Klima: Wir brauchen weniger Panikmache und mehr Vernunft
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Kaum ein Blatt, kaum eine Nachrichtensendung berichtet gerade nicht apokalyptisch über das Wetter draußen. „Backofen Europa“ oder „Alarmstufe Rot“ sind die Überschriften. Der Täter ist immer schnell gefunden: der menschengemachte Klimawandel.
Dass die Industrie- und Energiepolitik, das Festhalten an fossilen Brennstoffen sich nicht positiv auf das Klima auswirken, ist klar. Aber müssen wir nicht weiterdenken? Ist dieses Narrativ des Hauptschuldigen an der Klimakrise nicht doch etwas zu kurz gedacht? Wir sitzen häufig pseudowissenschaftlichen, politisch und wirtschaftlich motivierten Märchen auf, deren Verfasser so indoktriniert sind, dass sie nicht sehen wollen, dass es längst feste Belege gibt, die zumindest Zweifel an ihrer festgefahrenen Version rechtfertigen.
Vielleicht sollten wir uns mehr von denen leiten lassen, die wirklich etwas von der Materie verstehen. Wie Dr. John F. Clauser, Träger des Nobelpreises für Physik 2022. Clauser wurde gerade in den Vorstand der CO2 Coalition in Arlington, Virginia gewählt und unterstützt gemeinsam mit 120 hochrangigen Wissenschaftlern die Forschung zum Themenbereich „CO2 und Klima“.
Clauser erweiterte das gängige Modell
Der Physik-Nobelpreisträger hat in einer jahrzehntelang dauernden Forschungsreihe nachgewiesen, dass eine fehlende CO2-Konzentration sogar schädlich sein kann für die Aufrechterhaltung eines gesunden Klimas (nachzulesen hier).
Ich versuche einmal, dieses Klimamodell so kurz wie möglich zusammenzufassen: Die gesamte Oberfläche unseres Planeten ist zu ein oder zwei Dritteln mit Kumuluswolken bedeckt. Diese weißen Wolken reflektieren 90 Prozent des Sonnenlichts, das auf sie fällt, zurück in den Weltraum. Das Sonnenlicht, das durch die wolkenfreien Bereiche die Oberfläche der Ozeane erreicht, verdunstet dort Wasser. Das steigt auf, um wiederum Kumuluswolken zu bilden. So weit verstanden?
Weiter geht es so: Die Wolkenbildung nimmt dort zu, wo die Bevölkerungsdichte gering ist. Und sie nimmt ab, wo die Zahl der Menschen größer ist. Dieser Wechsel des Wolkendeckenanteils ist ein sehr leistungsfähiges Thermostat, das die Temperatur der Erdoberfläche stabilisiert.

Fast wolkenloser Himmel über München
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Und Clauser hat nachgewiesen, dass dieses wolkenbasierte Thermostat eine um zwei Größenordnungen höhere Auswirkung auf das Klima hat als eine Änderung in der Menge des atmosphärischen Kohlendioxids durch menschliche Einflüsse. Die Rolle des CO2 als Klimakiller kann nach seiner Studie im Vergleich getrost als vernachlässigbare Größe behandelt werden. Im Umkehrschluss heißt das: CO2 ist nicht als Hauptschuldiger der weltweiten Klimaerwärmung auszumachen.
Die Ergebnisse von Clausens Klimastudie werden weltweit in Wissenschaftskreisen weder angezweifelt – noch widerlegt.
Das wiederum bedeutet für uns: Lassen wir uns nicht durch schlagzeilenträchtige, pseudowissenschaftliche Panikmache beeinflussen. Es ist kein Platz für Klima-Aktionismus. Clauser hat es so ausgedrückt: „Die Welt, in der wir heute leben, ist voll von Fehlinformationen. Es liegt an jedem von Ihnen, als Richter zu fungieren und auf der Grundlage genauer Beobachtungen von Phänomenen zwischen Wahrheit und Unwahrheit zu unterscheiden.“
Lassen Sie uns sachlich und mit der gebotenen Vernunft urteilen. Nur so werden wir dabei helfen, echte Lösungen zu finden. Wir machen gerne mit.
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Jan David Sutthoff
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