Antisemit der Woche: UN-Sondergesandte Francesca Albanese tritt mit Hamas-Führer auf und nennt Israel „gemeinsamen Feind der Menschheit“
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In Zeiten grassierender Judenfeindlichkeit, die längst auch in Teilen der Politik angekommen ist, wollen wir die schlimmsten Ausfälle sichtbar machen. Dafür verleiht NIUS jeden Freitag die „Goldene Wassermelone“ – einen Negativ-Preis für besonders auffällige Antisemiten. Die Wassermelone steht wegen ihrer Farben für die Palästina-Solidarisierung und damit auch für den Hass auf den jüdischen Staat. Diese Woche heißt unsere Preisträgerin Francesca Albanese.
Diesmal haben wir es mit einer Antisemitin zu tun, die als „unabhängige UN-Sonderberichterstatterin über die Lage der Menschenrechte in den besetzten palästinensischen Gebieten“ über vermeintliche moralische Autorität verfügt, die aktuell besonders signifikant die Präsidentin der Generalversammlung, Annalena Baerbock, den Vereinten Nationen zuschreibt.
In Wahrheit aber ist die UNO schon lange politisch bankrott – und demnächst wohl auch finanziell. Der sogenannte Menschenrechtsrat, der Albanese 2022 beauftragte und am 4. April 2025 ihre Amtszeit um drei Jahre verlängerte, ist ein Unterorgan der Generalversammlung. Ihm gehören 47 nach Regionen gewählte Mitglieder an, deren Länder es nur allzu oft selbst mit Menschenrechten nicht so genau nehmen. Dafür einigen sie sich regelmäßig darauf, Israel zu verurteilen, das als einziger Staat einen eigenen Tagesordnungspunkt bei den Sitzungen dieses Gremiums hat. Immer.
„Wir sehen jetzt, dass wir als Menschheit einen gemeinsamen Feind haben“
Entsprechend fallen die Äußerungen der Sonderbeauftragten aus. Während ihrer gesamten Amtszeit hat die Italienerin ein anhaltendes Muster antisemitischer Äußerungen und antiisraelischer Voreingenommenheit an den Tag gelegt, darunter Holocaust-Umkehrungen und -Vergleiche, die Verwendung alter Klischees, die Leugnung antisemitischer Gewalt und die Legitimierung von Terror gegen Juden und Israelis.
Kürzlich nahm Albanese am Al-Jazeera-Forum in Doha teil, neben dem Hamas-Terrorfürsten Khaled Maschaal und dem iranischen Außenminister Abbas Araghchi, dessen Regime von seinen Schergen gerade protestierende Iraner in Massen abschlachten lässt. In ihrem auf Video eingespielten Redebeitrag beklagt sich Albanese über Unterstützung für den jüdischen Staat und sagt: „Wir sehen jetzt, dass wir als Menschheit einen gemeinsamen Feind haben.“

Hamas-Führer Khaled Maschaal und Francesca Albanese bei Al-Jazeera.
Eine zeitgemäße Version von „Die Juden sind unser Unglück“, auch wenn Albanese es hinterher nicht so gemeint haben wollte. Der Satz wurde schon ganz richtig verstanden, und selbst Bundesaußenminister Johann Wadephul sagte, sie sei „in ihrer Position unhaltbar“. Auch der französische Außenminister Jean-Noël Barrot nannte Albanese eine „politische Aktivistin, die Hassreden schürt und ungeeignet für eine neutrale UN-Rolle ist“.
Menschenrechte gelten offenbar nicht für Israelis
Da passt sie wie angegossen zum UN-„Menschenrechtsrat“, der die 47-Jährige nicht zufällig in aller Welt verkünden lässt, dass Israels Existenz, das sie für ein koloniales Siedlerprojekt hält, welches die vermeintlich indigene Bevölkerung auszulöschen trachtet, im Grunde illegitim sei. Hinter der Schutzbehauptung, Menschenrechte zu verteidigen, wohnt allerdings ein tief sitzender Hass auf den jüdischen Staat als Ganzen.
Deshalb sind die Menschenrechte von Israelis, die am 7. Oktober 2023 von dschihadistischen Terroristen verschleppt, gefoltert, vergewaltigt, ermordet und verstümmelt wurden, Albanese wurscht. Das Massaker vor zweieinhalb Jahren verbucht sie nicht unter Terrorismus, sondern unter „legitimem Widerstand“. Antisemitische Gewalt erscheint in ihren Statements immer nur als verständliche Antwort auf Leid, das Israel den unschuldigen Palästinensern zufüge.

