Warum posiert Berlins Polizeivizepräsident im Rock mit einem Kinderporno-Straftäter?
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Warum posiert Berlins Polizeivizepräsident im Rock mit einem Kinderporno-Straftäter?
Mit dieser Frage sieht sich die Berliner Polizei derzeit konfrontiert. Anlass ist eine Benefizgala für „Vielfalt“ im Juli, bei der der wegen Kinderpornografie verurteilte Mario Olszinski – alias Jurassica Parka – als Dragqueen und Moderator auftrat. Auf der Feier auch anwesend: der Vizepräsident der Berliner Polizei, Marco Langner. Dieser posierte zusammen mit der Dragqueen. Brisant: Zu diesem Zeitpunkt liefen bereits erneut Ermittlungen gegen Olszinski wegen des Verdachts auf Besitz und Verbreitung kinderpornografischen Materials.
„Starkes Zeichen für LSBTIQ-Rechte“
Die Benefizgala „Gemeinsambunt“ als „starkes Zeichen für LSBTIQ-Rechte und gesellschaftliche Vielfalt“ fand am 14. Juli im Berliner Theater des Westens statt – veranstaltet unter anderem von der Berliner Polizei und dem Polizeipräsidium Brandenburg. Mit dabei: der wegen des Verbreitens von Kinderpornografie verurteilte Mario Olszinski.

Die Berliner Polizeiführung feiert mit dem Queer-Extremisten Alfonso Pantisano (SPD) und dem Sexualstraftäter Olszinski einen bunten Reigen.
Als Dragqueen Jurassica Parka moderierte er die Show und führte die anwesenden führenden Beamten der Berliner Polizei durch den Abend. Zum Zeitpunkt der Veranstaltung ermittelte die Polizei Berlin schon wieder wegen Kinderpornografie gegen Olszinski. Das Verfahren dauert noch an.
Die Behördenleitung habe nichts gewusst
Die Berliner Polizei erklärt gegenüber NIUS, dass weder der Behördenleitung noch den beteiligten Partnern zum Zeitpunkt der Veranstaltung „Erkenntnisse oder Hinweise“ über die Verurteilung oder das Ermittlungsverfahren gegen Mario Olszinski vorgelegen hätten.

Der Vizepräsident der Berliner Polizei, Marco Langner (Mitte), posiert im Schottenrock mit Olszinski (links).
„Eine standardmäßige Überprüfung von Mitwirkenden einer solchen Veranstaltung ist rechtlich nicht zulässig“, heißt es weiter. Und: „Ein behördeninterner Austausch über personenbezogene Daten findet nicht statt.“

Olszinski moderiert vor dem Brandenburger Polizei-Orchester als Jurassica Parka im Fummel die Show.
„Andere Person wäre sicherlich wünschenswert gewesen“
Die Berliner Polizei erklärt auch: „Vor dem Hintergrund der laufenden Ermittlungen wäre die Beauftragung einer anderen Person zur Moderation sicherlich wünschenswert gewesen.“ Man betont, dass „Verhaltensweisen, die den in Rede stehenden Vorwurf begründen, in keinster Weise toleriert werden.“

Polizeipräsidentin Barbara Slowik (rechts) war auf der Veranstaltung nicht anwesend. Sie war jedoch Schirmherrin.
Über die Kosten der Veranstaltung könne die Berliner Polizei NIUS keine Auskunft geben. Finanziell seien die pop-out live GmbH und der LSVD Verband Queere Vielfalt Berlin-Brandenburg e.V. zuständig. Letzterer gehört mit dem LSVD (ehemals Lesben- und Schwulenverband, heute „Verband Queere Vielfalt“) zur größten Lobbygruppe von Schwulen und Lesben in Deutschland. Parka habe jedoch kein Honorar erhalten.
An „Vielfalts“-Gala hält man fest
Auf innerbehördliche Konsequenzen aufgrund der Veranstaltung angesprochen erklärt die Polizei Berlin, dass das nächste „Benefizkonzert #GEMEINSAMBUNT [...] wie geplant am 29.06.2026 stattfinden“ wird. „An der Veranstaltung – die alljährlich ein wichtiges Zeichen für Vielfalt, Respekt und gesellschaftlichen Zusammenhalt setzt – wird weiterhin festgehalten.“

Die Künstler ließen es für die Berliner Polizei-Spitze extrem sexuell zugehen.
Mario Olszinski werde man nicht noch einmal als Moderator anheuern, erklärt man. Die Polizei Berlin verweist gegenüber NIUS zudem darauf, dass die Hausdurchsuchung bei Mario Olszinski bezüglich des laufenden Ermittlungsverfahrens erst nach der Veranstaltung am 14. Juli stattgefunden habe, wie Spiegel berichtet, am 24. Juli.

Im Organisationsteam von „Gemeinsambunt“: Der Polizist Sebastian Stipp (links) und die Queer-Beauftragte Anne von Knoblauch (rechts) – über ihrem Namensschild die linksradikale Progress-Pride-Fahne.
Gegenüber der B.Z. hatte die Berliner Staatsanwaltschaft zuvor erklärt, dass man Olszinskis Wohnung „Anfang Juli“ wegen des erneuten Verdachts auf Besitz und Verbreitung von Kinderpornografie durchsucht hatte.
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Jens Winter
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