Klaus-Rüdiger Mai über Steinmeiers Buch WIR: „Er schließt alles aus, was nicht rot-grün ist“
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Der Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat ein Buch geschrieben. Es heißt „Wir“ und wäre vermutlich nicht der Rede wert, wenn es nicht sein verqueres Gesellschaftsbild offenlegen würde.
Journalist und Autor Klaus-Rüdiger Mai wirft dem Bundespräsidenten vor, nur „seine eigene Orientierungslosigkeit“ protokolliert zu haben. „Er fremdelt mit der Geschichte und Kultur des Landes“, sagt Mai im Nachrichten-Talk „Stimmt!“. „Im Buch findet man deutlich, er möchte nicht der Bundespräsident aller Deutschen sein“. Dadurch bekäme der Titel des Buches „Wir“ die Bedeutung von: „Ihr nicht“.
Steinmeier sieht sich nicht als Präsident aller Deutschen
Steinmeier halte den Klimawandel für die größte Herausforderung unserer Zeit, so Mai. Wer sich eher um die Wirtschaft sorgt oder die Wärmepumpe ablehnt, gehöre nicht zum „Wir“. Mai fasst zusammen: „Er schließt im Grunde alles aus, was nicht rot-grün ist“.
Der Chef der Werteunion, Hans-Georg Maaßen, hält dieses Weltbild für gefährlich. „Das steht einem Bundespräsidenten nicht zu, der aufgrund der Funktion als Verfassungsorgan der Präsident aller Deutschen sein soll“, sagt er im NIUS-Talk. „Seine Vorgänger haben versucht, sich aller Parteipolitik zu entledigen, im hohen Maße objektiv zu sein. Er macht es gerade nicht.“ Das führe dazu, dass es „Richtige Demokraten“ gebe und „Schmutzfinger“, so der Ex-Verfassungsschutzchef. „So jemand wie ich, der wäre in Steinmeiers Augen unbelehrbar“.
Gerade in Zeiten der ständigen Krisen misst Journalist Mai dem Amt des Bundespräsidenten Wichtigkeit bei. „Jemand, der Integration leisten kann, alle um einen runden Tisch versammelt“ und nicht in Lager unterteilt. „Wenn wir eine Demokratiereform wollen, müssen wir darüber nachdenken, ob der Bundespräsident nicht auch vom Volk gewählt werden sollte“, so Mai im Stimmt-Talk. „Dann hätten wir das Wir“.
Die ganze Folge „Stimmt!“ gibt es hier:
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