Francesca Albanese bei einer Gaza-Demo in Rom.
So kaltblütig wie Albanese muss man erst einmal sein, wenn Juden eben dem blutigsten Pogrom seit dem Holocaust zum Opfer gefallen sind. Noch am 7. Oktober, die 1200 Leichen waren noch nicht kalt, schrieb sie bei X, die Gewalt müsse in einen „Kontext“ gestellt werden. Da war sie ganz bei UN-Generalsekretär António Guterres, der später meinte, das Massaker habe nicht „im luftleeren Raum“ stattgefunden.
„Israel ist die Verkörperung des Bösen“? Albanese stimmt zu
Albanese bestreitet das judenfeindliche Motiv hinter den Verbrechen des 7. Oktober, ja sie insinuiert, Israel habe das Massaker, das „leider“ an Zivilisten verübt wurde, freudig als Gelegenheit genutzt, die Gewalt zu eskalieren, um ein „Groß-Israel“ zu schaffen. Die Hamas hingegen ist für sie eine „legitime politische Kraft“ und keine Mörderbande. Man dürfe beim Stichwort Hamas „nicht notwendigerweise an Kehlen durchschneidende, schwer bewaffnete Kämpfer denken“. Sie sei aus demokratischen Wahlen hervorgegangen, baue Schulen und Krankenhäuser – eine Art muslimische Heilsarmee. Dass die Wahl zwischen Hamas und Fatah mit Demokratie nichts zu tun hatte und die Islamisten ihre fast ebenso verbrecherischen Rivalen mit Gewalt aus dem Gazastreifen vertrieben, wird von Albanese ignoriert.
Lieber dämonisiert sie den jüdischen Staat, dem sie Apartheid, Kolonialismus und Völkermord vorwirft. Die Frau, die Israel als einen „gemeinsamen Feind der Menschheit“ betrachtet, teilte – wenig überraschend – auf der Plattform X ein Statement dieses Wortlauts:
„Israel ist die Verkörperung des Bösen. Ein künstlicher Staat, dystopisch, messianisch, fanatisch und kriminell, sich als Demokratie tarnend … Verglichen mit den Zionisten sind die Ayatollahs Ärzte ohne Grenzen.“

Diesen ekelhaften Post teilte Albanese auf X.
„Verkörperung des Bösen“ – genau so sieht Francesca Albanese den jüdischen Staat auch. Kein Wunder, dass sie ihn am liebsten aus den Vereinten Nationen ausgeschlossen sähe und eifrige Anhängerin der BDS-Bewegung ist, einer internationalen Kampagne, die den Staat Israel wirtschaftlich, kulturell und politisch isolieren will.
Gegen Albanese selbst verhängten die USA im Juli 2025 Sanktionen, weil sie voreingenommen und antisemitisch sei. Als sie die eigene Medizin zu schmecken bekam, jammerte Albanese öffentlich: „Und was bedeutet es, von einer Supermacht sanktioniert zu werden? Das ist schrecklich, weil es mein Leben verändert. Es hat tiefgreifende Auswirkungen auf mein Privatleben, das meiner Familie, und das ist inakzeptabel. Das verstößt gegen die Charta der Vereinten Nationen. Das verstößt gegen das Übereinkommen der Vereinten Nationen über Vorrechte und Immunitäten.“

Auch mit Israel-Hasserin Greta Thunberg zeigt sich Albanese.
Demnächst in Ihrem Kino
Als sie einmal mit Mohammad Hannoun auf einer Bühne stand, der vom US-Finanzministerium als Hamas-Ableger in Italien eingestuft wird – ein Mann, der laut der Anti-Terror-Abteilung angeblich den militärischen Flügel der Hamas über gefälschte Wohltätigkeitsorganisationen finanziert hat –, spielte Albanese den Vorfall herunter. Sie reise viel herum und immer wieder würden Menschen sie um ein Foto bitten.
Dass die UN-Sonderberichterstatterin aber ohnehin keine Berührungsängste hat, wenn es um Judenmörder geht, zeigte zuletzt ihre bereits erwähnte Teilnahme an der Al-Jazeera-Veranstaltung. Im Gegenzug nimmt die Hamas sie gegen Antisemitismusvorwürfe in Schutz und weist Rücktrittsforderungen zurück: Albanese stehe für gewissensgeleitete Positionen, menschliche Werte und humanitäres Recht.
Demnächst auch in Ihrem Kino: Am 30. und 31. März werden im vom Berliner Senat dieses Jahr mit rund 580.000 Euro geförderten „Babylon“ in Berlin-Mitte zwei Filmvorführungen stattfinden, bei denen Francesca Albanese auftreten soll. Diesen Abenden sehen die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt und ihre Senatorin Sarah Wedl-Wilson „mit deutlicher Distanz entgegen“, ließ eine Sprecherin verlauten. Auch wenn solche Auftritte „nur schwer auszuhalten“ seien, seien sie von der Kunstfreiheit gedeckt.
Und in den – nicht nur Berliner – Kunst- und Kulturbetrieb passt Frau Albanese ebenso gut wie zum UN-Menschenrechtsrat.
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