Arche-Sprecher rechnet mit Ministerin ab: „Lisa Paus hat sich nicht über die Kinder informiert, wollte nur ein paar Fotos für ihre Zwecke machen“
Ein Beitrag von
Das Hilfswerk „Die Arche“ kümmert sich deutschlandweit um 7000 bis 10.000 Kinder und Jugendliche aus prekären Verhältnissen. Sie erhalten Unterstützung bei den Hausaufgaben, eine Mahlzeit, ein sportliches Angebot und lernen Deutsch.
Wolfgang Büscher arbeitet seit über 20 Jahren als Pressesprecher für die Arche in Berlin. Und ist gleichzeitig engagierter Sozialarbeiter. Sein Job ist vor allem: für die Jugendlichen da sein, zuhören, sich kümmern, das Schlimmste verhindern. Von der Politik fühlt er sich komplett im Stich gelassen.
Im Nachrichten-Talk „Stimmt!“ erzählt er, warum er längst keine Hilfe mehr von Politikern erwartet. „Wir haben sie alle in der Arche gehabt. Den Bundeskanzler, Ricarda Lang, sie haben alle fleißig zugehört und dann sind sie nach Hause gegangen und von keinem haben wir je wieder was gehört.“

Wolfgang Büscher bei „Stimmt!“
„Wenn ihr die Schnauze haltet, bekommt Ihr auch Geld“
Das sei deprimierend. „Was meinen Sie, wie oft wir gefragt werden, Basismaterial für Parteiprogramme zur Verfügung zu stellen?“ Viele Politiker seien nur an der eigenen Darstellung interessiert, nicht an der Arbeit, die tagtäglich in der Arche geleistet wird, so Büscher. Finanzielle Unterstützung? Fehlanzeige.
„Mir hat mal ein Berliner Bürgermeister gesagt, wenn ihr die Schnauze haltet, bekommt Ihr auch Geld.“ Aktuell erhalte die Arche keinen Cent öffentliche Gelder. Dieses Jahr würden 22 Millionen aus Privatspenden benötigt, um die laufenden Kosten zu decken. „Wir sind einfach zu laut“, sagt Büscher. „Das will man nicht hören“.
„Das allerschlimmste Beispiel war, als Lisa Paus bei uns war“
Ein Politiker-Besuch sei ihm besonders in Erinnerung geblieben: „Das allerschlimmste Beispiel war, als Lisa Paus bei uns war“, erzählt er im „Stimmt“-Talk. „Die ist durchs Haus gelaufen und hat dann mit ihrem ersten Satz den Gründer der Arche angesprochen: ‚Wie viel Gottesdienste lesen Sie denn so in der Woche?‘“ Es sei eine vollkommen planlose Frage gewesen. „Sie hat sich nicht über die Kinder informiert, hat nicht mit Kindern gesprochen, wollte ein paar Fotos für ihre PR-Zwecke machen“, erzählt Büscher. Spannend ist, dass Familienministerin Paus sich aktuell besonders für das Demokratiefördergesetz starkmacht. Dieses ermöglicht Nichtregierungsorganisationen eine dauerhafte Finanzierung. Die meisten Projekte sind links ausgerichtet.
Die Ernsthaftigkeit der Lage, in der sich viele Kinder und Jugendliche befinden, sei bei der Politik einfach nicht angekommen. Am Ende seien es Einrichtungen wie die Tafel und die Arche, die größeren Schaden verhinderten. „Wir versuchen, die Probleme zu lösen, die die Regierung macht“, so Büscher.
Die ganze Folge „Stimmt!“ gibt es hier:
Mehr NIUS:
Plötzlich sollen diese Yogaklamotten rechts sein
Neue Studie: Deutschland verliert seine Besten
Polizei Brandenburg warnt Eltern vor „rechtsextremen Online-Strategien“
Trans-„Tochter” von Elon Musk in Dessous: „Trans-Körper werden angefeindet und dämonisiert”
Neue Oxford-Untersuchung zeigt: Über 90 Prozent aller Studien in den Sozialwissenschaften sind links
In Sachsen-Anhalt fordern selbst Linke Abschiebungen
Antisemit der Woche: UN-Generalsekretär António Guterres übt sich in Täter-Opfer-Umkehr und beschuldigt Israel sexueller Gewalt
„Omas gegen Rechts“ bringen neuen KI-Chatbot heraus
Mehr NIUS:
Trans-„Tochter” von Elon Musk in Dessous: „Trans-Körper werden angefeindet und dämonisiert”
Neue Oxford-Untersuchung zeigt: Über 90 Prozent aller Studien in den Sozialwissenschaften sind links
In Sachsen-Anhalt fordern selbst Linke Abschiebungen
Antisemit der Woche: UN-Generalsekretär António Guterres übt sich in Täter-Opfer-Umkehr und beschuldigt Israel sexueller Gewalt
„Omas gegen Rechts“ bringen neuen KI-Chatbot heraus
Gescheiterte Timmy-Rettung sorgt weltweit für Spott: „Deutschland hat den Verstand verloren“
#Männerhass: Wie ständig neue Internettrends Beziehungen schlechtreden
Nach „Lackaffe“-Strafbefehl: Drei weitere Merz-Beleidigungen werden von Staatsanwaltschaft Heilbronn verfolgt
Redaktion
Artikel teilen
Kommentare