Holländischer Migrationsforscher warnt Deutschland: Zwei Drittel aller Migranten sind Kostenpunkte für die Gesellschaft
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Es ist eine Studie, die für Aufsehen sorgte: Vergangene Woche veröffentlichten renommierte Migrationsforscher aus den Niederlanden eine Studie mit dem Titel „Folgen der Einwanderung für die öffentlichen Finanzen“. Diese hat es in sich und warnt: Die Massenmigration bedeutet das Ende des europäischen Wohlfahrtsstaates. Die Forscher aggregierten riesige Datensätze (Steuern, Sozialleistungen, Justizstrafen, aber auch Herkunft, Migrationsmotiv oder Bildungshintergrund), um herauszufinden, wie viel Migration kostet.
Der Hauptautor der Studie: Dr. Jan van de Beek. Er promovierte an der Universität Amsterdam zum Thema der Migrationsökonomie. NIUS sprach mit dem 56-Jährigen über Migrationsmotive, kulturelle Unterschiede, falsche Versprechungen, kurz: die europäische Migrationspolitik.
NIUS: Herr van de Beek, letzte Woche veröffentlichten Sie eine Studie über die Zusammenhänge zwischen Migration und Sozialstaat. Was waren die Schlüsselerkenntnisse dieser Studie?
Jan van de Beek: „Es gibt große Unterschiede zwischen Einwanderern, die vorrangig mit dem Bildungsniveau zu tun haben. Wir haben dabei untersucht, welchen Nettoeinfluss Einwanderer auf die Staatskassen haben – ob sie den Staat kosten, etwa wegen Sozialleistungen, Bildungsprogramme, Justizvollzug, oder selbst einzahlen, etwa mittels Steuern. Asylbewerber etwa kosten den Staat in den meisten Fällen, 475.000 Euro in den ersten zwei Generationen. Migranten, die mittels Familiennachzug kommen, 275.000 Euro. Arbeitsmigration hingegen bringt dem Staat durchschnittlich 125.000 Euro. Wir stellen dabei fest: Je höher die Bildung, desto positiver der Netto-Beitrag zum Staat. In den Niederlanden und vermutlich auch in Deutschland kommt der Großteil der Einwanderung von Menschen mit niedriger Bildung, was wiederum im Umkehrschluss bedeutet, dass Einwanderung hohe Nettokosten für den Staat verursacht. Abhängig von Migrationsmotiv, Herkunft, Bildungsstand gibt es große Unterschiede.“

Aufschlüsselung des Nettobeitrags nach Migrationsmotiv.
NIUS: Von welchen Unterschieden sprechen sie?
Jan van de Beek: „Es macht einen gewaltigen Unterschied, ob die Person ein Asylbewerber oder Fachkraft ist. Wenn ein IT-Spezialist aus Indien in die Niederlande einreist, wartet bereits ein Job auf ihn, weil seine Qualifikationen benötigt werden. Er kann de facto ab dem ersten Tag arbeiten. Asylbewerber hingegen, die in den Niederlanden ankommen, durchlaufen ein langwieriges Verfahren. Ihre Fähigkeiten sind in der Regel nicht ausreichend, um die Standards westeuropäischer Länder zu erfüllen. In unserer Statistik haben wir die Welt in 14 verschiedenen Regionen aufgeteilt: aus zehn dieser Regionen kommen Asylbewerber – und diese Asylbewerber haben in jeder Region einen niedrigeren Bildungsstand als Studien-, Arbeits- und Familienmigranten.“
NIUS: Welche Regionen schneiden gut ab – und welche schlecht?
