„Performer“, „Achiever“ oder „Improver“: SAP will Mitarbeiter in drei Kategorien einteilen
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Der Softwarehersteller SAP will ein Bewertungssystem für seine Angestellten einführen, das „Winning Culture“ heißen soll. Vorgesetzte sollen Mitarbeiter in drei Kategorien einteilen: „Performer“, „Achiever“ oder „Improver“, heißt es aus dem Betriebsrat. Dieser verhandelt momentan mit der Konzernführung. Die Mitarbeiter wurden bisher nicht informiert. Zunächst hatte das Handelsblatt berichtet.
Leistungs-Bewertung in den USA Normalität
Das geplante Bewertungssystem sieht Boni für die „Performer“, also die besonders guten Mitarbeiter, vor und Schulungen für die „Improver“, also diejenigen, die ihre Leistung verbessern müssen. Achiever entsprechen dem Durchschnitts-Angestellten. In den USA sind solche Praktiken längst Normalität. Nur werden Mitarbeiter aus der „Improver“-Kategorie meist direkt gekündigt. In Deutschland ist das aufgrund von Kündigungsschutz für Arbeitnehmer nicht möglich.
SAP-Geschäftsführer Christian Klein hatte sich besonders stark für das Leistungs-Bewertungs-Modell ausgesprochen, heißt es aus dem Konzern. In einem Interview mit der Zeitung WELT hatte er Ende November gesagt: „In Deutschland mangelt es an Leistungsdenken.“

Dem SAP-Geschäftsführer Christian Klein fehlt der Leistungs-Gedanke in Deutschland.
Betriebsrat kritisiert Vorhaben
Der Vorsitzende des Betriebsrats der Konzernmutter SAP SE, Eberhard Schick kritisiert den Plan: „Ein Bewertungssystem, welches systematisch vermeintliche Minderleister identifiziert, halte ich für sehr problematisch. Solche Maßnahmen würden das Arbeitsklima bei SAP nachhaltig verschlechtern,“ sagte er dem Handelsblatt.
In Mitarbeiterbefragungen schneidet SAP seit Jahren gut ab, der Konzern ist einer der beliebtesten Arbeitgeber Deutschlands. Momentan erhält jeder Mitarbeiter einmal jährlich ausführliches Feedback. Alle drei Monate wird gemeinsam geschaut, ob die besprochenen Ziele erreicht werden. Neben dem Bewertungssystem will SAP seine Mitarbeiter zurück ins Büro holen und drei verpflichtenden Tage in der Firma einführen.
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