Auf queerem Gottesdienst: „Ich schäme mich für meine Kirche“ – Regenbogenpastor hetzt gegen Christen!
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Genderideologie statt Brotbrechen, homosexuelle Pastoren statt Orgelmusik, Regenbogenflaggen statt Weihrauch ...
Vergangenen Sonntag fand in Göttingen ein „queerer Gottesdienst“ statt, bei dem es darum ging, die „bestehenden gesellschaftlichen Kategorien aufzubrechen“, Transsexuelle in die Kirche zu integrieren und mit dem traditionellen Bild des „weißen, alten cis-Gott“ zu brechen. Vor allem Pastor Jochen Flebbe fand in dem Gottesdienst seine Abrechnung mit der Kirche.
Es sind skurrile Bilder: Neonlicht in der Kirche, Gottesdienstbesucher mit „They/them“- oder „Er/ihm“-Schildern auf ihrer Kleidung, eine riesige Regenbogenflagge auf dem Altar und ein Pastor, der Sexualität und seine Scham gegenüber der eigenen Kirche zum Hauptgegenstand seiner Predigt macht.

Beim „queeren Gottesdienst“ in der St. Nikolai Kirche beteten die Besucher nicht nur Jesus, sondern auch eine LGBTQ-Flagge an.
Vergangenen Sonntag fand in der Göttinger Universitätskirche St. Nikolai ein „queerer Gottesdienst“ statt, der von der evangelischen und katholischen Hochschulgemeinde in Göttingen organisiert wurde. Ziel des Gottesdienstes sollte es sein, „die bestehenden gesellschaftlichen Kategorien aufzubrechen“ und „Vielfalt zu feiern und hervorzuheben, dass diese Vielfalt gut ist, sowie sie ist“.
„Es gibt so viele Geschlechter, wie es Menschen gibt“
Die beworbene Vielfalt zeigte sich auf dem „queeren Gottesdienst“ vor allem in der Verbreitung der Gendertheorie, einer philosophisch-sozialwissenschaftlichen Theorie, die das Konzept des biologischen Geschlechts ablehnt und Geschlechter stattdessen für ein rein soziales Konstrukt erklärt. Neben zahlreichen bunten Flaggen in der Kirche, die für verschiedene Geschlechtsidentitäten und sexuelle Präferenzen wie Bisexualität, Transsexualität, Asexualität „Pansexualität“ und „Nonbinary“ stehen sollten und einem Büchertisch mit Titeln wie „Feministische Bibelauslegung“ oder „Queer-Affirming Pastoral Care“ basierten auch die Predigten des ökumenischen Gottesdienstes auf gendertheoretischen Inhalten.

Am vergangenen Sonntag waren statt Kreuzen vor allem LGBTQ-Flaggen der historischen St. Nikolai Universitätskirche in Göttingen zu sehen.
So betonte der Universitätspastor Jochen Flebbe in seiner Predigt nicht nur: „Jeder Mensch ist genauso richtig, wie er oder sie oder they von Gott geschaffen ist“, sondern stellte auch immer wieder das Geschlecht Gottes infrage. Eine junge Theologiestudentin legte in ihrer Predigt sogar noch eine Schippe drauf: „Letztendlich gibt es so viele Geschlechter, wie es Menschen gibt“. Die Vielfalt hat aber auch Grenzen. „Sobald wir über den eigenen Tellerrand schauen, müssen wir feststellen, dass es nicht nur so viele Geschlechter wie Menschen gibt, sondern leider auch so viele Meinungen. Und darunter sind nicht nur demokratische Meinungen. Darunter sind auch Meinungen, die ausgrenzen, die verletzen und die Hass sähen.“ Ergänzte ein weiterer Theologiestudent in seiner Rede. Darauf, welche spezifischen Meinungen ausgrenzend oder verletzend seien, geht er allerdings nicht weiter ein.

Neben Büchern mit Titeln wie „Echt schwul, echt Christ“ lagen in der Kirche auch Flyer für die Trans-Beratung und das „Flaggen-ABC“ aus.
„Ich schäme mich für meine Kirche“
Im Mittelpunkt des Gottesdienstes stand vor allem die Predigt des Universitätspastors Jochen Flebbe. Dieser sprach in seiner Predigt nicht etwa über die evangelische Theologie oder zentrale Figuren des Christentums wie Jesus Christus, sondern vor allem über Sexualität und seine persönliche Scham gegenüber der Kirche und gegenüber dem Christentum.
Neben Steinen, die „Von allen Kirchen, Schwulen und Lesben, Transmenschen und Nonbinären, Pansexuellen, asexuellen Menschen, die wie Gott sie geschaffen hat, in den Weg gelegt wurden“ schämte sich Flebbe noch für viele weitere Punkte in der Kirche. Generell wirkte die Predigt des Universitätspastors weniger wie eine christliche Predigt und mehr wie eine Anklageschrift gegen die Kirche, immer wieder betont er seine Scham gegenüber der Kirche oder dem Christentum.
So heißt es „Ich schäme mich für meine Kirche, die Gott und heterosexuelle Orientierung miteinander verwechselt hat“, „Ich schäme mich für meine Kirche, die sich zu Richterinnen und Richtern über queere Menschen erhoben hat“, „Ich schäme mich für einen Glauben, der scheinbare dogmatische Richtigkeiten wichtiger als die seelische Gesundheit und Unversehrtheit queerer Menschen betrachtet.“ Oder auch: „Ich schäme mich für Menschen in meiner und in anderen Kirchen, die genau wissen, wie Gott ist und die ihn festlegen auf einen weißen, alten Cis-Gott, der er nie war“.

Laut ihm ist Gott kein „Weißer, alter, cis-Gott“: Der Hochschulpastor Jochen Flebbe
Kein Vaterunser für Queere
Am Ende des Gottesdienstes appelliert Pastor Flebbe dann nochmal an die Besucher: „Lasst uns, wer mag, das Vater-Mutter-Unser sprechen“, eine geänderte Version des bekannten christlichen „Vaterunser“ Gebetes, in dem Gott geschlechtsneutral sein soll.
„Du, Gott, bist uns Vater und Mutter, Eltern im Himmel,
Dein Name werde geheiligt.
Deine gerechte Welt komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf der Erde.
Das Brot, das wir brauchen,
gib uns heute.
Erlass uns unsere Schulden,
wie auch wir denen vergeben,
die uns etwas schuldig sind.
Führe uns nicht zum Verrat an dir,
sondern löse uns aus dem Bösen.
Denn Du bist alle Macht und alle Kraft und alles Schöne.
Amen“
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Joelle Rautenberg
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