Niedersachsen sucht Reisebüro für Abschiebungen
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Das Land Niedersachsen will die Organisation von Rückführungen ausreisepflichtiger Ausländer neu aufstellen – und sucht dafür ein Reisebüro. Genauer: Ein Anbieter, der für die Landesaufnahmebehörde sämtliche „Reisebüro-Dienstleistungen für Flugrückführungen“ übernimmt. Die Ausschreibung läuft, Angebote können bis Montag abgegeben werden.
Laut Unterlagen soll das Reisebüro sämtliche Rückführungsreisen planen und buchen – überwiegend per Flugzeug, bei Bedarf aber auch über Land oder See. Die Behörde betont, es brauche eine „kontinuierliche und fachkundige Unterstützung“, um die oft kurzfristigen Abläufe effizient abzuwickeln.
Buchungen nur in der Economy-Class
Die Vorgaben: Grundsätzlich dürfen Rückführungen nur in der Economy-Class gebucht werden. Ausnahmen müssen vorher abgesprochen werden. Startflughäfen in Norddeutschland sollen bevorzugt werden, und das Reisebüro hat stets die günstigsten verfügbaren Tarife auszuwählen.

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Besonderes Augenmerk gilt Storno- und Umbuchungsgebühren. Hintergrund: Laut Bundespolizei scheitern im Schnitt zwei von drei bereits terminierten Abschiebungen kurzfristig. Das Reisebüro muss daher Tarife finden, die möglichst geringe Folgekosten verursachen.
Der Anbieter muss werktags von 7 bis 17 Uhr erreichbar sein und an Wochenenden sowie Feiertagen eine Notfallnummer bereithalten. Zusätzlich muss er bei Bedarf auch Hotelzimmer im Zielland buchen – etwa für mitreisende Bundespolizisten, Dolmetscher oder Ärzte.
Das Land veranschlagt für den Auftrag laut Bild rund 336.000 Euro. Der Vertrag soll im Februar starten, zunächst zwei Jahre laufen und kann verlängert werden.
2023 gab es in Niedersachsen 2836 geplante Abschiebungen, 2024 waren es 2787 – jeweils Fälle, für die entsprechende Reisebuchungen notwendig waren.
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