Exklusive NIUS-Umfrage: Zwei von drei Deutschen glauben, dass Messerangriffe durch die Migration zugenommen haben
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In Deutschland grassiert die Messergewalt. Angriffe mit Stichwaffen haben laut der Polizeilichen Kriminalstatistik in den vergangenen Jahren sowohl in absoluten Zahlen als auch in bestimmten Deliktbereichen deutlich zugenommen. Wie blickt die Bevölkerung auf diese Entwicklung? Erkenntnisse darüber liefert eine INSA-Umfrage, die NIUS exklusiv beauftragt hat.
Insgesamt glauben knapp 80 Prozent der Bevölkerung, dass die Messerangriffe seit 2022 zugenommen haben. Nur zehn Prozent der Deutschen erkennen keine Zunahme. Acht Prozent wissen es nicht, zwei Prozent machen keine Angabe. Am häufigsten glauben AfD-Wähler an einen Anstieg der Messerkriminalität (90 Prozent), die geringste Zustimmung findet sich unter Grünen-Anhängern (69 Prozent).

Die Polizei steht vor einer Schule in Berlin-Spandau, wo es zu einem Messerangriff von einem 13-Jährigen auf einen 11-jährigen Mitschüler kam.
Auf die Frage nach den Ursachen dafür, dass Messerangriffe seit 2022 zugenommen haben, geben die Deutschen vor allem zwei Antworten: Sie beobachten „eine Zunahme von Gewalt allgemein“ (66 Prozent) und machen die „Migration“ (65 Prozent) dafür verantwortlich. Mit weitem Abstand folgen die Gründe „psychische Belastungen“ (37 Prozent), „Männlichkeitsnormen und Gruppendruck“ (28 Prozent) sowie „wirtschaftliche Unsicherheit“ (17 Prozent). Mehrfachantworten waren hier möglich.
Je jünger, desto wahrscheinlicher die Erfahrung von Messergewalt
Haben die Menschen in Deutschland auch persönliche Erfahrungen mit der Messergewalt gemacht? NIUS wollte wissen, ob es im Umfeld der Befragten schon einmal zu Messerangriffen kam. Die deutliche Antwort: Umso jünger die Befragten sind, desto wahrscheinlicher ist die Erfahrung aus dem eigenen Bekanntenkreis, schon einmal mit einem Messerangriff konfrontiert gewesen zu sein. 37 Prozent der 18- bis 29-Jährigen bestätigen eine Gewalterfahrung mit einem Messer. Mehr als jeder dritte junge Erwachsene kennt jemanden, der von einer Person mit einem Messer attackiert wurde. Bei den über 70-Jährigen sind es hingegen nur neun Prozent.

Einig sind sich viele Deutsche in ihrem Wunsch nach drastischen Maßnahmen im Umgang mit der Gewalt. Zwei von drei Befragten (66 Prozent) wünschen sich „härtere Strafen“. 51 Prozent verlangen „mehr Kontrollen“. Ebenfalls 51 Prozent wünschen sich „härtere Migrationsbeschränkungen“. Knapp 49 Prozent gaben „mehr Polizeipräsenz“. Jeder dritte Deutsche schlägt vor, „mehr Messerverbotszonen“ einzuführen.
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