Film über Jesus-Mutter Maria: Hass auf Netflix, weil Jüdin Jüdin spielt
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Die Macher des neuen Netflix-Films „Mary“ über Jesus’ Mutter Maria haben es echt gut gemeint: Anders als bei der umstrittenen „Cleopatra“-Serie ist die Hauptdarstellerin nicht dunkelhäutig, sondern – historisch korrekt – eine Israelin. Filmregisseur Daniel John Caruso Jr. (59, „Smallville“, „Disturbia“): „Es war uns wichtig, dass Maria sowie die meisten unserer Hauptdarsteller aus Israel ausgewählt wurden, um Authentizität zu gewährleisten.“

Noa Cohen als Maria mit Baby Jesus im Netflix-Film.
Sehen Antisemiten leider anders. Einige können es kaum ertragen, dass Netflix sich an Fakten gehalten hat – sie hätten es viel lieber, dass eine Palästinenserin die Hauptrolle bekommen hat.
Auf der Plattform X beschimpfen sie die Macher, den Streamingdienst und die junge Schauspielerin Noa Cohen (22), die ab dem 6. Dezember an der Seite von Hollywood-Legende Anthony Hopkins (86, spielt König Herodes) zu sehen ist. Manche rufen sogar zu Mord auf!

Anthony Hopkins als König Herodes.
Hier eine Sammlung der erschütternden Beiträge:
- „Eine Israelin als Maria zu besetzen, ist so respektlos.“
- „Das ist buchstäblich eine Auslöschung der Palästinenser.“
- „Wenn du einen Film über Maria machst und sie von einer Israelin gespielt wird, verdienst du es, dass dir in den Kopf geschossen wird.“
- „Meidet den Film wie die Pest!“
- „Das ist ein Krieg gegen Spiritualität, und ich weiß genau, was das bedeutet.“
- „Authentizität? Jesus ist ein palästinensischer Mann. Maria, auch bekannt als Mariam, war ebenfalls Palästinenserin.“

Cohen mit Joseph-Darsteller Ido Tako.
- „Ich hoffe, dass der Film schlecht läuft. Fahr zur Hölle, Miststück.“
- „Sie haben nicht nur keinen einzigen Araber, geschweige denn einen Levantiner, geschweige denn einen Palästinenser besetzt.“
- „Das Stück Scheiße, das die Rolle der Maria spielt, ist eine Israelin.“
- „Wenn ich jemanden sehe, der darüber spricht, ihn sich anzusehen, blockiere ich ihn.“
- „Maria war eine Flüchtlingsfrau, die vom Staat unterdrückt wurde und ihr Land verlassen musste, um ihr eigenes und das Leben ihres Kindes zu retten – eine Israelin zu besetzen ist ehrlich gesagt beleidigend.“
Auch auf Noa Cohens Instagram-Account wird die junge Israelin beschimpft. Unter den letzten Beiträgen sind zahlreiche Beleidigungen von Israel-Hassern.
Witness her courage, her strength and her faith. MARY premieres December 6. pic.twitter.com/TM9JjEzZV7
— Netflix (@netflix) November 12, 2024
Hintergrund: Die Jüdin Maria wird mehrfach im Neuen Testament erwähnt. Im Heiligen Land erinnern bis heute viele Stätten an sie. Etwa die Sankt-Anna-Kirche in Jerusalem – hier soll sie geboren worden sein.
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