Hörsaal besetzt, Student verprügelt: Der Judenhass an der Freien Universität wird immer schlimmer
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An der ehrwürdigen Freien Universität Berlin geht die Angst um. Antisemitische arabische Studenten rufen auf Demos: „From Dahlem to Gaza Yallah Intifada“. Der jüdische Student Lahav Shapira war von einem arabischen Kommilitonen der FU krankenhausreif geprügelt worden. Dann war das Opfer des Juden-Hassers auch noch im Krankenhaus beklaut worden.
Seitdem fürchten sich jüdische Studenten vor weiteren Übergriffen. Eine Studentin sagt, dass sie ihre Uni seit dem Hamas-Überfall vom 7. Oktober nicht mehr wiedererkenne. „Kommilitonen haben sich von mir abgewandt, weil ich einen Bezug zu Israel habe und jüdisch bin“, sagt sie in der B.Z. Ihr trauriges Fazit: „Die FU ist kein sicherer Ort für mich.“
Von Uni-Präsident Prof. Günter Ziegler ist die Studentin „zutiefst enttäuscht“. Propalästinensische Studenten hatten im Dezember einen Hörsaal besetzt. Er wurde Stunden später von der Polizei geräumt. Die Universitätsleitung kündigte Hausverbote an – nichts ist bis heute geschehen.
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Die Jüdische Allgemeine berichtete über die Hörsaal-Besetzung.
Konsequenzen bleiben aus
Der Zentralrat der Juden fordert den Rauswurf des Schlägers, der Lahav Shapira krankenhausreif geprügelt hatte. „Wer einen jüdischen Studenten krankenhausreif schlägt, weil er Jude ist, der hat an einer deutschen Uni nichts zu suchen“, sagte Zentralratspräsident Josef Schuster. „Die Exmatrikulation des betreffenden Studenten ist alternativlos.“ Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner meldete sich auf der Plattform X: „Jüdische Studenten müssen sich auf unseren Universitäten überall wohlfühlen – auch an unseren Universitäten. Universitätsleitungen müssen konsequent gegen Antisemitismus vorgehen und aktiv eingreifen, wenn sich solche Entwicklungen abzeichnen.“
Schöne Worte – geschehen ist bisher nichts.
Die Berliner Wissenschaftssenatorin Ina Czyborra (SPD) sagt: „Es ist ein hohes Grundrecht, das hier betroffen wäre von einer Exmatrikulation. Exmatrikulationen aus politischen Gründen lehne ich grundsätzlich ab. Die Wissenschaft lebt vom Austausch, lebt von der Internationalität, lebt von internationalen Studenten.“ Für den kommenden Freitag hat die linke Gruppierung „Young Struggle“ eine Anti-Israel-Demonstration angekündigt. Der Verfassungsschutz bezeichnet die Gruppe als „relevante Akteure des auslandsbezogenen Extremismus“.
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