Lebensgefahr und Bisse: Mann aus Gambia verletzt zwei Polizisten schwer – und kommt wieder frei
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Es ist ein Fall, der einen ungläubig zurücklässt und einen Polizeibeamten in Lebensgefahr gebracht hat: Die Staatsanwaltschaft Tübingen ermittelt gegen einen 32-jährigen Gambier wegen gefährlicher Körperverletzung, tätlichen Angriffs gegen Vollstreckungsbeamte in einem besonders schweren Fall und Verdachts auf Widerstand.
Was war passiert? Dem Mann wird zur Last gelegt, kurz vor 18:00 Uhr in der Innenstadt Tübingens drei Passanten beleidigt, bedroht und mit einem Fahrradschloss nach ihnen geschlagen zu haben. Als die Polizei hinzugerufen wurde, leistete der um sich schlagende Mann Widerstand und verweigerte die Identitätsfeststellung. Dabei schubste der Mann einen Beamten um, der auf den Rücken stürzte. Der Polizist, zeitweise in Lebensgefahr, musste notoperiert werden. Ein weiterer 22-jähriger Beamter musste nach mehreren Bissen ebenfalls operiert werden. Beide Beamte konnten ihren Dienst nicht fortsetzen. Über ihren Gesundheitszustand wollte die Polizei gegenüber NIUS keine Angaben machen.
Im angrenzenden Gleisbett wurde der 32-Jährige schließlich festgenommen. Gegen die Maßnahme leistete der Mann massiven Widerstand, so dass er von mehreren Einsatzkräften überwältigt und zu Boden gebracht werden musste. Bis er sich gegebenenfalls vor Gericht verantworten muss, befindet sich der Beschuldigte auf freiem Fuß.
Polizei: Keine Gründe für U-Haft
Auf Anfrage von NIUS erklärte das Polizeipräsidium Reutlingen, dass es nach Strafprozessordnung für eine Untersuchungshaft Haftgründe brauche, etwa Flucht- oder Verdunklungsgefahr. Diese lägen in dem Fall nicht vor. Zum Aufenthaltsstatus und ob Vorstrafen bekannt seien, machte die Polizei keine Angaben. Aktuell ermittelt die Kriminalpolizei Tübingen und vernimmt Zeugen. Nach Abschuss dieser Ermittlungen wird der Fall der Staatsanwaltschaft Tübingen übergeben.
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