Jan van de Beek: „In den Niederlanden schneiden etwa acht Prozent der Einwanderer besser ab als die Niederländer. Diese acht Prozent kommen aus Japan, Nordamerika, Großbritannien, Skandinavien, der Schweiz, Frankreich, Neuseeland, Australien und interessanterweise Südafrika. Dann gibt es etwa ein Viertel, also 25 Prozent, die man als „budgetneutral“ bezeichnen könnte. Und dann gibt es zwei Drittel der Einwanderer, die Geld kosten. Das sind vor allem Asylbewerber, aus dem Nahen Osten, aus Nordafrika, aus Subsahara-Afrika, aber auch Einwanderer, etwa aus Staaten der Karibik. Hier spielen materielle Gründe und Bildungsdefizite eine große Rolle, aber auch das, was man kulturelle Fremdheit nennen könnte. Auffällig ist, dass die kulturelle Nähe nicht unerheblich für die Eingliederung in den Arbeitsmarkt ist. Zwar lässt sich das nicht absolut generalisieren, aber bei maximal traditionellen Werteausprägungen, also archaischen Gesellschaften mit starker religiöser Komponente, ist es die Ausnahme, dass diese Personen ein Nettoplus für die Aufnahmeländer darstellen.“

Weltkarte kultureller Werte, die illustriert, wie nah oder fremd sich Staaten sind (Quelle: World Values Survey 2017, Inglehard-Welzel World Cultural Map)
NIUS: Sie sagen Arbeitseinwanderung habe positive Effekte. Aber lässt sich diese Unterscheidung wirklich treffen? Viele Menschen fliehen aus wirtschaftlichen Gründen mit der Hoffnung, hier Arbeit zu finden. Gleichzeitig stellen sie Asylanträge. Wie lässt sich dieser Widerspruch auflösen?
Jan van de Beek: „Er lässt sich nicht auflösen. Nehmen wir Menschen aus Niger, Mali oder Guinea. Ihnen fällt es in den hoch technologisierten Dienstleistungsgesellschaften Europas und einem kompetitiven Arbeitsmarkt schlichtweg sehr schwer, gute Jobs zu finden. Unserem Berechnungsmodell zufolge haben nur Einwanderer einen positiven Netto-Einfluss, wenn sie eine Berufsausbildung auf hohem Niveau oder höhere Bildung mitbringen. Und noch eine Sache, die man verstehen sollte: Jemand, der in Afghanistan mittel- oder hochqualifiziert ist, ist dies nicht automatisch auch in den Niederlanden. Oder anders gesagt: Es ist ein Unterschied, ob ein IT-Spezialist aus Indien kommt – oder ein IT-Spezialist aus Afghanistan. Ein Hochschulabschluss aus Lagos ist nicht gleich mit einem aus Québec. Aber das Bildungsniveau und die praktische Arbeitserfahrung unterscheiden sich fundamental. Aus der Wirtschaftsliteratur geht auch hervor, dass Arbeitgeber Ausbildungen und Berufserfahrung aus anderen Ländern oft geringschätzen. Das macht Sinn: Das Wissen und die Berufserfahrung eines syrischen Architekten oder Anwalts, die in Aleppo perfekt anwendbar sind, sind es in den Niederlanden vielleicht nicht.“
NIUS: Jetzt könnte man erwidern, dass Menschen sich nicht aussuchen, wo sie geboren werden – und Asylbewerber durch Zugang zu Bildung in Deutschland das Know-How bekommen können, um in unserer Arbeitswelt zu bestehen.
Jan van de Beek: „Das wäre wünschenswert. Jedoch zeigt uns die Empirie, dass in den Niederlanden geborene Kinder von Einwanderern aus zum Beispiel dem Nahen Osten, Teilen Afrikas oder der Karibik unterdurchschnittliche Schulleistungen erzielen, obwohl sie das niederländische Bildungssystem durchlaufen. In den Niederlanden haben wir etwa einen Indikator, der hervorragend dafür geeignet ist, schulischen und beruflichen Erfolg zu prognostizieren, die sogenannten Cito-Scores. Das sind Leistungserhebungen von Grundschülern, die primär Wissen, aber auch kognitive Fähigkeit abfragen. Und hier stellen wir fest, dass es große Unterschiede zwischen Ländern gibt: Kinder aus Skandinavien, Ostasien, aber auch angelsächsischen Ländern schneiden besser als Niederländer ab. Das sind oft die Kinder von Expats. Kinder von Einwanderern aus dem Nahen Osten, Teilen Afrika oder der Karibik hingegen erzielen unterdurchschnittliche Leistungen zeigen. Die Unterschiede zwischen den Einwanderergruppen spiegeln sich nicht eins zu eins exakt, aber im Großen und Ganzen auch auf bei der zweiten und dritten Generation, also ihren Kindern und Enkeln. Das niederländische Bildungssystem garantiert also nicht automatisch ein besseres Abschneiden.“
NIUS: Lässt sich alles mit Bildung erklären?
