Das OnlyFans-Model und der Hakenkreuz-Skandal: Emelys dreiste Polizei-Lüge
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- Altenpflegerin Emely (24) wurde im Mai in ganz Deutschland als heldenhafte Bürgerin bekannt.
- Sie hatte Rechtsextreme, die mit Hakenkreuz-Fahne im Vorgarten feierten, zur Rede gestellt, filmte das Ganze mit dem Smartphone.
- NIUS-Recherchen zeigen nun, dass sich die Geschichte im Mai anders zutrug, als bisher angenommen.
- Auch Emelys Tätowierungen werfen Fragen auf.
Sie wurde als mutige Heldin im Kampf gegen den Rechtsextremismus gefeiert: Die 24-jährige Emely, die im sächsischen Döbeln eine Gruppe feiernder Männer mit Hakenkreuzflagge und Reichsadler filmte und das Video ins Netz stellte.
NIUS hat die Ereignisse aus dem Neonazi-Vorgarten rekonstruiert und ist auf einige Ungereimtheiten gestoßen. Die Polizei bestätigt auf Anfrage: Emely hat dreist in der Öffentlichkeit gelogen!
Die Frage ist: Warum nur?
DAS IST PASSIERT: Am 19. Mai war Emely zu Besuch bei ihrer Familie in Döbeln, Anlass war der Geburtstag der Großmutter. Bei einem Spaziergang mit den Hunden traf die junge Altenpflegerin auf eine Gruppe von Männern, die auf einem Privatgrundstück nach eigener Aussage den „Männertag“ nachfeierten. In einem einsehbaren Pavillon hingen rechtsradikale Symbole wie die Hakenkreuzflagge und der Reichsadler. Emely wollte die Männer zur Rede stellen und ging trotz Abratens ihrer Familie mit laufender Handykamera auf das Grundstück. So weit, so unstrittig.
DIE TWEETS: Das Video der Konfrontation mit den Neonazis veröffentlichte Emely um 16:29 Uhr auf ihrem Twitter-Kanal. Knapp eine Stunde später, um 17:23 Uhr, antwortete das Social-Media-Team der Polizei Sachsen und fragte: „Haben Sie unsere Kolleginnen und Kollegen über den Sachverhalt bereits informiert?“ Um 17:45 Uhr antwortete Emely: „Ja, aber hielt wohl keiner für nötig zu kommen. Am Steinbruch in Gärtitz 04720“. Als die Polizei dann später auf der Wiese eintraf, waren alle Beweise verschwunden.
DIE LÜGE: Emelys Aussage, die Polizei VOR ihrem Tweet informiert zu haben, stimmt nicht! Wie die Polizei auf NIUS-Anfrage bestätigt, ging der erste Anruf von Emely erst um 18.05 Uhr bei den Beamten ein. Also 20 Minuten nach dem schweren Vorwurf, die Polizei würde es nicht für nötig halten, nach den Rechten zu sehen.
Nach NIUS-Informationen wurde das Video gegen 15 Uhr aufgezeichnet, die Polizei bestätigt das. 90 Minuten später twitterte Emely das Video – erst weitere 90 Minute später rief sie bei der Polizei an. Warum behauptete Emely dann aber, in der Zwischenzeit die Polizei schon vorher informiert zu haben? Die Altenpflegerin aus Dresden schweigt dazu, eine Anfrage blieb unbeantwortet.

NIUS weiß: Emely lebt außerhalb von Dresden mit ihren Hunden, betreibt einen OnlyFans-Kanal und zeigt dort nicht nur Nacktbilder, sondern auch Pornos. Auffällig: Das erste Video auf ihrem TikTok-Kanal wurde exakt vier Tage vor dem Neonazi-Video veröffentlicht. Nach dem Vorfall in Döbeln wurde sie in mehreren Medien als Heldin inszeniert. Ihre Bekanntheit wuchs rasant, für BILD zog sie sich aus und zeigte ihre Tattoos. Immer mit Hinweis auf ihren Only-Fans-Kanal.
Wollte Emely die Neonazi-Party für ihre eigenen Zwecke ausschlachten? Oder sogar bewusst der Polizei eins reinwürgen? Im Gespräch mit RTL sagte sie zu ihrer Motivation: „Weil ich dachte, dass es dadurch vielleicht bei der Polizei mehr an Dringlichkeit gewinnt. (…) Ich habe so ein bisschen das Gefühl, dass gerade in Sachsen die Polizei auf dem rechten Auge doch öfter mal ein bisschen blind ist und wegschaut.“
Tattoos lassen auf linksextreme Gesinnung schließen
Was sie verschweigt, aber auf ihren freizügigen Bildern gut zu erkennen ist: Ihre Position zur Polizei ist im linken, wenn nicht gar linksextremen Lager anzusiedeln. Ein Tattoo auf der Rückseite ihres Oberschenkels zeigt die Zahlenkombination „1312“ – ein Code in der linken Szene für „ACAB“, All Cops Are Bastards („Alle Polizisten sind Schweine“). Die Zahlen stehen für die jeweilige Position im Alphabet, 1 für A, 3 für C und so weiter.

Emely wurde als Helden-Bürgerin, die sich mit Neonazis anlegt, bekannt. Aber ist das die ganze Wahrheit? Ihrem OnlyFans-Account hat die Promo jedenfalls nicht geschadet. Und: Ihre Tattoos lassen auf polizistenfeindliche Gesinnung schließen.
In einem Tweet von Oktober 2021 zeigt sie sich in einem Pullover mit der Aufschrift „CopsRToys“ („Bullen sind Spielzeug“), dazu der Hashtag „#le2310“, unter dem damals die Linksextreme-Szene zu einer heftigen Antifa-Demo in Leipzig aufrief. 2000 Polizisten mussten die Stadt sichern, es kam zu heftigen Auseinandersetzungen.

Zählt sich Emely zum linksextremen Lager? Auch diese Frage wollte die Dresdnerin nicht beantworten …
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