Alarmierende Schul-Ergebnisse aus NRW: 98 Prozent der Hauptschüler verfehlen den Mathe-Mindeststandard
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Diese Daten sind bislang unveröffentlicht und geben Anlass zur Sorge: Mehr als 75 Prozent der nach dem VERA-System geprüften Grundschüler in Nordrhein-Westfalen erfüllen die Mindestanforderungen in Orthografie nicht. Doch es kommt noch desolater: Im Bereich Mathematik sind es bei den geprüften Hauptschülern ganze 98 Prozent, die nicht einmal den Mindeststandard erreichen.
Die Ergebnisse der VERA-Erhebung, die Bildungsministerin Dorothee Feller (CDU) auf Anfrage des schulpolitischen Sprechers der AfD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen, Christian Blex, bereitstellt, beziehen sich auf das Schuljahr 2024/2025.

Dorothee Feller (CDU), Ministerin für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen
Orthografie: 75,8 Prozent der Grundschüler verfehlen die Mindestanforderungen
Besonders alarmierend sind dabei die Ergebnisse der Grundschüler im Bereich Orthografie. Feller schreibt zu den geprüften Fächern: „Allgemein gilt die Erreichung der Kompetenzstufe 3 (Regelstandard) als ein adäquates Ergebnis.“
Doch die Realität sieht anders aus: 75,8 Prozent der Prüflinge aus der dritten Klasse erfüllten die Mindestanforderungen in Sachen Rechtschreibung nicht. Die Zahl setzt sich zusammen aus 53,1 Prozent, die lediglich Kompetenzstufe 1 erreichten, und 22,7 Prozent, die bei Kompetenzstufe 2 landeten.

75,8 Prozent der Grundschüler erfüllen laut Studie nicht die Mindestanforderungen im Bereich Orthografie: 53,1 Prozent erreichen Kompetenzstufe 1 und 22,7 Prozent Kompetenzstufe 2. Der Regelstandard beginnt bei Kompetenzstufe 3.
Mathematik: 98 Prozent der Hauptschüler erfüllen die Mindestanforderung nicht
Noch alarmierender sind die Ergebnisse der Hauptschüler: Hier erfüllen ganze 98 Prozent der geprüften 8-Klässler die Mindestanforderungen in Mathematik nicht. Feller schreibt dazu: „Durch den Einsatz verschieden schwieriger Testhefte kann es keine abschlussübergreifende Darstellung geben.“
Die errechneten 98 Prozent setzen sich zusammen aus 26 Prozent, die keinen hinreichenden Nachweis für das Erreichen einer Kompetenzstufe erbringen konnten, 39 Prozent, die Testhefte mit der Kompetenzstufe 1A lösen konnten, 25 Prozent, die Testhefte mit der Kompetenzstufe 1B lösen konnten, und 8 Prozent, die die Kompetenzstufe 2 erreichten. Lediglich 2 Prozent der Hauptschul-8-Klässler konnten Stufe 3, also die Mindestanforderung, erreichen.

Nur 2 Prozent der Hauptschul-8-Klässler konnten Stufe 3, also die Mindestanforderung, erreichen.
Der Anteil der Schüler, die lediglich die Kompetenzstufe 1 erreichen, ist angestiegen
Die AfD fragte Feller außerdem: „Wie haben sich die Ergebnisse in NRW bei VERA 8 seit 2015 verändert?“ Die Antwort der Bildungsministerin: „Aufgrund der Struktur und Konzeption der Vergleichsarbeiten sind systemische Vergleiche über die Zeit nicht tragfähig.“
Insgesamt zeige sich in den letzten Jahren, dass der Anteil der Schüler, die die Kompetenzstufe 3 nicht erreichen, in allen Schulformen unterschiedlich gestiegen sei. „Darüber hinaus lässt sich erkennen, dass der Anteil der Schülerinnen und Schüler, die lediglich die Kompetenzstufe 1 erreichen, angestiegen ist. Dies gilt insbesondere ab dem Zeitpunkt der Maßnahmen im Rahmen der Corona-Pandemie.“
Die Zahlen resultieren aus den sogenannten VERA-Vergleichsarbeiten – das sind standardisierte Lernstandserhebungen für Schüler in der 3. und 8. Klasse, die zeigen, inwieweit die Schüler bestimmte Kompetenzen in Fächern wie Deutsch, Mathematik und (nur in Klasse 8) Englisch oder Französisch erreicht haben. Die Tests messen den Lernstand im Hinblick auf bundesweit gültige Bildungsstandards.

Der schulpolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion in Nordrhein-Westfalen, Christian Blex
„Überproportional viele Schüler beherrschen nicht einmal mehr die deutsche Sprache“
Christian Blex (AfD) zu NIUS: „Schulministerin Feller (CDU) muss sofort für Transparenz sorgen. Wir erwarten, dass alle Kompetenztests lückenlos an die Öffentlichkeit kommen, das gilt auch für alle künftigen Ergebnisse. Außerdem ist unmissverständlich klarzustellen, welche Schülergruppen in welchen Fächern diese peinlichen Resultate verursacht haben. Die Tatsache, dass in Brennpunktschulen überproportional viele Schüler nicht einmal mehr die deutsche Sprache beherrschen und dem Unterricht deshalb nicht folgen können, darf nicht länger Tabuthema bleiben.“
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Janina Lionello
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