Jan van de Beek: „Nein. Auch die kulturelle Distanz spielt eine Rolle. Zu diesem Zweck wurde in unserer Studie der so genannte World Values Survey verwendet, eine groß angelegte Umfrage, die seit Jahrzehnten in einer Vielzahl von Ländern durchgeführt wird. Mit ihr haben wir die kulturelle Distanz zwischen den Niederlanden und den Herkunftsländern berechnet. Wir sehen, dass sich die kulturelle Distanz auf die Integration der zweiten Generation überträgt, die in den Niederlanden geboren, aufgewachsen und ausgebildet wird. Die Gruppe mit der größten kulturellen Distanz ist das, was der World Values Survey als »afrikanisch-islamisches Kulturcluster« bezeichnet. Selbst wenn man das Bildungsniveau berücksichtigt, leistet die zweite Generation von Einwanderern aus diesem Kulturkreis im Laufe ihres Lebens einen um 180.000 Euro geringeren Nettobeitrag zum niederländischen Staatshaushalt als die zweite Generation aus dem »protestantischen europäischen Kulturkreis«.“
NIUS: Woran liegt das?
Jan van de Beek: „Wir haben dies in unserer Studie nicht untersucht. Es sind weitere Untersuchungen erforderlich, aber die folgende Erklärung ist offensichtlich: Kinder werden von ihren Eltern, aber auch von der Schule und dem weiteren Umfeld sozialisiert. Offenbar ist es für Einwanderereltern aus Regionen mit geringer kultureller Distanz wie Deutschland, Skandinavien, aber auch Japan relativ einfach, ihre Kinder in der niederländischen Gesellschaft zu sozialisieren. Die Kultur spielt also eine entscheidende Rolle. Diese kulturelle Differenz wird oftmals verstärkt von einer Ghettoisierung; also dem Phänomen, dass viele Migranten in bestimmten Vierteln wohnen, wo es wenige einheimische Durchschnittsfamilien gibt, dafür viele Migranten. So bilden sich in manchen Stadtvierteln und Schulen gegenseitig verstärkende Effekte.“

Kulturelle Distanz spielt bei der Integrationsfähigkeit eine wichtige Rolle: Der holländische Migrationsforscher Jan van de Beek. (Foto: Roger Cremers)
NIUS: Welche konkreten Folgen kann das haben?
Jan van de Beek: „Nehmen wir ein Beispiel aus den Niederlanden: Kürzlich sollte Mohamed Hoblos einen Vortrag in Utrecht halten. Bei Hoblos handelt es sich um einen islamistischen Hassprediger aus Australien. In Moscheen hat er bereits gesagt, dass die Hamas-Gräuel vom 7. Oktober glorreiche Taten waren. Oder dass das Verpassen eines islamischen Gebets schlimmer sei als Kindesmissbrauch. Solche Aussagen stehen im Konflikt mit dem, was wir sind – und dieser Hoblos sollte in Utrecht vor einem Publikum junger Muslime auftreten. Innerhalb von 48 Stunden wurden 7000 Karten verkauft, bevor der Vortrag abgesagt wurde. Und da muss die Frage erlaubt sein, ob es unter muslimischen Jugendlichen zweiter Generation nicht viele gibt, die mit ihm sympathisieren – und der Grundstein für diese Sympathien vermutlich im Elternhaus gelegt worden ist. Inzwischen gibt es in den westeuropäischen Gesellschaften natürlich auch Freundeskreise oder Onlinemedien, die für Islamismus empfänglich machen, aber ich bin fest davon überzeugt, dass die Wurzel dafür oftmals im Elternhaus, der Kultur und Sozialisierung begründet liegt.“
NIUS: Oft wird erwidert, dass die schulischen Misserfolge, ausbleibende Integration, islamistische Radikalisierung – all das ihren Ursprung in einer rassistischen Mehrheitsgesellschaft hat, die Ausländer von Teilhabe ausschließt. Was erwidern Sie?
