Alt-Bundespräsident Gauck über den Stolz auf Deutschland
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Alt-Bundespräsident Joachim Gauck (84) hat am Dienstag in Kiel den Demokratiepreis bekommen. Mit dem Preis zeichnen der Schleswig-Holsteinische Landtag und die Sparkassen des Landes Personen aus, die sich in besonderer Weise um die freiheitlich-demokratische Grundordnung verdient gemacht haben.
In seiner Dankesrede sprach er unter anderem die anstehenden Wahlen, den Angriff auf Politiker und auch das Thema Nationalstolz an. Der Alt-Bundespräsident sagte, dass er erst „über 70 werden musste“, um das Wort Stolz überhaupt mit seinem Land in Verbindung bringen zu können.

Alt-Bundespräsident Joachim Gauck nimmt den Demokratiepreis entgegen, überreicht von Kristina Herbst (CDU), Landtagspräsidentin von Schleswig-Holstein.
„Auf dieses, so gewordene Deutschland, dürfen wir eben auch stolz sein“
Hart ins Gericht ging er mit jenen Leuten, die den Spruch „Ich bin stolz, ein Deutscher zu sein“ missbrauchen: „Da sprechen Leute, die auf ein Deutschland stolz sind, das ich verabscheue.“
Der Gauck-Appell: „Auf dieses Deutschland, so geworden in Jahrzehnten des schrittweisen Aufbaus, einer glaubwürdigen Demokratie, eines Rechtsstaats, einer Rechtstreue der Bevölkerung. Eines Staates, der auch gelernt hat durch den ostdeutschen Bevölkerungsteil, dass Deutsche Freiheit können und zu einer friedlichen Freiheitsrevolution fähig sind. Auf dieses, so gewordene Deutschland, dürfen wir eben auch stolz sein.“
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