Von wegen rassistischer Übergriff: Angetrunkene Linken-Politikerin soll Weinflasche auf VfB-Fans geworfen haben
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Die Linken-Abgeordnete Gökay Akbulut berichtete am Sonntag von einer rassistischen Attacke auf sie durch Fußballfans. Nun aber kommt raus: Die alkoholisierte Akbulut soll als Erste eine Flasche auf die Männergruppe geworfen haben, worauf die Fans des VfB Stuttgart ihrerseits mit einem Flaschenwurf reagierten.
Die Vorwürfe wogen schwer: „Gestern Abend wurde ich im IC von Rechtsextremisten angegriffen und beleidigt“, schrieb die Linken-Bundestagsabgeordnete Gökay Akbulut am Sonntag auf Instagram. Der Zug sei „voll von männlichen Fußballfans“ des VfB Stuttgart gewesen, „die AfD-Parolen riefen, sangen und grölten“. Akbulut sei „wiederholt rassistisch beleidigt worden“. Als sie die Gruppe fotografieren wollte, „warf ein Mann mit Brille eine Bierflasche gegen meinen Kopf“.

Störten die Politikerin Pro-AfD-Gesänge?
Ein interner Ermittlungsbericht, der dem Portal Apollo News vorliegt, soll jedoch ein ganz anderes Bild zeichnen. Demnach echauffierte sich Akbulut im Zug über Sympathiegesänge der Fußballfans zur AfD. Ob es diese Rufe tatsächlich gegeben hat, ist derzeit noch unklar. Die Linken-Abgeordnete habe anschließend die Männer beleidigt und eine Weinflasche in deren Richtung geworfen. Die Flasche sei nur knapp am Kopf eines der Fans vorbeigeflogen. Als Reaktion auf die Attacke habe „ein bislang unbekannter Mann eine Frau mit einem derzeit unbekannten Getränkebehältnis“ beworfen. Die „alkoholisierte“ Abgeordnete habe einen Kratzer an der Stirn davongetragen.
Diesen Kratzer hatte sie auf einem Foto festgehalten und in den sozialen Netzwerken verbreitet. Nach dem Streit soll Akbulut am Stuttgarter Bahnhof die Bundespolizei über die Vorkommnisse in Kenntnis gesetzt haben. Die Beamten sicherten „eine freiwillig herausgegebene Videoaufzeichnung der 42-Jährigen und leiteten ein Ermittlungsverfahren ein“.
Schon die Stuttgarter Nachrichten hatten mit mehreren Zeugen des Vorfalls gesprochen, die der Version von Akbulut widersprachen. Im IC Mainz – Stuttgart soll es nicht so zugegangen sein, wie die Politikerin behauptete. Eine etwa 40-jährige Frau, selbst mit Migrationshintergrund, schilderte, dass Akbulut auf sie von Beginn an verärgert gewirkt habe.

Akbulut ist seit 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages für die Partei Die Linke.
Sie habe im Zug eine kleine Flasche Rotwein getrunken
Die Stuttgarter Nachrichten schreiben: „Gesprächspartner unserer Zeitung beschreiben, dass die Abgeordnete sich von Beginn an ‚fast schon aggressiv und provozierend‘ an die Fußballfans gewandt habe, die im Mittelgang an den Sitzen anderer Mitreisender standen. Akbulut habe die Fans beleidigt, sie hätten ‚nichts im Hirn‘, seien ‚dumm‘, man könne nichts anderes von ihnen erwarten, als dass sie grölten. Zu diesem Zeitpunkt hätten die Fans die Abgeordnete jedoch noch ignoriert. Akbulut wirkte auf einige ihrer Mitreisenden alkoholisiert. Sie habe im Zug zudem eine kleine Flasche Rotwein getrunken, sagen Zeugen. Akbulut sagt auf unsere Frage zu diesem Thema nichts.“ Dazu heißt es: Von den AfD-Rufen „berichtet auf mehrfache Nachfrage keiner der Gesprächspartner unserer Zeitung“.
Während der weiteren Fahrt soll die Abgeordnete die VfB-Fans als „Drecksnazis“, „Nazis“, „Faschos“ beschimpft haben, die sich „ficken“ sollten. Daraufhin sei Akbulut auch von den VfB-Fans verbal angegangen worden. Laut der Aussagen eines Zeugen soll einer der Männer die Abgeordnete als „Schlampe“ tituliert haben, die „mal anständig durchgevögelt gehört“.
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