Jan van de Beek: „Das niederländische Schulsystem ist nicht rassistisch. Das Gegenteil ist wahr: Es hebt nicht-niederländische Kinder, die im Durchschnitt mit einem großen Nachteil in die Grundschule kommen, auf das Niveau von einheimischen Kindern mit ähnlichem Hintergrund in Bezug auf Bildung und Einkommen des Elternhauses. Sobald Kinder in den Niederlanden zudem einen bestimmten Cito-Wert erreichen – also eine Leistungskennzahl nach der Grundschule –, haben sie eine gleiche Chance, später Bildungserfolge zu haben, die von Niederländern oder westlichen Einwanderern nicht zu unterscheiden sind.“
NIUS: Inwiefern besteht eine Verbindung zwischen den Nettokosten für Sozialstaat – und der Anfälligkeit für Kriminalität?
Jan van de Beek: „Der Zusammenhang ist eindeutig, einerseits, weil Kriminalität ja schon in unsere Studie einfließt. Das heißt: Migranten, die kriminell werden, verursachen Kosten für den Staat, in Form von Gerichtskosten, Justizvollzug, Rehabilitierungsmaßnahmen, und so weiter. Aber wir sehen auch, dass es den Zusammenhang schon gibt, bevor Kosten nach Straftaten anfallen. In der empirischen Datenforschung ist Kriminalität ein ziemlich guter Indikator für gescheiterte Integration. Dabei gibt es auch große Unterschiede zwischen den Gruppen. Einwanderer aus Japan werden sehr selten kriminell, Einwanderer aus Marokko hingegen oft. Kriminalitätsraten korrelieren dabei mit Bildungsleveln, wobei ein niedriges Bildungsniveau mit durchschnittlich höherer Kriminalität einhergeht. Doch es zeigt sich zudem: Kriminalitätsanfälligkeit korreliert auch mit kultureller Distanz. Generell lässt sich sagen, dass der afrikanisch-islamische Kulturkreis bei manchen Straftaten um ein Vielfaches überrepräsentiert ist.“
NIUS: Was auffällt: Wenn man sich ihre Studie anschaut, kommt man ja zum Schluss, dass in den letzten Jahren vorrangig Menschen nach Europa gekommen sind, die den Staat kosten.
Jan van de Beek: „Das stimmt und ist zugleich verwunderlich, denn Umfragen zeigen, dass fast alle europäischen Gesellschaften diese Massenmigration nicht wollen. Dennoch kommen sie, weil wir alle Arten von Abkommen wie den UN-Flüchtlingsvertrag unterzeichnet haben. Lange Zeit war Migration kein Reizthema. Nehmen sie in Deutschland „Gastarbeiter“ und die ersten Einwanderungsströme, das waren Türken, Polen, Jugoslawen, Russen, Vietnamesen. Das war eine Form der Einwanderung, die hauptsächlich von dem Bedarf nach billigen Arbeitskräften getrieben war, aber keine weder sozial noch finanziell riesige Probleme bereitet hat. In den Niederlanden begann es mit Gastarbeitern, die, im Gegensatz zu Deutschland, aufgrund unseres umfangreichen Sozialstaates hohe Nettokosten verursachten. In den siebziger Jahren begann die koloniale Einwanderung aus Suriname und den niederländischen Antillen, und in den achtziger Jahren die Asylmigration. Inzwischen haben wir bei Sozialleistungen oder Arbeitslosengeldern massive Ungleichgewichte. Und es gibt eine eine Faustregel: Wenn sie viele Asylbewerber und geringqualifizierte Arbeiter kommen, dann bringt das ein hohes Maß an Transferleistungen von einerseits erfolgreichen Einwanderern und andererseits Einheimischen an die Einwanderer, die massiv Kosten verursachen. Das ist ein Schlüsselpunkt.“

Weltkarte mit Einfärbungen nach dem Nettobeitrag der ersten Einwanderergeneration in den Niederlanden.
NIUS: Inwiefern bedroht das, was Sie schildern, den Sozialstaat, wie wir ihn kennen?
