„Wenn Deutschland Krieg will, werden wir ihn haben“: Behörden warnten vor Terrorist von Magdeburg
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Der 50-jährige Taleb A. soll in Bernburg mit Suchtkranken gearbeitet haben.
Auch berichten Welt und Spiegel von mindestens einer Person auf X, die konkrete Sachverhalte an die Polizei herangetragen haben soll, weil sie in den Postings offene und unverhohlene Drohungen sah. Warum weder die Polizei noch das soziale Medium in irgendeiner Art und Weise aktiv wurden, ist noch unklar – und wird in den kommenden Tagen geklärt werden müssen.
Kampf gegen Islamisierung
Taleb A. kam Ende der 1990er Jahre nach Deutschland. Zuvor soll er sich vom Islam losgesagt und angegeben haben, in seiner Heimat mit dem Tod bedroht zu werden. Er galt lange als prominente Figur der saudischen Exil-Community in Deutschland und sorgte vor allem durch seine Äußerungen in sozialen Medien für Aufmerksamkeit, wonach er eine Islamisierung in Deutschland beklagte und die ausbleibende Hilfe Deutschlands für saudische Oppositionelle anprangerte. Auch beschuldigte er die deutsche Polizei, den Islamismus aktiv zu fördern. Aussagen wie „Deutschland will Europa islamisieren“ und Drohungen wie „Deutschland wird den Preis zahlen müssen“ gehörten zu seinen wiederkehrenden Botschaften.

Ein Leichenwagen fährt in der Nacht noch in der Stadt Magdeburg.

Beamte an der Wohnung des Tatverdächtigen in Bernburg.
Am Abend des Anschlags, um 19:07 Uhr, veröffentlichte Taleb A. auf seinem X-Profil einen Post, in dem er offenbar den „Moment der Rache“ ankündigte. Wenige Minuten später fuhr ein Auto gezielt in die Menschenmenge auf dem Weihnachtsmarkt in Magdeburg. Ministerpräsident Reiner Haseloff bestätigte mindestens zwei Todesopfer, während die genaue Zahl der Verletzten und Toten zunächst unklar blieb.
Die saudi-arabische Regierung verurteilte den mutmaßlichen Anschlag scharf und sprach den Opfern und ihren Familien ihr Mitgefühl aus. Gleichzeitig berichteten Medien, dass Saudi-Arabien deutsche Behörden bereits vor Taleb A. gewarnt haben soll. Diese Warnungen basierten angeblich auf extremistischen Inhalten, die der Mann in den sozialen Medien geteilt hatte und die auf eine potenzielle Gefahr hingewiesen hätten.
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