Habeck kennt mal wieder nicht den Preis: „So ein iPhone kostet, weiß ich nicht, teuer“
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Es ist das berühmteste Produkt der Welt, vielleicht der Weltgeschichte – das iPhone. Kein Produkt hat das Digitalzeitalter und die Weltwirtschaft so geprägt wie das tastenlose Telefon von Apple, erfunden von Steve Jobs (1955-2011). Milliarden Menschen auf der Welt haben oder wünschen sich ein iPhone, verfolgen jede Neuerung. Nahezu jeder Mensch in westlichen Gesellschaften kennt den Preis des iPhones (neues Modell um 1000 Euro).
Nur einer kennt mal wieder den Preis nicht: Ausgerechnet der Mann, der für die deutsche Wirtschaft zuständig ist, Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne).
Schon häufiger hat Habeck beim Thema Preise gepatzt, zum Beispiel bei Autos. Seine Parteichefin Ricarda Lang verschätzte sich massiv bei der Durchschnittsrente. Sie tippte auf 2000 Euro, tatsächlich sind es 1500 Euro, aber in vielen Fällen deutlich weniger.
Robert Habeck wollte bei seiner Rede auf der Hamburger Marketing-Messe „Online Marketing Rockstars“ vorführen, wie tief er wirtschaftliche Veränderungsprozesse durchdringt und wählte das Beispiel des Telefonmarktes. „Früher hatten wir Telefone mit Schnüren“, so Habeck. Dann will er die lange Linie zur Technik von heute ziehen und verheddert sich in Unkenntnis. Habeck wörtlich auf der Bühne: „Und was kostet so’n iPhone jetzt, keine Ahnung, teuer …“

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne)
Keine Ahnung, aber es wurde noch schlimmer …
Robert Habeck versuchte den Punkt zu machen, dass Telefone nun zwar teurer, aber auch besser seien. Habeck: „Und wie teuer waren damals diese Telefone, ich hab keine Ahnung, 50 Mark wahrscheinlich noch.“
Erstens waren „diese Telefone mit Schnüren“ damals deutlich teurer, aber vor allem vergaß Habeck in seinem Vortrag, dass zwischen den „Telefonen mit Schnüren“ und dem iPhone ganze Generationen von Mobiltelefonen lagen, die deutlich teurer waren als das iPhone heute. Das erste „Smartphone“, der Nokia Communicator kostete 1996 rund 2700 Mark. Nach heutiger Kaufkraft wären das in etwa 2300 Euro. Habecks Analyse ist also nicht nur ahnungslos, sondern auch inhaltlich vollkommen falsch: Smartphones sind nicht TEURER und besser geworden, sondern BILLIGER und besser.
Aber wie sollte ein Wirtschaftsminister das auch wissen …
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