Jan van de Beek: „Als Gesellschaft haben wir uns eine Art Sozialvertrag gegeben. Dieser basiert auf einer Solidargemeinschaft, weil wir davon ausgehen, dass es Auffangmechanismen braucht, wenn Menschen in Ihrem Leben Pech haben, Ihren Job verlieren, berufsunfähig werden oder Ähnliches. Pech bedeutet übrigens auch: ein sehr geringes Verdienstpotential zu haben.Diese Logik dahinter funktioniert aber nur, wenn es eine begrenzte Anzahl an Hilfsbedürftigen und eine gewisse Anzahl an Leistungsträgern gibt. Und es ist offensichtlich, dass ein andauernder Zustrom von Menschen, die Empfänger werden, dazu führt, dass der Sozialstaat wie wir ihn kennen, implodieren wird. Das wird daraus hinauslaufen, dass wir einem schlankeren Modell näherkommen werden, welches an die USA erinnert: Lebensmittelmarken statt Geldleistungen, Krankenversicherung nicht als Grundrecht, sondern als Luxus; vermutlich auch die Abwanderung von Leuten, die diese Querfinanzierung nicht mittragen wollen.“
NIUS: Deutschland hat seit 2015 in einem beispiellosem Umfang Migranten aufgenommen, in den vergangenen zehn Jahren kamen mehrere Millionen Menschen nach Deutschland. Wie bewerten Sie die deutsche Flüchtlingspolitik?
Jan van de Beek: „Merkels »Wir schaffen das« war ein großer Fehler und hat Europa gespalten. Dieser Satz hat enormen Druck auf andere europäische Länder ausgeübt – und wird Konsequenzen haben, die wir noch gar nicht absehen können. Fehler der Vergangenheit – Sklaverei, Kolonialismus, Holocaust – werden nicht durch heutige Dummheiten rückgängig gemacht. Deutschland hat mit den gleichen Problemen zu kämpfen wie wir in den Niederlanden: Kulturunterschiede, Auswirkungen auf Kriminalitätsraten, Probleme bei der Integration. Und dieses Thema der Migration hat das Potential, Gesellschaften zu sprengen.“
NIUS: Aus Ihrer Perspektive und mit dem Wissen der Studie: Wie sollte eine sinnvolle Einwanderungspolitik aussehen?
Jan van de Beek: „Als erstes sollte es dem nationalen Interesse folgen. Dabei spielen finanzielle Komponenten aber auch die Stimmung in der Gesellschaft eine Rolle. Wir sollten uns bei der Aufnahme von Asylbewerbern auf unseren geographischen, also europäischen Raum begrenzen, denken Sie an das frühere Jugoslawien oder jetzt die Ukraine. Oder Georgien. Flucht in Afrika sollte zum Beispiel von der Afrikanischen Union gemanagt werden, Flucht im Nahen Osten von der Arabischen Liga. Es wäre idiotisch, als Ukrainer nach Kenia oder Indien zu gehen, um sich dort um Asyl zu bewerben. Ebenso idiotisch ist es, wenn Eritreer oder Pakistaner in Europa Asyl ersuchen. Die Seenotrettung sollte komplett eingestellt werden, das ist das Zynischste, was es gibt. Wir treiben die Menschen ja regelrecht in kriminelle Strukturen und den Tod. Dann brauchen wir einen Selektionsmechanismus: Wir müssen auswählen können, wer zu uns kommt auf Grundlage eines australischen oder kanadischen Modells, das berücksichtigt, welche Bildung und welchen Background jeder Migrant mitbringt. Das Wichtigste aber: Das Asylrecht muss rückabgewickelt werden, gänzlich beendet, es ist nicht mehr zeitgemäß und zerstört unsere Wohlfahrtsstaaten.“
Dr. Jan van de Beek studierte Mathematik und Informatik an der Universität Utrecht sowie Kulturanthropologie an der Universität Amsterdam. An letzterer promovierte er zum Thema der Migrationsökonomie. Er ist Teil der Initiative demo-demo.nl, die regelmäßig Forschungen zu den demografischen und wirtschaftlichen Auswirkungen von Migration schreibt. Er arbeitet als freiberuflicher Lehrer für Mathematik, Statistik, Forschungsmethoden und Wirtschaftswissenschaften an verschiedenen Hochschuleinrichtungen.
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Jan A. Karon
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