Angst vor Gesprächen: Jugendliche können mit dem Handy alles, außer telefonieren
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Was für ein Widerspruch!
Einerseits sieht man die allermeisten Jugendlichen keine Sekunde ohne ihr Smartphone, andererseits haben sie Angst vor dem Telefonieren. Laut einer US-amerikanischen Studie gaben 75 Prozent der Befragten an, dass sie spontane Anrufe als übergriffig empfinden. Sie argumentieren, dass diese Gespräche ein Eingriff in ihr tägliches Leben darstellt und unverhältnismäßig viel Zeit in Anspruch nimmt.
Da der Ausgang und die Dauer eines Telefonats oft ungewiss ist, scheuen viele junge Menschen den direkten, verbalen Austausch. Stattdessen bevorzugen sie das Chatten über Messengerdienste wie WhatApp oder Imessage. Experten sprechen schon vor einiger Zeit von der „Generation stumm". Viele empfinden Angst vor der direkten, verbalen Auseinandersetzung. Am ehesten noch setzen Jugendliche auf Sprachnachrichten.

Jugendliche bevorzugen Sprachnachrichten
Interessant: Vor allem Männer nutzen die Sprachnachrichten. Eine repräsentative Studie eines britischen Mobilfunkanbieters hat ergeben, das 36 Prozent der Frauen diese Funktion in Anspruch nehmen - im Gegensatz zu 62 Prozent der Männer.
Ältere Menschen empfinden gerade lange Sprachnachrichten als unangenehm, da Aufnahmen über mehr als 10 Minuten unnötig viel Zeit raubt. Oftmals kann man Konflikte bereits mit einem kurzen Telefonat klären. Kleiner Tipp: Für lange Sprachnachrichten empfiehlt sich das Abspielen in doppelter Geschwindigkeit.
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Julian M. Plutz
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