betragen) nutzte Guterres, um durch Entlassungen Aufarbeitung zu simulieren. Tatsächlich handelte es sich um eine minimalistische Säuberung, die das strukturelle Problem ignorierte. Nämlich, dass ein signifikanter Teil der UNRWA-Belegschaft in Gaza mit Hamas verflochten ist, dass Hamas-Mitglieder in Schulen unterrichten (mit Lehrbüchern voller Judenhass), dass UNRWA-Einrichtungen als Waffenlager und Kommandozentralen dienten und dass die Agentur seit Jahrzehnten ein Paralleluniversum palästinensischer Radikalisierung mitfinanziert.
António Guterres aber ist stolz darauf, auf der Seite derer zu stehen, die Israel vernichten wollen: „Die Geschichte wird sich daran erinnern, dass wir an vorderster Front für die Interessen des palästinensischen Volkes gekämpft haben.“ Allerdings.

Fast alle UNRWA-Mitarbeiter sind Palästinenser, stehen der Hamas nahe oder sind sogar Mitglied.
Den moralischen Kompass schon lange entsorgt
Höchste Repräsentanten der Vereinten Nationen sollten eigentlich ein unerschütterlicher Anker der Klarheit sein: eindeutig gegen Barbarei, eindeutig für das Existenzrecht jedes Staates, eindeutig gegen die Ideologie des Völkermords. António Guterres jedoch hat sich als etwas ganz anderes erwiesen – als eloquenter Relativierer, als Meister der moralischen Äquivalenz, als intellektueller Handlanger jener, die Israel zum Sündenbock der Weltgeschichte machen wollen.
Wer den 7. Oktober nicht als apokalyptisches Pogrom erkennt, als sadistische, ideologisch getriebene Vernichtungstat einer islamistischen Todessekte, sondern als irgendwie verständliche, wenn auch bedauerliche Reaktion auf „bedrückende Besatzung“, hat seinen moralischen Kompass schon lange entsorgt. Guterres‘ „Aber“ ist kein rhetorisches Füllwort, sondern der moralische Freibrief für den Dschihad.
António Guterres findet, alle Seiten sollten deeskalieren, als gäbe es keine fundamentalen Unterschiede zwischen einem demokratischen Staat, der sein Volk schützt, und dschihadistischen Terrorregimen, die den Genozid an Juden propagieren. Aber statt Hamas, Hisbollah und den iranischen Mullahs beim Namen zu nennen – als existenzielle Bedrohung für Israel und den Frieden –, relativiert Guterres sie als Teil eines „Teufelskreises des Blutvergießens“.
Die Geschichte wird ihn nicht gnädig beurteilen. Sie wird ihn als jenen Mann erinnern, der in der Stunde der Wahrheit die Opfer verriet und den Tätern einen Kontext schenkte. Und die UN, die ihm applaudierte, als Mahnmal institutioneller Verkommenheit.
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