Analyse nach Geiselnahme auf dem Rollfeld: Am Hamburger Flughafen ist noch gar nichts sicher!
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- Am Wochenende fand auf dem Flughafen Hamburg eine Geiselnahme statt.
- Der Täter raste mit seinem Auto durch eine Schranke auf das Rollfeld.
- Aktuelle Fotos zeigen, dass die Sicherungsmaßnahmen (hoffentlich) noch nicht abgeschlossen sind.
Nach der Geiselnahme vom vergangenen Wochenende hat der Chef des Hamburger Flughafens, Michael Eggenschwiler, bauliche Vorkehrungen zur Verbesserung der Sicherheit angekündigt. „Für uns steht fest, wir werden weitere bauliche Maßnahmen umsetzen, um mögliche Zugangspunkte zum Sicherheitsbereich zu verstärken“, sagte Eggenschwiler.
Für NIUS steht fest: Noch ist am Hamburger Flughafen gar nichts gesichert!

Am Samstagabend fuhr der Geiselnehmer einfach mit seinem Audi durch die Schranken des Flughafens hindurch aufs Rollfeld.
Am Sonntag hätten Sicherheitstechniker bereits erste Überprüfungen vorgenommen, hieß es. Auf die Details der geplanten Vorkehrungen könne der Flughafen-Chef nicht eingehen. Ein Sicherheitskonzept sollte nicht in der breiten Öffentlichkeit diskutiert werden. Das aktuelle Konzept am Flughafen sieht so aus:

Zusätzlich zu den zwei Schranken wurde das Metalltor geschlossen.
Im Vergleich zu anderen Flughäfen fehlen: Sicherheitspoller, Reifensperren, Wachposten. Klar: Es handelt sich eigentlich um eine Ausfahrt, aber der Zweck kann offensichtlich gedreht werden.
Klimakleber, Geiselnehmer – alle kommen rein
Nach dem Eindringen von Klimaaktivisten im vergangenen Juli sei bereits die Zahl der Streifen am Flughafenzaun erhöht worden, versichert der Flughafen-Boss. Zudem gibt es Tests mit neuen Kameras und Zaunsensorik.

Zehn Mitglieder der Klima-Gruppe Letzte Generation hatten am 13. Juli den Zaun aufgeschnitten und waren mit Fahrrädern Richtung Rollfeld gefahren. Vier hatten sich laut Bundespolizei auf Zubringerwegen nahe den Start- und Landebahnen festgeklebt.
Geiselnehmer forderte Ausreise für sich und seine Tochter
Am Samstag hatte ein 35-Jähriger mit einem Auto die Zufahrtsbeschränkungen zum Hamburger Flughafen durchbrochen und war bis auf das Vorfeld des Airports vorgedrungen. Hintergrund war ein Sorgerechtsstreit: Mit der Aktion wollte der Mann laut Staatsanwaltschaft die gemeinsame Ausreise mit seiner zuvor gewaltsam aus der Wohnung seiner Ex-Frau in Stade (Niedersachsen) entführten gemeinsamen Tochter in die Türkei erzwingen. Erst nach rund 18-stündigen Verhandlungen hatte sich der Geiselnehmer den Sicherheitskräften ergeben.
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